Digitaler Film – digitales Kino
Kinostart:
25.11.2004
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Nullen und Einsen
Bis man sich als Zuschauer gemütlich in den Kinosessel drücken und sich dem Genuss eines Films hingeben kann, hat dieser bereits einen langen Weg hinter sich gebracht. Filme zu produzieren ist eine aufwendige Angelegenheit. Ob es mit digitalen Hilfsmitteln leichter, besser, schneller und auch billiger geht – darüber streiten sich die Geister. Die einen sind strenge Verfechter der traditionellen Arbeitsweise, andere versuchen sich in einer wohldosierten Kombination. So sind Storyboards, Kameras, Visual Effects, Sound Design und Schnitttechniken nur noch digitalgestützt denkbar. Auf der Distributionsseite hingegen dominiert nach wie vor die analoge Präsentation – allerdings mit digitalen Tonsignalen.
Stellt sich also die Frage, ab wann spricht man schon vom digitalen Film und wann noch vom digital bearbeiteten? Und was ist eigentlich digitales Kino? „Der Ausdruck digitales Kino bedeutet für jeden etwas anderes und wird daher häufig missverstanden. Für manche bedeutet der Ausdruck einfach die Vorführung von Bildern auf einer Kinoleinwand, wobei ein von digitalen Daten gesteuerter Projektor verwendet wird.“ Für andere bedeutet der Begriff alles zusammen: Angefangen beim Pre-Produktionsprozess, über die Erfassung von Bildern mit einer Kamera, dem Postproduktionsprozess bis hin zur Distribution und Kinoauswertung. Und naturgemäß gibt es noch viele weitere Definitionen mehr.
In Digitaler Film – digitales Kino melden sich Experten aus Praxis und Wissenschaft zu Wort, um – zum Teil auch durch persönlich gefärbte Einschätzungen – über genau diese Fragen zu diskutieren. Digitaler Film – digitales Kino ist in der Hochschulschriftenreihe kommunikation audiovisuell erschienen – einer Reihe der Hochschule für Fernsehen und Film in München, die seit ihrer Einführung 1981 darum bemüht ist, zwischen der Medienpraxis und der Medienwissenschaft zu vermitteln. Dementsprechend melden sich in diesem Werk Fotografen, Kameramänner, Regisseure, Entwicklungsingenieure, Elektrotechniker, Fachleute aus den Bereichen Filmabtastung, Videobearbeitung und digitalen Postproduktion sowie Experten aus der Industrie und Wissenschaft zu Wort. Sie beleuchten alle Aspekte der Filmproduktion, von der Herstellung bis zur Vorführung und Archivierung und geben „eine Bestandsaufnahme des digitalen Wandels und einen Ausblick auf die Zukunft des Kinos“.
Noch werden Filme konventionell gedreht, digitalisiert, nachbereitet und dann wieder auf Film ausbelichtet. Doch werden sich die Filmemacher in nächster Zukunft umorientieren? Wird es ein Umdenken in der Wahl des Equipments geben? Bisher war der klassische Film der elektronischen Kamera, spezielle in der Bildqualität und den künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten, weit voraus. Auch aus diesem Grund hat sich der Film als Medium für das Kino bewährt und erhalten. Doch die qualitativen Unterschiede werden immer kleiner. Wird sich die Technik die im Fernsehen bereits Gang und Gebe ist also auch im Kino durchsetzten? Wie groß und wie sichtbar sind eigentlich die Unterschiede zwischen dem sogenannten Film- und dem Elektronik-Look. Wie werden Filme in Zukunft gedreht werden? Welchen Einfluss haben die mittlerweile etablierten Home-Cinema Anlagen auf das Sehverhalten der Zuschauer? Ist womöglich ein interaktives Kino in Zukunft denkbar? Worin bestehen die Vor- und Nachteile einer digitalen Filmrestaurierung? Und was ist der Reiz eines digitalen Filmarchivs? Alles Fragen, auf die die Experten versuchen eine Antwort zu geben.
Besonders lesenswert, weil auch für Laien ohne umfassendes technisches Verständnis zu verstehen, ist das Interview mit dem Herausgeber Peter C. Slansky. Es gibt Ausblicke und Einblicke in die Welt der Filmhistoriker und vermittelt ein Gefühl, warum die Frage nach der Digitalisierung eine solche Bedeutung hat. Ansonsten ist Digitaler Film – digitales Kino ein Buch von Experten für Experten und fachlich interessierte Leser.
(Jasmin Haery)
Stellt sich also die Frage, ab wann spricht man schon vom digitalen Film und wann noch vom digital bearbeiteten? Und was ist eigentlich digitales Kino? „Der Ausdruck digitales Kino bedeutet für jeden etwas anderes und wird daher häufig missverstanden. Für manche bedeutet der Ausdruck einfach die Vorführung von Bildern auf einer Kinoleinwand, wobei ein von digitalen Daten gesteuerter Projektor verwendet wird.“ Für andere bedeutet der Begriff alles zusammen: Angefangen beim Pre-Produktionsprozess, über die Erfassung von Bildern mit einer Kamera, dem Postproduktionsprozess bis hin zur Distribution und Kinoauswertung. Und naturgemäß gibt es noch viele weitere Definitionen mehr.
In Digitaler Film – digitales Kino melden sich Experten aus Praxis und Wissenschaft zu Wort, um – zum Teil auch durch persönlich gefärbte Einschätzungen – über genau diese Fragen zu diskutieren. Digitaler Film – digitales Kino ist in der Hochschulschriftenreihe kommunikation audiovisuell erschienen – einer Reihe der Hochschule für Fernsehen und Film in München, die seit ihrer Einführung 1981 darum bemüht ist, zwischen der Medienpraxis und der Medienwissenschaft zu vermitteln. Dementsprechend melden sich in diesem Werk Fotografen, Kameramänner, Regisseure, Entwicklungsingenieure, Elektrotechniker, Fachleute aus den Bereichen Filmabtastung, Videobearbeitung und digitalen Postproduktion sowie Experten aus der Industrie und Wissenschaft zu Wort. Sie beleuchten alle Aspekte der Filmproduktion, von der Herstellung bis zur Vorführung und Archivierung und geben „eine Bestandsaufnahme des digitalen Wandels und einen Ausblick auf die Zukunft des Kinos“.
Noch werden Filme konventionell gedreht, digitalisiert, nachbereitet und dann wieder auf Film ausbelichtet. Doch werden sich die Filmemacher in nächster Zukunft umorientieren? Wird es ein Umdenken in der Wahl des Equipments geben? Bisher war der klassische Film der elektronischen Kamera, spezielle in der Bildqualität und den künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten, weit voraus. Auch aus diesem Grund hat sich der Film als Medium für das Kino bewährt und erhalten. Doch die qualitativen Unterschiede werden immer kleiner. Wird sich die Technik die im Fernsehen bereits Gang und Gebe ist also auch im Kino durchsetzten? Wie groß und wie sichtbar sind eigentlich die Unterschiede zwischen dem sogenannten Film- und dem Elektronik-Look. Wie werden Filme in Zukunft gedreht werden? Welchen Einfluss haben die mittlerweile etablierten Home-Cinema Anlagen auf das Sehverhalten der Zuschauer? Ist womöglich ein interaktives Kino in Zukunft denkbar? Worin bestehen die Vor- und Nachteile einer digitalen Filmrestaurierung? Und was ist der Reiz eines digitalen Filmarchivs? Alles Fragen, auf die die Experten versuchen eine Antwort zu geben.
Besonders lesenswert, weil auch für Laien ohne umfassendes technisches Verständnis zu verstehen, ist das Interview mit dem Herausgeber Peter C. Slansky. Es gibt Ausblicke und Einblicke in die Welt der Filmhistoriker und vermittelt ein Gefühl, warum die Frage nach der Digitalisierung eine solche Bedeutung hat. Ansonsten ist Digitaler Film – digitales Kino ein Buch von Experten für Experten und fachlich interessierte Leser.
(Jasmin Haery)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Digitaler Film – digitales Kino
Autor:
Peter C. Slansky (Hg.)
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
400
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft mbH
ISBN:
3-89669-431-6
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