Krieg im Kino
1. "Der Kriegsfilm ist zu verstehen als filmische Reflexion technisierter moderner Kriege seit dem Ersten Weltkrieg."
2. "Der Kriegsfilm bewegt sich im Rahmen von historisch verbürgten Kriegen, deren filmische Reproduktion zum Zeitpunkt ihres Stattfindens bereits möglich war und praktiziert wurde."
3. "Der Kampf ist (...) das dritte wichtige Merkmal, wenn nicht sogar die Essenz des Kriegsfilms im engeren Sinne."
So die Definition des Genres in der Einleitung des Reclambuches. Filme, die ältere oder fiktive Kriege darstellen und Filme, die zwar im Krieg spielen, denen jedoch das entscheidende Element des Kampfes fehlt, Filme wie Troy (2004) und The Best Years of Our Lives (1946), fallen damit raus. Das sind dann eben keine Kriegsfilme, sondern Historienfilme etwa oder Melodramen, allenfalls Genremixturen, halbe Kriegsfilme nur, so die Herausgeber Klein, Stiglegger und Traber.
Doch auch lupenreine Kriegsfilme gibt es in allen möglichen Variationen, wobei die jeweiligen Schauplätze ganz wesentlich sind. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Film in einem Bürgerkrieg spielt, im Ersten oder im Zweiten Weltkrieg, in Vietnam oder im Pazifik, in der Wüste oder im Dschungel, zu Wasser, zu Lande, in der Luft oder im Schützengraben. Genauso wie es ein Unterschied ist, ob das Publikum einen Antikriegsfilm zu sehen bekommt, eine Satire oder Klamotte, einen "schmutzigen" Film, in dem die Soldaten banale Tode sterben oder Propaganda, die den Heldentod exponiert und glorifiziert.
Filmgenres: Kriegsfilm bietet in 65 Beiträgen verschiedener Autoren eine Anthologie von 69 exemplarischen Filmen, von The Battle of the Somme (1916) bis Brotherhood (2004), von Frankreich bis Korea.
(Stefan Otto)
2. "Der Kriegsfilm bewegt sich im Rahmen von historisch verbürgten Kriegen, deren filmische Reproduktion zum Zeitpunkt ihres Stattfindens bereits möglich war und praktiziert wurde."
3. "Der Kampf ist (...) das dritte wichtige Merkmal, wenn nicht sogar die Essenz des Kriegsfilms im engeren Sinne."
So die Definition des Genres in der Einleitung des Reclambuches. Filme, die ältere oder fiktive Kriege darstellen und Filme, die zwar im Krieg spielen, denen jedoch das entscheidende Element des Kampfes fehlt, Filme wie Troy (2004) und The Best Years of Our Lives (1946), fallen damit raus. Das sind dann eben keine Kriegsfilme, sondern Historienfilme etwa oder Melodramen, allenfalls Genremixturen, halbe Kriegsfilme nur, so die Herausgeber Klein, Stiglegger und Traber.
Doch auch lupenreine Kriegsfilme gibt es in allen möglichen Variationen, wobei die jeweiligen Schauplätze ganz wesentlich sind. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Film in einem Bürgerkrieg spielt, im Ersten oder im Zweiten Weltkrieg, in Vietnam oder im Pazifik, in der Wüste oder im Dschungel, zu Wasser, zu Lande, in der Luft oder im Schützengraben. Genauso wie es ein Unterschied ist, ob das Publikum einen Antikriegsfilm zu sehen bekommt, eine Satire oder Klamotte, einen "schmutzigen" Film, in dem die Soldaten banale Tode sterben oder Propaganda, die den Heldentod exponiert und glorifiziert.
Filmgenres: Kriegsfilm bietet in 65 Beiträgen verschiedener Autoren eine Anthologie von 69 exemplarischen Filmen, von The Battle of the Somme (1916) bis Brotherhood (2004), von Frankreich bis Korea.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Filmgenres: Kriegsfilm
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
379
Verlag:
Philipp Reclam jun.
ISBN:
3-15-018411-8
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