Englische Gärten
Dieses kleine, liebevoll gestaltete Buch zeichnet ein Garten-Panorama der Zeit und der Gegend Jane Austens (1775-1817). Mittels Auszügen aus ihren Romanen, Fotos sowie zeitgenössischen Radierungen und Skizzen führt es zu den Gärten, die sie besaß oder kannte, zu Gärten ihrer Verwandten und Freunde, zu den einschlägigen Schauplätzen ihrer Bücher, in öffentliche Parks, Landhausgärten, Stadtgärten und Gärten der Schlösser und Herrenhäuser der georgianischen Epoche. Von Bath über Hampshire, Kent, London und Northhamptonshire bis Warwickshire durch die Grafschaften Englands.
Man erfährt hier, dass viele der Pflanzen, die zu Jane Austens Zeit in den Gärten wuchsen, Wildblumen waren, die nach heutigen Maßstäben eher als Unkraut bezeichnet werden. Dass sich in den meisten Cottage-Gärten eine bunte Mischung aus Pflanzen der heimischen Flora fand, kombiniert mit Zuchtpflanzen, mit Obst und Gemüse. Dass die Bewohner der Häuser oder deren Gäste eine gewisse Privatsphäre nur im als "shrubbery" bezeichneten Gehölz- oder Strauchgarten fanden.
Den Briefen Jane Austens, die hier auch in Auszügen wiedergegeben werden, ist zu ersehen, dass die Romanautorin die Gärten der Familie bis ins Einzelne plante und sich bisweilen enthusiastisch über die Pflanzung von Obstgehölzen, Blumenbeeten und Bäumen ausließ. "Immer wieder kommt uns zu Ohren", schrieb sie einmal an ihre Schwester Cassandra, "dass die Leute uns um unser Haus beneiden & und dass der Garten als der schönste in der Stadt gilt."
In einem eigenen, leider recht kurzen und kaum bebilderten Kapitel stellt die Autorin Kim Wilson (Tea with Jane Austen) die Garten-Drehorte aus verschiedenen Jane-Austen-Verfilmungen vor, von Kinofilmen wie Ang Lees Sense and Sensibility und Douglas McGraths Emma bis zu BBC-Mehrteilern wie Pride and Prejudice (1995) und Mansfield Park (2007).
(Stefan Otto)
Man erfährt hier, dass viele der Pflanzen, die zu Jane Austens Zeit in den Gärten wuchsen, Wildblumen waren, die nach heutigen Maßstäben eher als Unkraut bezeichnet werden. Dass sich in den meisten Cottage-Gärten eine bunte Mischung aus Pflanzen der heimischen Flora fand, kombiniert mit Zuchtpflanzen, mit Obst und Gemüse. Dass die Bewohner der Häuser oder deren Gäste eine gewisse Privatsphäre nur im als "shrubbery" bezeichneten Gehölz- oder Strauchgarten fanden.
Den Briefen Jane Austens, die hier auch in Auszügen wiedergegeben werden, ist zu ersehen, dass die Romanautorin die Gärten der Familie bis ins Einzelne plante und sich bisweilen enthusiastisch über die Pflanzung von Obstgehölzen, Blumenbeeten und Bäumen ausließ. "Immer wieder kommt uns zu Ohren", schrieb sie einmal an ihre Schwester Cassandra, "dass die Leute uns um unser Haus beneiden & und dass der Garten als der schönste in der Stadt gilt."
In einem eigenen, leider recht kurzen und kaum bebilderten Kapitel stellt die Autorin Kim Wilson (Tea with Jane Austen) die Garten-Drehorte aus verschiedenen Jane-Austen-Verfilmungen vor, von Kinofilmen wie Ang Lees Sense and Sensibility und Douglas McGraths Emma bis zu BBC-Mehrteilern wie Pride and Prejudice (1995) und Mansfield Park (2007).
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Die Gärten der Jane Austen
Autor:
Kim Wilson
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
114
Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN:
978-3-421-03767-1
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