Kinoräume und Kinoträume
Wenn Weihnachten und das neue Kinojahr nahen, fragt sich so mancher Cineast, was wohl das ideale Geschenk für andere Leidensgenossen und Filmverrückte wäre. Für all jenen, die dieses Jahr mal keine DVDs in Special Editions und andere Sonderausführungen verschenken wollen, haben wir einen (gar nicht mal so kleinen) Tipp, der die Freude über das Kino zur ganzjährigen Freude macht – und zwar unabhängig vom Programm. Des Rätsels Lösung ist der opulente Wandkalender Deutsche Filmtheater 2010 der Fotografin Sylvia Ballhause, der in der Edition Panorama erschienen ist.
In 12 Monatsbildern sowie einem Titelblatt hat die Fotografin die Pracht und die unterschiedlichen Stile deutscher Filmtheater festgehalten und bietet in ihren Weitwinkelaufnahmen ungewohnte Ausblicke auf die Leinwände zwischen Berlin und München, Kandern und Heppenheim, Essen, Kassel, Memmingen, Ochsenfurt und Bonn. Hell erleuchtet und menschenleer wirken die Räume ungewohnt, gleichen oft eher prächtigen Theatern oder Ballsälen als schlichten Abspielstätten für Filmkunst oder Hollywoodkino. In den Bildern spürt man so etwas wie den Geist des Kinos selbst, seine Vergangenheit und seine Wurzeln in Jahrmarkt und Theater; Schaubühne und anderen Architekturen, die vor allem auf die Repräsentation abzielen.
Vor einigen Jahren bereits hatte Sylvia Ballhause mit ihrer Serie über besonders reizvolle Kinoarchitekturen begonnen. Nun erscheint nach längerer Pause wieder ein Kalender von ihr mit neuen Bildern. Angesichts des Wandels innerhalb der Branche, in der so manches alte Filmtheater für immer seine Pforten schließen musste, in der moderne und häufig recht unpersönlich wirkende Säle die alten Prachtbauten ablösten, wirken die Bilder beinahe schon wie eine archäologische Arbeit, die die schlummernden Filmtheater-Schönheiten dem Schlaf des Vergessens entreißt und verdeutlicht: "Es gibt uns noch!"
Für Kinofans und Filmverrückte ist dies die vielleicht schönste Art und Weise, daran erinnert zu werden, dass es echtes Kino nicht zuhause in den eigenen vier Wänden gibt, sondern in den hier vorgestellten Kinoräumen, die zugleich eine Einladung sind, vom Kino zu träumen.
(Joachim Kurz)
In 12 Monatsbildern sowie einem Titelblatt hat die Fotografin die Pracht und die unterschiedlichen Stile deutscher Filmtheater festgehalten und bietet in ihren Weitwinkelaufnahmen ungewohnte Ausblicke auf die Leinwände zwischen Berlin und München, Kandern und Heppenheim, Essen, Kassel, Memmingen, Ochsenfurt und Bonn. Hell erleuchtet und menschenleer wirken die Räume ungewohnt, gleichen oft eher prächtigen Theatern oder Ballsälen als schlichten Abspielstätten für Filmkunst oder Hollywoodkino. In den Bildern spürt man so etwas wie den Geist des Kinos selbst, seine Vergangenheit und seine Wurzeln in Jahrmarkt und Theater; Schaubühne und anderen Architekturen, die vor allem auf die Repräsentation abzielen.
Vor einigen Jahren bereits hatte Sylvia Ballhause mit ihrer Serie über besonders reizvolle Kinoarchitekturen begonnen. Nun erscheint nach längerer Pause wieder ein Kalender von ihr mit neuen Bildern. Angesichts des Wandels innerhalb der Branche, in der so manches alte Filmtheater für immer seine Pforten schließen musste, in der moderne und häufig recht unpersönlich wirkende Säle die alten Prachtbauten ablösten, wirken die Bilder beinahe schon wie eine archäologische Arbeit, die die schlummernden Filmtheater-Schönheiten dem Schlaf des Vergessens entreißt und verdeutlicht: "Es gibt uns noch!"
Für Kinofans und Filmverrückte ist dies die vielleicht schönste Art und Weise, daran erinnert zu werden, dass es echtes Kino nicht zuhause in den eigenen vier Wänden gibt, sondern in den hier vorgestellten Kinoräumen, die zugleich eine Einladung sind, vom Kino zu träumen.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Deutsche Filmtheater 2010
Autor:
Sylvia Ballhause
Erscheinungsdatum:
2009
Verlag:
Edition Panorama
ISBN:
978-3-8320-1442-1
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