Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet
Kinostart:
02.07.2004
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Thomas de Quinceys Theorie des Totschlags
In zahlreichen Filmen ist es immer wieder zu beobachten, dass Mord und Totschlag nicht nur als etwas Grauenerregendes betrachtet, sondern dass der grausigen Tat neben allen Schauwerten oftmals unterschwellig eine Art geheime Ästhetik zugrunde liegt. Von den zahlreichen filmischen Darstellungen des Bestrebens nach einem perfekten Mord bis zur Glorifizierung des Serienkillers im Mainstream-Hollywood-Kino ist die Ästhetisierung des Grauens fernab jeglicher moralischen Kategorien längst fester Bestandteil des Thriller-Genres. Fast hat es den Anschein, als seien im Film der Modus Operandi, das „Arrangement“ der Leichen und die „Signatur“ des Mörders wichtiger geworden als die Aufklärung des Falls und damit die Wiederherstellung der Ordnung.
Wer dies allerdings für eine typische Dekadenzerscheinung unserer modernen Welt hält, sieht sich getäuscht, denn bereits im 19. Jahrhundert, genauer im Jahre 1827 erschien ein kleines Essay des Schriftstellers Thomas de Quincey (1785 – 1859) mit dem Titel Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet, der vielen als erste grundlegende Theorie des Kapitalverbrechens gilt und als eine Art ästhetisches Programm des Kriminalromans und des Thrillers. Hierin betrachtet de Quincey den Mord als Kunst mit ganz eigenen Regeln, als ein Kunstwerk, das ganz eigenen ästhetischen Kategorien folgt, die es auszugestalten gilt: „Man beginnt allmählich einzusehen, dass zur künstlerischen Vollendung einer Mordtat doch etwas mehr gehört als ein Messer, eine Börse, eine dunkle Gasse und zwei Schafsköpfe, von denen der eine dem anderen den Hals durchschneidet. ... Scharfsinnige Berechnung, meine Herren, feinsinnige Verteilung von Licht und Schatten, kurzum ein hoch entwickeltes, künstlerisches Empfinden, das sind die unerlässlichen Voraussetzungen für eine solche Tat.“
Ein rabenschwarzer Spaß für alle Freunde des Makaberen.
Wer dies allerdings für eine typische Dekadenzerscheinung unserer modernen Welt hält, sieht sich getäuscht, denn bereits im 19. Jahrhundert, genauer im Jahre 1827 erschien ein kleines Essay des Schriftstellers Thomas de Quincey (1785 – 1859) mit dem Titel Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet, der vielen als erste grundlegende Theorie des Kapitalverbrechens gilt und als eine Art ästhetisches Programm des Kriminalromans und des Thrillers. Hierin betrachtet de Quincey den Mord als Kunst mit ganz eigenen Regeln, als ein Kunstwerk, das ganz eigenen ästhetischen Kategorien folgt, die es auszugestalten gilt: „Man beginnt allmählich einzusehen, dass zur künstlerischen Vollendung einer Mordtat doch etwas mehr gehört als ein Messer, eine Börse, eine dunkle Gasse und zwei Schafsköpfe, von denen der eine dem anderen den Hals durchschneidet. ... Scharfsinnige Berechnung, meine Herren, feinsinnige Verteilung von Licht und Schatten, kurzum ein hoch entwickeltes, künstlerisches Empfinden, das sind die unerlässlichen Voraussetzungen für eine solche Tat.“
Ein rabenschwarzer Spaß für alle Freunde des Makaberen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet
Autor:
Thomas de Quincey
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
160
Verlag:
Autorenhaus Verlag
ISBN:
3-932909-42-9
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