Mit Melina gegen Papadopoulos
Als am 20. April 1967 der griechische General Stilianos Pattakos die Offiziere seiner Panzerschule zusammenrief, war längst alles genau geplant. Pattakos machte die versammelten Militärs mit dem Putschplan der Obristen vertraut. Listen wurden verteilt, auf denen die Namen jener Oppositionellen standen, die es sofort festzunehmen galt. Die meisten Linken wurden noch in derselben Nacht verhaftet. Anderntags erklärte Georgios Papadopoulos, der Anführer der putschenden Offiziere, dass das Militär die Macht in Griechenland übernommen habe. Der Autor Vassilis Vassilikos, der Regisseur Constantin Costa-Gavras (der 1969 Vassilikos' Roman Z verfilmte), der Komponist Mikis Theodorakis und die Schauspielerin und Sängerin Melina Mercouri wurden zu Ikonen des Widerstands gegen diese Militärjunta, die 1974 endete.
José-Louis Bocquet (Text) und Andreas Gefe (Zeichnungen) erzählen in ihrem Comic Der Gesang der Generäle die Geschichte des griechischen Filmemachers Vassili, der während eines Frankreichaufenthalts vom Putsch in Griechenland überrascht wird und fortan als Exilant in Paris zu leben gezwungen ist. Dort begegnet er der bekannten Sängerin Melina, mit der er einen Film über den griechischen Widerstand gegen das Regime der Obristen zu drehen beabsichtigt. Das Filmprojekt, das unter dem Arbeitstitel "Helikopter" läuft, soll die Geschichte der Griechin Lena erzählen, die in Athen verhaftet und gefoltert wird, während ihr Mann im Exil lebt. Ein Journalist findet heraus, dass es wirklich eine Lena im Leben des Filmers gibt.
Für das historisch-politische Szenario des Franzosen Bocquet fand der Schweizer Gefe Bilder in Rot-Braun- und Blau-Grau-Tönen, die die Leere, die Verlorenheit und die Einsamkeit des Lebens im Exil betonen. "Du willst wissen, was das bedeutet, das Exil?" fragt Vassili einmal den jungen Journalisten. "Es ist ein inneres Niemandsland."
(Stefan Otto)
José-Louis Bocquet (Text) und Andreas Gefe (Zeichnungen) erzählen in ihrem Comic Der Gesang der Generäle die Geschichte des griechischen Filmemachers Vassili, der während eines Frankreichaufenthalts vom Putsch in Griechenland überrascht wird und fortan als Exilant in Paris zu leben gezwungen ist. Dort begegnet er der bekannten Sängerin Melina, mit der er einen Film über den griechischen Widerstand gegen das Regime der Obristen zu drehen beabsichtigt. Das Filmprojekt, das unter dem Arbeitstitel "Helikopter" läuft, soll die Geschichte der Griechin Lena erzählen, die in Athen verhaftet und gefoltert wird, während ihr Mann im Exil lebt. Ein Journalist findet heraus, dass es wirklich eine Lena im Leben des Filmers gibt.
Für das historisch-politische Szenario des Franzosen Bocquet fand der Schweizer Gefe Bilder in Rot-Braun- und Blau-Grau-Tönen, die die Leere, die Verlorenheit und die Einsamkeit des Lebens im Exil betonen. "Du willst wissen, was das bedeutet, das Exil?" fragt Vassili einmal den jungen Journalisten. "Es ist ein inneres Niemandsland."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der Gesang der Generäle
Autor:
Andreas Gefe, José-Louis Bocquet
Erscheinungsort:
Zürich
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
64
Verlag:
Edition Moderne
ISBN:
3-03731-001-4
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