Die rechte und die linke Hand der Parodie - Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme
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Zwei wie Pech und Schwefel
"Man finde zwei Darsteller, die auf der Leinwand auf 'magische' Art und Weise miteinander interagieren, die ihren Text, ihre Mimik und Gestik so aufeinander abstimmen, dass es unweigerlich 'Klick' macht, dass es anrührt, bezaubert, den Zuschauer überwältigt" - auf diese so simple, doch schwierig umzusetzende Formel bringt Christian Heger das Funktionsprinzip der erfolgreichen Buddy-Filme mit Bud Spencer und Terence Hill.
Sie heißen Lo chiamavano Trinità / Die rechte und die linke Hand des Teufels, I due superpiedi quasi piatti / Zwei außer Rand und Band oder Io sto con gli ippopotami / Das Krokodil und sein Nilpferd und Heger zeigt wunderbar ausführlich und außerordentlich gut nachvollziehbar wie die zwei bärenstarken Typen Hill und Spencer in der Tradition von Stan Laurel und Oliver Hardy und von Arlecchino und Brighella aus der Commedia dell'arte stehen.
Heger, der an der Universität Mainz seine Magisterarbeit über das Duo Spencer / Hill schrieb und sie für Die rechte und die linke Hand der Parodie - Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme sowohl überarbeitete als auch erweiterte, stellt ebenso überzeugend dar, wie die Erfolgsgeschichte der gewaltbereiten Buddies im Dunstkreis der italienischen Sandalenfilme und des Italo-Western begann und dessen Hang zu immer weiter ausufernden Brutalitäten in ihren Prügelkomödien ab 1970 überwunden wurde.
Regisseur und Drehbuchautor Enzo Barboni, auch bekannt als E. B. Clucher, brachte mit Trinità (Hill) und Bambino (Spencer) zwei im Western neuartige Protagonisten auf die Leinwand, die das Genre revolutionierten und zugleich an einen möglichen Endpunkt führten. In parodistischem Affront kreisten Barbonis Filme (Lo chiamavano Trinità, Continuavano a chiamarlo Trinità / Vier Fäuste für ein Halleluja) um ein ungleiches Brüderpaar, das statt tödlichen Shootouts lieber flotten Sprüchen und cartoonartigen Schlägereien frönte. Aufmerksam widmet sich Heger auch den Soloprojekten von Hill und Spencer, in denen das von Barboni entwickelte Erfolgsrezept später in unterschiedlichsten Genres variiert wurde.
In Abgrenzung zu bloßen Fan- und Fun-Infos (à la Bud Spencer von Dirk Manthey) liefert Christian Heger eine Einordnung des Phänomens Spencer / Hill in den kulturhistorischen Kontext und damit eine willkommene filmwissenschaftliche Ehrenrettung des Duos mit vier Fäusten.
(Stefan Otto)
Sie heißen Lo chiamavano Trinità / Die rechte und die linke Hand des Teufels, I due superpiedi quasi piatti / Zwei außer Rand und Band oder Io sto con gli ippopotami / Das Krokodil und sein Nilpferd und Heger zeigt wunderbar ausführlich und außerordentlich gut nachvollziehbar wie die zwei bärenstarken Typen Hill und Spencer in der Tradition von Stan Laurel und Oliver Hardy und von Arlecchino und Brighella aus der Commedia dell'arte stehen.
Heger, der an der Universität Mainz seine Magisterarbeit über das Duo Spencer / Hill schrieb und sie für Die rechte und die linke Hand der Parodie - Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme sowohl überarbeitete als auch erweiterte, stellt ebenso überzeugend dar, wie die Erfolgsgeschichte der gewaltbereiten Buddies im Dunstkreis der italienischen Sandalenfilme und des Italo-Western begann und dessen Hang zu immer weiter ausufernden Brutalitäten in ihren Prügelkomödien ab 1970 überwunden wurde.
Regisseur und Drehbuchautor Enzo Barboni, auch bekannt als E. B. Clucher, brachte mit Trinità (Hill) und Bambino (Spencer) zwei im Western neuartige Protagonisten auf die Leinwand, die das Genre revolutionierten und zugleich an einen möglichen Endpunkt führten. In parodistischem Affront kreisten Barbonis Filme (Lo chiamavano Trinità, Continuavano a chiamarlo Trinità / Vier Fäuste für ein Halleluja) um ein ungleiches Brüderpaar, das statt tödlichen Shootouts lieber flotten Sprüchen und cartoonartigen Schlägereien frönte. Aufmerksam widmet sich Heger auch den Soloprojekten von Hill und Spencer, in denen das von Barboni entwickelte Erfolgsrezept später in unterschiedlichsten Genres variiert wurde.
In Abgrenzung zu bloßen Fan- und Fun-Infos (à la Bud Spencer von Dirk Manthey) liefert Christian Heger eine Einordnung des Phänomens Spencer / Hill in den kulturhistorischen Kontext und damit eine willkommene filmwissenschaftliche Ehrenrettung des Duos mit vier Fäusten.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Die rechte und die linke Hand der Parodie - Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme
Autor:
Christian Heger
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
218
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
9783894726645
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