Filme malen - Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek
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Atelier Paryzek, Wien VII
Der Wiener Eduard Paryzek (1915-1998) gilt als einer der produktivsten Filmplakatmaler nach dem 2. Weltkrieg. "Als Vertreter eines heute ausgestorbenen Berufsstandes gehörten seine charakteristischen Pinselstriche bis Anfang der 1970er-Jahre zu den eindrucksvollsten Eyecatchern in der Stadt. Sie begleiteten Aufstieg und Niedergang der Wiener Kinolandschaft und sind nicht zuletzt beredtes Zeugnis der sich ausbreitenden Populärkultur US-amerikanischen Zuschnitts", schreibt Peter Payer.
Das von ihm herausgegebene Buch Filme malen befasst sich mit Eduard Paryzek, seinen Plakaten und dem Kontext, in dem sie bis 1974 entstanden, als er sein Atelier schloss. In drei Beiträgen verschiedener Autoren geht es um Leben und Werk, um Paryzeks Plakatgestaltung als solche sowie um die Filmkultur Österreichs in der Nachkriegszeit, auch hier mit einem Schwerpunkt auf den Bildern, die für die Kinos und ihre Vorstellungen warben.
Im Buch finden sich außerdem Bildtafeln sowie ein Werkverzeichnis der Plakate und der Kleingrafik aus Paryzeks Atelier im siebten Wiener Gemeindebezirk. Sehenswert sind auch die Fotos hängender Plakate aus den Jahren nach 1945. Bisweilen kontrastiert hier die Stimmung, die die Plakate evozieren mit ihrer unmittelbaren Umgebung im zerbombten Wien mit seinen aufgerissenen Straßen und eingerüsteten Häusern.
In zwei ausführlichen, einander ergänzenden Interviews (eines von 1992, das andere bereits von 1948) erweist sich Paryzek als interessanter Zeitzeuge zur Filmplakatmalerei, zum Grafikdesign, zur Populärkultur und auch zur Geschichte Wiens.
"Ich habe eher so eine grobe Art gehabt, mit wenigen Pinselstreichen gearbeitet, nicht so fein", schätzte er sich 1992 selbst ein. "Ich bin ein motorischer Mensch, war immer schnell. Je mehr Action in einem Film, umso mehr hat es mir gefallen. Da konnte ich mich richtig ausleben. Oft habe ich telefoniert, dann alles rasch eingestrichen, und bin schon wieder weggerannt ..."
(Stefan Otto)
Das von ihm herausgegebene Buch Filme malen befasst sich mit Eduard Paryzek, seinen Plakaten und dem Kontext, in dem sie bis 1974 entstanden, als er sein Atelier schloss. In drei Beiträgen verschiedener Autoren geht es um Leben und Werk, um Paryzeks Plakatgestaltung als solche sowie um die Filmkultur Österreichs in der Nachkriegszeit, auch hier mit einem Schwerpunkt auf den Bildern, die für die Kinos und ihre Vorstellungen warben.
Im Buch finden sich außerdem Bildtafeln sowie ein Werkverzeichnis der Plakate und der Kleingrafik aus Paryzeks Atelier im siebten Wiener Gemeindebezirk. Sehenswert sind auch die Fotos hängender Plakate aus den Jahren nach 1945. Bisweilen kontrastiert hier die Stimmung, die die Plakate evozieren mit ihrer unmittelbaren Umgebung im zerbombten Wien mit seinen aufgerissenen Straßen und eingerüsteten Häusern.
In zwei ausführlichen, einander ergänzenden Interviews (eines von 1992, das andere bereits von 1948) erweist sich Paryzek als interessanter Zeitzeuge zur Filmplakatmalerei, zum Grafikdesign, zur Populärkultur und auch zur Geschichte Wiens.
"Ich habe eher so eine grobe Art gehabt, mit wenigen Pinselstreichen gearbeitet, nicht so fein", schätzte er sich 1992 selbst ein. "Ich bin ein motorischer Mensch, war immer schnell. Je mehr Action in einem Film, umso mehr hat es mir gefallen. Da konnte ich mich richtig ausleben. Oft habe ich telefoniert, dann alles rasch eingestrichen, und bin schon wieder weggerannt ..."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Filme malen - Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek
Autor:
Peter Payer
Erscheinungsort:
Salzburg
Erscheinungsdatum:
2010
Seiten:
176
Verlag:
Anton Pustet Verlag
ISBN:
978-3-7025-0622-3
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