Der Untergang. Das Filmbuch
Kinostart:
21.09.2004
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Der verfilmte Hitler
Es sind eigentlich zwei Bücher, die der Herausgeber Michael Töteberg da zu einem zusammengefügt hat. Der Untergang - Das Filmbuch zerfällt gewissermaßen in zwei Hälften, die sich nicht im Titel und Thema, aber schon im Papier und im Layout unterscheiden. Die erste Hälfte des Buches nimmt Joachim Fests "historische Skizze" Der Untergang ein, die zweite Bernd Eichingers Drehbuch zu seiner gleichnamigen Produktion. Töteberg tat gut daran, die Hälften derart zu trennen und beispielsweise nicht Fests Essay mit Fotos aus Oliver Hirschbiegels Film zu bebildern. Fests viel gelobte und auch als selbständige Veröffentlichung erfolgreiche Studie war die Vorlage für Eichingers Drehbuch, das außerdem viel den Erinnerungen von Hitlers Privatsekretärin Traudl Junge verdankt, ihren Aufzeichnungen Bis zur letzten Stunde und André Hellers Dokumentation Im toten Winkel.
Fest und Eichinger haben erkannt, dass sich in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs - von der Schlacht um Berlin bis zum Selbstmord Hitlers im Bunker - die Geschehnisse noch einmal verdichten und steigern. Claus Schenk von Stauffenberg, der Attentäter des 20. Juli, soll gesagt haben: "Hitler im Bunker - das ist der wahre Hitler!" Joachim Fest gibt ihm Recht, wenn er schreibt: "Tatsächlich verrät die Verbindung von Kälte, weltfernem Vernichtungswillen und opernhaftem Pathos, die Hitlers Entscheidungen der letzten Zeit bestimmen, viel von seinen auffälligsten Wesenszügen, und genauer als aus dem Verhalten dieser Wochen, in denen er sich mehr denn je von der Welt wegsperrte, kann man dem, was ihn sein Leben lang trieb, kaum auf den Grund kommen."
Gewissermaßen als Bonusmaterial enthält Der Untergang - Das Filmbuch einen sehr lesenswerten Essay von Töteberg über G. W. Pabsts Der letzte Akt (1955), De Concinis Hitler: The Last Ten Days (1973) und weitere Filme über die letzten Tage Hitlers. Dazu beinhaltet der Band einen Bericht von Christiane Peitz über die Dreharbeiten von Der Untergang in St. Petersburg und Kurzbiografien der Hauptdarsteller, von Joachim Fest, Bernd Eichinger und Regisseur Oliver Hirschbiegel.
Fest und Eichinger haben erkannt, dass sich in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs - von der Schlacht um Berlin bis zum Selbstmord Hitlers im Bunker - die Geschehnisse noch einmal verdichten und steigern. Claus Schenk von Stauffenberg, der Attentäter des 20. Juli, soll gesagt haben: "Hitler im Bunker - das ist der wahre Hitler!" Joachim Fest gibt ihm Recht, wenn er schreibt: "Tatsächlich verrät die Verbindung von Kälte, weltfernem Vernichtungswillen und opernhaftem Pathos, die Hitlers Entscheidungen der letzten Zeit bestimmen, viel von seinen auffälligsten Wesenszügen, und genauer als aus dem Verhalten dieser Wochen, in denen er sich mehr denn je von der Welt wegsperrte, kann man dem, was ihn sein Leben lang trieb, kaum auf den Grund kommen."
Gewissermaßen als Bonusmaterial enthält Der Untergang - Das Filmbuch einen sehr lesenswerten Essay von Töteberg über G. W. Pabsts Der letzte Akt (1955), De Concinis Hitler: The Last Ten Days (1973) und weitere Filme über die letzten Tage Hitlers. Dazu beinhaltet der Band einen Bericht von Christiane Peitz über die Dreharbeiten von Der Untergang in St. Petersburg und Kurzbiografien der Hauptdarsteller, von Joachim Fest, Bernd Eichinger und Regisseur Oliver Hirschbiegel.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der Untergang. Das Filmbuch
Erscheinungsort:
Reinbek bei Hamburg
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
464
Verlag:
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN:
3-499-61923-7
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