Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers
Kinostart:
17.05.2005
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Was Sie schon immer über Kameraarbeit wissen wollten, aber niemals zu fragen wagten
Lola rennt, Der Krieger und die Kaiserin, Heaven, Nackt, Good-Bye Lenin, Herr Lehmann, True, Absolute Giganten – ein Auszug aus einer Filmographie, die sich ein bisschen wie das Who is Who der erfolgreichen deutschen Filme der vergangenen Jahre liest. Wer sich jetzt verwundert am Kopf kratzt und fragt, ja hat denn der Tom Tykwer auch bei Herr Lehmann und Good-Bye Lenin Regie geführt, dem sei gesagt: „Nein, und er hat es auch bei Nackt oder Absolute Giganten nicht getan.“ Wo aber liegt dann die Gemeinsamkeit?
Bei allen genannten Filmen blickte stets ein und dasselbe Auge durch den Sucher der Kamera – das Auge von Frank Griebe. Frank Griebe gehört zur neuen Riege deutscher Kameramänner. Das Besondere an ihm: Obwohl Frank Griebe immer wieder auch mit anderen Regisseuren zusammen gearbeitet hat, bleibt sein Name stets eng verbunden mit dem von Tom Tykwer. Das geht sogar so weit, dass man sich mitunter fragen kann, „ob denn nun eher Tykwer in Griebe oder Griebe in Tykwer steckt…?“
„Alle seine [Tom Tykwer] Filme, von den experimentellen Anfängen bis hin zur internationalen Koproduktion Heaven, hat Tom Tykwer mit seinem Kameramann Frank Griebe realisiert“, heißt es in Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers. Der im Schüren Verlag erschienene Band ist eine Art Dokumentation der 4. Marburger Kameragespräche, die vom 15. bis 16. März 2002 im Rahmen der Verleihung des Marburger Kamerapreises an Frank Griebe stattfanden. Neben Analysen und Essays finden sich auf den 160 Seiten weitgehend Mitschriften der Podiumsdiskussionen und Fachgespräche mit Frank Griebe. Standaufnahmen illustrieren die eine oder andere Szene, um die es in den kameratechnischen Diskussionen geht. Und da Griebe so häufig selbst zu Wort kommt, erhält der Leser einen guten Eindruck von dessen Art zu Arbeiten. Diese beschreibt Tom Tykwer in seiner Laudatio wie folgt: „Frank Griebe guckt gerne. Und zwar nicht nur Filme. Auch ganz allgemein. Er guckt gern in der Gegend herum. Er blickt auf Landschaften, Gebäude, Innenräume, Oberflächen, Texturen, auf Farben und Formen, auf Lichter und Schattierungen. Auf die Welt eben. Er guckt Menschen zu. Er schaut was sie tun, und vor allem, wie sie dabei aussehen. Wie sie sich bewegen. Wie sie wirken.“
Alles in allem ist Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers ein regelrechtes Lehrbuch für Kameraleute geworden. Sehr leichtfüßig werden Kameratechniken beschrieben, ihre Vor- und Nachteile diskutiert und es wird zum Beispiel über die Vorzüge von Kamerafahrten und extremen Nahaufnahmen oder etwa der Methode der Draufsicht besprochen. Kurz: Es wird durchgängig gefachsimpelt. Nicht schulmeisterlich aber durchaus lehrreich. Und so ist den Herausgebern Gunnar Bolsinger, Michael Neubauer, Karl Prümm und Peter Riedel ein Buch für echte Filmliebhaber, ein Buch auch für Nicht-Kameramänner, geglückt.
(Jasmin Haery)
Bei allen genannten Filmen blickte stets ein und dasselbe Auge durch den Sucher der Kamera – das Auge von Frank Griebe. Frank Griebe gehört zur neuen Riege deutscher Kameramänner. Das Besondere an ihm: Obwohl Frank Griebe immer wieder auch mit anderen Regisseuren zusammen gearbeitet hat, bleibt sein Name stets eng verbunden mit dem von Tom Tykwer. Das geht sogar so weit, dass man sich mitunter fragen kann, „ob denn nun eher Tykwer in Griebe oder Griebe in Tykwer steckt…?“
„Alle seine [Tom Tykwer] Filme, von den experimentellen Anfängen bis hin zur internationalen Koproduktion Heaven, hat Tom Tykwer mit seinem Kameramann Frank Griebe realisiert“, heißt es in Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers. Der im Schüren Verlag erschienene Band ist eine Art Dokumentation der 4. Marburger Kameragespräche, die vom 15. bis 16. März 2002 im Rahmen der Verleihung des Marburger Kamerapreises an Frank Griebe stattfanden. Neben Analysen und Essays finden sich auf den 160 Seiten weitgehend Mitschriften der Podiumsdiskussionen und Fachgespräche mit Frank Griebe. Standaufnahmen illustrieren die eine oder andere Szene, um die es in den kameratechnischen Diskussionen geht. Und da Griebe so häufig selbst zu Wort kommt, erhält der Leser einen guten Eindruck von dessen Art zu Arbeiten. Diese beschreibt Tom Tykwer in seiner Laudatio wie folgt: „Frank Griebe guckt gerne. Und zwar nicht nur Filme. Auch ganz allgemein. Er guckt gern in der Gegend herum. Er blickt auf Landschaften, Gebäude, Innenräume, Oberflächen, Texturen, auf Farben und Formen, auf Lichter und Schattierungen. Auf die Welt eben. Er guckt Menschen zu. Er schaut was sie tun, und vor allem, wie sie dabei aussehen. Wie sie sich bewegen. Wie sie wirken.“
Alles in allem ist Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers ein regelrechtes Lehrbuch für Kameraleute geworden. Sehr leichtfüßig werden Kameratechniken beschrieben, ihre Vor- und Nachteile diskutiert und es wird zum Beispiel über die Vorzüge von Kamerafahrten und extremen Nahaufnahmen oder etwa der Methode der Draufsicht besprochen. Kurz: Es wird durchgängig gefachsimpelt. Nicht schulmeisterlich aber durchaus lehrreich. Und so ist den Herausgebern Gunnar Bolsinger, Michael Neubauer, Karl Prümm und Peter Riedel ein Buch für echte Filmliebhaber, ein Buch auch für Nicht-Kameramänner, geglückt.
(Jasmin Haery)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der Kameramann Frank Griebe – Das Auge Tom Tykwers
Autor:
Bolsinger , Prümm , Neubauer , Riedel (Hg.)
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
160
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
3-89472-388-2
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