Film in Deutschland. Geschichte und Geschichten seit 1895
Kinostart:
20.09.2004
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German National Cinema
"German National Cinema", so der Originaltitel des Buches der in Hannover geborenen und an der University of Texas in Austin lehrenden Filmhistorikerin Sabine Hake. Sie lieferte 2002 die erste englischsprachige Geschichte des deutschen Films von seinen Anfängen bis zur Gegenwart, von 1895 bis zum Kinojahr 2002. Jetzt erscheint Hakes Untersuchung der deutschen Filmgeschichte als Taschenbuch und deutsche Erstausgabe mit dem Titel Film in Deutschland. Geschichte und Geschichten seit 1895 in einer überarbeiteten und geringfügig aktualisierten Übersetzung (die nicht die Autorin selbst besorgte).
Sabine Hake gelingt das groß angelegte Unternehmen, filmische Verfahrensweisen von über 100 Jahren im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen darzustellen und die Stellung des Kinos innerhalb der modernen Unterhaltungskultur sowie die Beziehung zu anderen Filmtraditionen und Kunstformen aufzuzeigen. Hakes komprimierter geschichtlicher Überblick umfasst das Kino der Kaiserzeit (1895 - 1919), der Weimarer Republik (1919 - 1933) und des Dritten Reichs (1933 - 1945) sowie den geteilten und dennoch vereinten Film im Nachkriegsdeutschland (1945 - 1961), den Film in der DDR (1961 - 1989), in der Bundesrepublik (1962 - 1989) und im wiedervereinigten Deutschland (1989 - 2004).
Die Autorin ist dabei weniger an textuellen als an kontextuellen Analysen interessiert, die die Filmgeschichte zu einer Sozial- und Kulturgeschichte machen. So bleibt ihre Filmgeschichte durchweg mehr als ein bloßes Namedropping von Filmtiteln, obwohl sie keinem einzelnen Film mehr als nur ein paar Zeilen gönnt. Sie skizziert die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Filmproduktion und -rezeption und präsentiert die jeweils berühmtesten, populärsten und typischen Filme mit Blick auf ihren jeweiligen Beitrag zu den sich verändernden Definitionen von Filmstil und Filmform.
Die "Geschichten", auf die der Untertitel des Buches hinweist, fehlen allerdings völlig. So ermangelt es dem nüchternen Buch etwas an Anschaulichkeit, wie auch an Abbildungen.
Sabine Hake gelingt das groß angelegte Unternehmen, filmische Verfahrensweisen von über 100 Jahren im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen darzustellen und die Stellung des Kinos innerhalb der modernen Unterhaltungskultur sowie die Beziehung zu anderen Filmtraditionen und Kunstformen aufzuzeigen. Hakes komprimierter geschichtlicher Überblick umfasst das Kino der Kaiserzeit (1895 - 1919), der Weimarer Republik (1919 - 1933) und des Dritten Reichs (1933 - 1945) sowie den geteilten und dennoch vereinten Film im Nachkriegsdeutschland (1945 - 1961), den Film in der DDR (1961 - 1989), in der Bundesrepublik (1962 - 1989) und im wiedervereinigten Deutschland (1989 - 2004).
Die Autorin ist dabei weniger an textuellen als an kontextuellen Analysen interessiert, die die Filmgeschichte zu einer Sozial- und Kulturgeschichte machen. So bleibt ihre Filmgeschichte durchweg mehr als ein bloßes Namedropping von Filmtiteln, obwohl sie keinem einzelnen Film mehr als nur ein paar Zeilen gönnt. Sie skizziert die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Filmproduktion und -rezeption und präsentiert die jeweils berühmtesten, populärsten und typischen Filme mit Blick auf ihren jeweiligen Beitrag zu den sich verändernden Definitionen von Filmstil und Filmform.
Die "Geschichten", auf die der Untertitel des Buches hinweist, fehlen allerdings völlig. So ermangelt es dem nüchternen Buch etwas an Anschaulichkeit, wie auch an Abbildungen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Film in Deutschland. Geschichte und Geschichten seit 1895
Autor:
Sabine Hake
Erscheinungsort:
Reinbek bei Hamburg
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
400
Verlag:
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN:
3-499-55663-4
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