Die Filme von Hayao Miyazaki
Kinostart:
15.08.2006
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Die fabelhafte Welt der Animes Miyazakis
Grün und Blau. Verlaufende Pastellfarben, drei Namen, der Verlag, die Autorin, der Titel, sonst nichts. Ich weiß nicht, ob der Schüren Verlag gut beraten war, dieses Buch mit einem so schlichten, nichtssagenden Cover auszustatten, ohne Bild auf der Vorderseite und mit zwei Namen, die hierzulande unbekannt bis kaum bekannt sind. Julia Nieder, so der Name der Autorin, kann noch nicht bekannt sein, der grün-blaue Band ist ihr erstes Buch. Hayao Miyazaki, der Name im Titel, ist auch nicht gerade ein household name. Dabei könnte er es fast sein. 2005 erhielt Miyazaki in Venedig den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk, 2002 wurde sein Film Chihiros Reise ins Zauberland auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, 2003 mit dem Oscar als bester Animationsfilm. Also, wenn Chihiro das Titelbild zierte, die Prinzessin Mononoke, das wandelnde Schloss oder das Schloss im Himmel, dann wüssten auch die potentiellen Leser, die Miyazakis Namen nie gehört oder schon wieder vergessen haben, um welche sehenswerten Filme es in diesem lesenswerten Buch geht.
Schließlich besteht Grund genug, sich mit dem Werk des 1941 geborenen japanischen Animationsmeisters zu beschäftigen, der sein Publikum stets in komplexe Phantasiewelten führt, in denen er Versatzstücke und Zitate östlicher und westlicher Mythen, Märchen und Legenden zu einem ganz eigenen Kosmos verknüpft. Der besonderen Wert auf psychologischen Realismus und die Vermeidung stereotyper Plotverläufe und Figurenkonstellationen legt. Dessen Filme stets reich, vielschichtig und offen für unterschiedliche Interpretationen sind.
Die Autorin liefert eine umsichtige und kluge Darstellung von Miyazakis Filmen. Sie beginnt mit einem Überblick über die Geschichte und die Besonderheiten des japanischen Zeichentrickfilms, die japanische Animationsfilmindustrie, die Erzähl- und die Zeichenkunst. Anschließend setzt sie sich mit Miyazakis Biografie und Werk auseinander und behandelt detailliert und sehr gut nachvollziehbar Film für Film, neun insgesamt, vom Debüt Das Schloss des Cagliostro (1979) bis zum aktuellen Das wandelnde Schloss (2004). Insgesamt liefert sie eine gewissenhaft erarbeitete und sehr gut lesbare Studie, eine hervorragende und empfehlenswerte Einführung in das Werk Miyazakis wie in Anime überhaupt.
(Stefan Otto)
Schließlich besteht Grund genug, sich mit dem Werk des 1941 geborenen japanischen Animationsmeisters zu beschäftigen, der sein Publikum stets in komplexe Phantasiewelten führt, in denen er Versatzstücke und Zitate östlicher und westlicher Mythen, Märchen und Legenden zu einem ganz eigenen Kosmos verknüpft. Der besonderen Wert auf psychologischen Realismus und die Vermeidung stereotyper Plotverläufe und Figurenkonstellationen legt. Dessen Filme stets reich, vielschichtig und offen für unterschiedliche Interpretationen sind.
Die Autorin liefert eine umsichtige und kluge Darstellung von Miyazakis Filmen. Sie beginnt mit einem Überblick über die Geschichte und die Besonderheiten des japanischen Zeichentrickfilms, die japanische Animationsfilmindustrie, die Erzähl- und die Zeichenkunst. Anschließend setzt sie sich mit Miyazakis Biografie und Werk auseinander und behandelt detailliert und sehr gut nachvollziehbar Film für Film, neun insgesamt, vom Debüt Das Schloss des Cagliostro (1979) bis zum aktuellen Das wandelnde Schloss (2004). Insgesamt liefert sie eine gewissenhaft erarbeitete und sehr gut lesbare Studie, eine hervorragende und empfehlenswerte Einführung in das Werk Miyazakis wie in Anime überhaupt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Die Filme von Hayao Miyazaki
Autor:
Julia Nieder
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
128
Verlag:
Schüren
ISBN:
3-89472-447-1
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