Ernst und Spiel. Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film
Kinostart:
09.09.2004
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(Illustrierte) Filmbühne
Les Enfants du Paradis, The Baby of Mâcon, Shakespeare in Love ... zahlreiche Filme setzen sich, oft intensiver als das Theater selbst, mit den Wechselprozessen zwischen Bühne und Leben auseinander. Gerade die Dialektik von Spiel und Ernst wird in Theaterfilmen thematisiert. Theater erscheint im Film vielfach nicht als deutlich abgegrenzte und in sich geschlossene Inszenierung und Fiktion, sondern es geht Wechselbeziehungen mit dem umgebenden sozialen Raum ein. Lubitschs To be or not to be und Luhrmans Moulin Rouge sind intelligente Diskurse über die Beziehungen zwischen Bühne und Realität. Die visuellen Strategien vieler Filme spielen auch Diskurse zwischen Theater und Film durch. Theaterfilme bringen in vielfältiger Form die Dialektik von Theater als Inszenierung und ‘Theater’ als Täuschung auf die Leinwand. Die Kollision des Theaters mit anderen sozialen Milieus eignet sich offensichtlich als Nährboden filmdramaturgischer Konfliktkonstellationen. Bühnenkünstler werden mit den bürgerlichen Regeln des Zusammenlebens und Repräsentanten des Bürgertums werden mit der Lebenswelt der Schauspieler und Theaterleute konfrontiert.
In seiner Dissertation Ernst und Spiel - Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film unterscheidet Thomas Klein Filme, in denen das Theatersujet als Rahmenmodell dient und Filme, in denen die Täuschung das zentrale Handlungsmuster darstellt. Klein unterzieht Theaterfilme, in denen paradigmatische Grenzgänge zwischen Bühne und Leben stattfinden, eingehenden Analysen und kontextualisiert die Inszenierung des Theatersujets mit der Rahmen-Analyse ("Frame Analysis") Erving Goffmans, mit Diskursen der Theatergeschichte sowie Aussagen zum Verhältnis von Theater und Film und von Theater und Wirklichkeit. Kleins Ernst und Spiel bietet Film- wie Theaterinteressierten eine aufschlussreiche Analyse des Sujets der Bühne im Film.
In seiner Dissertation Ernst und Spiel - Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film unterscheidet Thomas Klein Filme, in denen das Theatersujet als Rahmenmodell dient und Filme, in denen die Täuschung das zentrale Handlungsmuster darstellt. Klein unterzieht Theaterfilme, in denen paradigmatische Grenzgänge zwischen Bühne und Leben stattfinden, eingehenden Analysen und kontextualisiert die Inszenierung des Theatersujets mit der Rahmen-Analyse ("Frame Analysis") Erving Goffmans, mit Diskursen der Theatergeschichte sowie Aussagen zum Verhältnis von Theater und Film und von Theater und Wirklichkeit. Kleins Ernst und Spiel bietet Film- wie Theaterinteressierten eine aufschlussreiche Analyse des Sujets der Bühne im Film.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ernst und Spiel. Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film
Autor:
Thomas Klein
Erscheinungsort:
Mainz
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
267
Verlag:
Bender Verlag
ISBN:
3-936497-05-2
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