Dieses Buch ist eine Neuerscheinung und wirkt dennoch wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Sein Einband ist hart, dessen Ecken sind spitz, das Papier ist nicht rein weiß, das Layout ist angenehm nüchtern und die Fotos glänzen nicht (sind aber trotzdem schön). Die Erscheinung gleicht Büchern aus der DDR oder den achtziger Jahren. Das passt gut zum Thema der Monografie, denn sie handelt von Elisabeth Bergner, die 1986 starb.
"Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze", heißt es bei Goethe, der sich damit natürlich auf eine Zeit bezog, in der es noch keinen Film gab, der schauspielerische Leistungen hätte konservieren können. Elisabeth Bergner (geb. 1897) ist jedoch in die Zeit des Films hineingewachsen und wurde auch schon 1923 für das neue Medium entdeckt. Sie spielte Hauptrollen in Filmen wie Fräulein Else (1929), Ariane (1931), Die glücklichen Jahre der Thorwalds (1962) sowie Der Pfingstausflug (1978) und wird doch in der Hauptsache als Theaterschauspielerin erinnert.
"Wie aber kann man denjenigen, die Elisabeth Bergner nicht gekannt oder erlebt haben, begreifbar machen, was ihren Zauber ausmachte?" fragt die Autorin Margret Heymann sich angesichts der Aufführungen, die sich längst verflüchtigt haben. "Ich denke, man kann nur von der Begeisterung der Zeitzeugen berichten, sei es die der Kritiker, sei es der Zuschauer, und Elisabeth Bergner selbst sprechen lassen in der Hoffnung, ein wenig von ihrer Faszinationskraft, der eine ganze Generation erlag, zu vermitteln."
Dieser Überlegung folgt Heymann in Elisabeth Bergner - mehr als eine Schauspielerin und gibt, klug ausgewählt, Elogen auf die Bergner wieder, die nicht nur allein von Kritikern und vom Publikum ausgesprochen wurden, sondern in ganz bemerkenswert vielen Fällen von Kollegen. Sie hält auch mit der Kritik nicht zurück, die seltener, aber das eine oder andere Mal doch geäußert wurde, sie tradiert Reaktionen und Anekdoten und arbeitet auf diese Weise heraus, was die fesselnde Wirkung und den Erfolg der Bergner ausmachte.
Kenntnisreich und offensichtlich mit großer Zuneigung breitet sie aus, wie die Bergner scheue Anmut, Charme und rührende Hilflosigkeit ausstrahlte, eine grazile, knabenhafte Figur besaß, "beide Geschlechter darstellen und spielend-spielerisch eine Fülle erotischer Phantasien zulassen" konnte, modisch stilprägend war und eine eigenwillig manierierte Sprechweise, das "Bergnern", pflegte.
"Man sagte nicht", schreibt Heymann, 'Ich gehe heute Abend in Wie es euch gefällt, in Romeo und Julia oder in Die Heilige Johanna, sondern: 'Ich gehe heute Abend zur Bergner.'"
(Stefan Otto)
"Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze", heißt es bei Goethe, der sich damit natürlich auf eine Zeit bezog, in der es noch keinen Film gab, der schauspielerische Leistungen hätte konservieren können. Elisabeth Bergner (geb. 1897) ist jedoch in die Zeit des Films hineingewachsen und wurde auch schon 1923 für das neue Medium entdeckt. Sie spielte Hauptrollen in Filmen wie Fräulein Else (1929), Ariane (1931), Die glücklichen Jahre der Thorwalds (1962) sowie Der Pfingstausflug (1978) und wird doch in der Hauptsache als Theaterschauspielerin erinnert.
"Wie aber kann man denjenigen, die Elisabeth Bergner nicht gekannt oder erlebt haben, begreifbar machen, was ihren Zauber ausmachte?" fragt die Autorin Margret Heymann sich angesichts der Aufführungen, die sich längst verflüchtigt haben. "Ich denke, man kann nur von der Begeisterung der Zeitzeugen berichten, sei es die der Kritiker, sei es der Zuschauer, und Elisabeth Bergner selbst sprechen lassen in der Hoffnung, ein wenig von ihrer Faszinationskraft, der eine ganze Generation erlag, zu vermitteln."
Dieser Überlegung folgt Heymann in Elisabeth Bergner - mehr als eine Schauspielerin und gibt, klug ausgewählt, Elogen auf die Bergner wieder, die nicht nur allein von Kritikern und vom Publikum ausgesprochen wurden, sondern in ganz bemerkenswert vielen Fällen von Kollegen. Sie hält auch mit der Kritik nicht zurück, die seltener, aber das eine oder andere Mal doch geäußert wurde, sie tradiert Reaktionen und Anekdoten und arbeitet auf diese Weise heraus, was die fesselnde Wirkung und den Erfolg der Bergner ausmachte.
Kenntnisreich und offensichtlich mit großer Zuneigung breitet sie aus, wie die Bergner scheue Anmut, Charme und rührende Hilflosigkeit ausstrahlte, eine grazile, knabenhafte Figur besaß, "beide Geschlechter darstellen und spielend-spielerisch eine Fülle erotischer Phantasien zulassen" konnte, modisch stilprägend war und eine eigenwillig manierierte Sprechweise, das "Bergnern", pflegte.
"Man sagte nicht", schreibt Heymann, 'Ich gehe heute Abend in Wie es euch gefällt, in Romeo und Julia oder in Die Heilige Johanna, sondern: 'Ich gehe heute Abend zur Bergner.'"
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Elisabeth Bergner - mehr als eine Schauspielerin
Autor:
Margret Heymann
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
120
Verlag:
Vorwerk 8
ISBN:
978-3-940384-13-3
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Patrick Stutz am: 31.03.09
Tolles Buch…
Es gibt eine sachliche und spannende Ein-/Ueber-Sicht in das Leben der Bergner. Empfehlenswert für Leute die sich neu mit dem Thema Bergner beschäftigen, aber auch interessant für Fans, Neues zu entdecken. Nebst den Fakten der Karriere, die die Bühnenarbeit sowie den Film abdecken, bringt das Buch uns auch den Menschen Bergner näher. Margret Heymann hatte Gelegenheit, Leuten im Umfeld von Elisabeth Bergner direkt zu Begegnen und uns interessante und bis an unbekannte Details zu schildern.
Es ist leicht zu lesen, jedoch trotzdem tiefgründig und Gedanken-anregend - das Buch hilft, den Mythos Bergner besser zu begreifen, ohne die Faszination zu vermindern.
....eine in jedem Sinne empfehlenswerte Lektüre über eine unvergessene Schauspielerin.





