Die Zukunftsangst der Deutschen
Kinostart:
27.03.2008
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Feuchtgebiete
Seine Filmtitel waren besser: Jagdszenen aus Niederbayern, Das Unheil oder Mein Freund, der Mörder. Hinter dem Buchtitel Die Zukunftsangst der Deutschen vermutet man eher eine sozialpsychologische Studie als einen Roman. Doch es ist einer, der erste von Regisseur Peter Fleischmann. Und darin ist der Titel der Titel eines weiteren Buches. "'Die Zukunftsangst der Deutschen'", heißt es im Roman, "war für mich das Werk einer verwandten Seele, nicht zuletzt, da es mir half, eine Antwort auf die Frage zu finden, die viele meiner Generation seit Jahren beschäftigte: Wieso hatte der Faschismus uns so flächendeckend befallen können wie Viren einen kranken Organismus (...)?"
Michel Houellebecq lässt grüßen, als der Ich-Erzähler sich mit seiner promiskuitiven Freundin nach Südfrankreich aufmacht, um dort den Autor Helmut Spangenberg auf einer Nudisteninsel zu treffen. "Ich erzählte Helmut von meinen experimentellen Hörspielen: 'Gedichte', 'Geschichte', 'Gerichte', 'Gesichte', die bei der vierten Folge ins Stocken gekommen waren, und ich erzählte ihm vom Unternehmen Dachau", einem Dokumentarfilm wie Grüße aus Dachau etwa, "vom Einspringen für meinen kranken Freund Theo, für den ich die Regie übernehmen sollte - es wäre mein erster Film gewesen - und wie ich das Projekt in den Sand gesetzt hatte". Der Erzähler wird von Spangenberg einer ausgereiften Buchidee beraubt und erdenkt sich einen Roman über einen Nazi-Schatz in der Steiermark (vgl. Der Schatz im Toplitzsee). Eine Kritik dieses Romans im Roman lautet: "'... Naziverbrechen und mangelnde Sühne, Dachau und Auschwitzprozesse, alles wird in eine mäßig spannende Krimihandlung hineingepackt und zweimal umgerührt; wobei wir noch von Glück sagen können, dass der Autor diese heiklen Themen nicht in einem erotischen Roman verwurstet hat ...'".
Und genau das hat Peter Fleischmann getan. Denn neben den Radiohörspielen, der Dachau-Doku, dem Buch von Spangenberg und dem Krimi um den Nazi-Schatz geht es in Die Zukunftsangst der Deutschen um Sex in jeder Lage und zu jeder Zeit: "Sie bestiegen sie, spießten sie auf und pflügten sie durch. Sie bürsteten, hobelten, plätteten, stopften, hackten und nagelten sie. Sie wurde besprungen, beschält und perforiert ..."
(Stefan Otto)
Michel Houellebecq lässt grüßen, als der Ich-Erzähler sich mit seiner promiskuitiven Freundin nach Südfrankreich aufmacht, um dort den Autor Helmut Spangenberg auf einer Nudisteninsel zu treffen. "Ich erzählte Helmut von meinen experimentellen Hörspielen: 'Gedichte', 'Geschichte', 'Gerichte', 'Gesichte', die bei der vierten Folge ins Stocken gekommen waren, und ich erzählte ihm vom Unternehmen Dachau", einem Dokumentarfilm wie Grüße aus Dachau etwa, "vom Einspringen für meinen kranken Freund Theo, für den ich die Regie übernehmen sollte - es wäre mein erster Film gewesen - und wie ich das Projekt in den Sand gesetzt hatte". Der Erzähler wird von Spangenberg einer ausgereiften Buchidee beraubt und erdenkt sich einen Roman über einen Nazi-Schatz in der Steiermark (vgl. Der Schatz im Toplitzsee). Eine Kritik dieses Romans im Roman lautet: "'... Naziverbrechen und mangelnde Sühne, Dachau und Auschwitzprozesse, alles wird in eine mäßig spannende Krimihandlung hineingepackt und zweimal umgerührt; wobei wir noch von Glück sagen können, dass der Autor diese heiklen Themen nicht in einem erotischen Roman verwurstet hat ...'".
Und genau das hat Peter Fleischmann getan. Denn neben den Radiohörspielen, der Dachau-Doku, dem Buch von Spangenberg und dem Krimi um den Nazi-Schatz geht es in Die Zukunftsangst der Deutschen um Sex in jeder Lage und zu jeder Zeit: "Sie bestiegen sie, spießten sie auf und pflügten sie durch. Sie bürsteten, hobelten, plätteten, stopften, hackten und nagelten sie. Sie wurde besprungen, beschält und perforiert ..."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Die Zukunftsangst der Deutschen
Autor:
Peter Fleischmann
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2007
Seiten:
270
Verlag:
Fahrenheit
ISBN:
978-3-940813-01-5
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