Filmgenres: Abenteuerfilm
Kinostart:
06.01.2005
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Ritter, Piraten, Grenzgänger
Erforschung, Entdeckung, Glück- und Schatzsuche, Rache, Flucht, ein Wettkampf oder eine Mission - am Beginn jedes Abenteuerfilms steht eine Aufforderung. Der Held des Films stellt sie sich selbst oder sie wird an ihn herangetragen. Der Abenteurer, gleichgültig ob er nun Fanfan heißt, Sindbad oder Ben Hur, bricht auf, verlässt die Seinigen und begibt sich in die Fremde, um seine Aufgabe zu erfüllen. Das Reisen ist mit dem Abenteuer verbunden wie nichts sonst. Der Auszug aus der Heimat, eine Bewegung, die die ganze Welt umspannen kann und in Regionen führt, in denen Gefahren drohen, ist Voraussetzung, dass sich das Abenteuerliche überhaupt einstellen kann. In der Fremde begegnet der Held der Natur, den "Wilden", Mythischem oder Magischem. Die Bewegung ins Unbekannte und die Unabsehbarkeit dessen, was passieren wird, verhindern, dass das Abenteuer durchgeplant werden kann. Wenn der Abenteurer die Bewährungsproben und Gefahren übersteht, steht sein Triumph am Ende des Films. "Es ist das Hohelied der Handlungskraft, das im Abenteuerlichen gesungen wird", schreibt Herausgeber Hans J. Wulff.
Der Band Abenteuerfilm erscheint in einer der lange gewohnten kleinen gelben Ausgaben des Reclam-Verlags in der auf insgesamt elf Bände angelegten Reihe Filmgenres. Einer strukturierenden Einleitung des Medienwissenschaftlers und Semiotikers Wulff folgen in dem unanstrengend zu lesenden und Gewinn bringenden Buch die Darstellungen der Abenteuer-Subgenres Antikfilm, Ritterfilm, Mantel-und-Degen-Film, Piratenfilm, Samuraifilm und der Motiv- und Stoffkomplexe des Abenteuerfilms, in denen unter anderem verschiedene Autoren (Jules Verne, Karl May, Astrid Lindgren) und Figuren (König Artus, Tarzan, Indiana Jones) des Genres abgehandelt werden. Gewissermaßen dem Prinzip der Kanonisierung folgend, enthält Filmgenres: Abenteuerfilm außerdem eine Anthologie wichtiger Abenteuerfilme. Von The Mark of Zorro (USA 1920) bis Pirates of the Carribean (USA 2003) kann man in 64 durchweg lesenswerten Einzelbeiträgen verschiedener Autoren das Genre exemplarisch und in seiner Genese im Lauf der Filmgeschichte verfolgen.
(Stefan Otto)
Der Band Abenteuerfilm erscheint in einer der lange gewohnten kleinen gelben Ausgaben des Reclam-Verlags in der auf insgesamt elf Bände angelegten Reihe Filmgenres. Einer strukturierenden Einleitung des Medienwissenschaftlers und Semiotikers Wulff folgen in dem unanstrengend zu lesenden und Gewinn bringenden Buch die Darstellungen der Abenteuer-Subgenres Antikfilm, Ritterfilm, Mantel-und-Degen-Film, Piratenfilm, Samuraifilm und der Motiv- und Stoffkomplexe des Abenteuerfilms, in denen unter anderem verschiedene Autoren (Jules Verne, Karl May, Astrid Lindgren) und Figuren (König Artus, Tarzan, Indiana Jones) des Genres abgehandelt werden. Gewissermaßen dem Prinzip der Kanonisierung folgend, enthält Filmgenres: Abenteuerfilm außerdem eine Anthologie wichtiger Abenteuerfilme. Von The Mark of Zorro (USA 1920) bis Pirates of the Carribean (USA 2003) kann man in 64 durchweg lesenswerten Einzelbeiträgen verschiedener Autoren das Genre exemplarisch und in seiner Genese im Lauf der Filmgeschichte verfolgen.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Filmgenres: Abenteuerfilm
Autor:
Bodo Traber, Hans J. Wulff (Hg.)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
413
Verlag:
Philipp Reclam jun.
ISBN:
3-15-018404-5
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