Das Leben ist eine Achterbahn
Kinostart:
06.11.2006
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"Ich kann mich in jeden verqueren, perversen Schwachkopf hineinversetzen"
Wir erinnern uns: In Die Vorstadtkrokodile war er Egon Steffenhagen, der Wortführer der Einbrecher, die ihr Lager in der alten Ziegelei hatten. Egon fuhr Moped und legte sich mit dem Besitzer des örtlichen Minigolfplatzes (gespielt von seinem Vater) an. Egon verhöhnte Rollstuhlfahrer Kurt als "tapferes Schneiderlein" und kippte ihn samt Gefährt auf den Bürgersteig. Egon bekam einen Pfeil ins Bein gejagt, als er das Diebesgut wegschaffen wollte.
Martin Semmelrogge spielte schon als Teenager in Der Kommissar und wurde bald darauf mit Die Powenzbande deutschlandweit bekannt. In Tadellöser & Wolff war er Robert Kempowski, in Das Boot Oberleutnant Schmitz, in Schindler's List Willi Riesenhuber und Schlucke in Bang Boom Bang. In unzähligen Episoden von Krimi- und anderen Fernsehserien war er in Nebenrollen, die er oft herausragend gestaltete, ein frecher, hämisch grinsender, gewaltbereiter Fiesling.
Mit Das Leben ist eine Achterbahn legt er nun seine Autobiografie vor, "erlebt und erzählt von Martin Semmelrogge und aufgeschrieben von Sonja Semmelrogge", seiner Frau. Gemeinsam ziehen sie eine (selbst)kritische Bilanz seines mittlerweile fünfzig Jahre währenden Lebens und schildern das private Auf und Ab, die Titel gebende Achterbahn. Mit Humor, Selbstironie und etlichen Anekdoten geht es um Martins Freundinnen und Frauen, um Autos und Motorräder, um Drogendelikte und Gefängnisaufenthalte. Über seine Fernseh-, Film- und Bühnenrollen erfährt der Leser leider weniger. Sein Vater (Willy Semmelrogge, Tatort-Kommissar Kreutzer) kommt wenig vor, seine Mutter, ebenfalls Schauspielerin, noch weniger. Dafür wird der Versuch unternommen, mehr als eine Lebensgeschichte zu schreiben, nämlich eine Zeitgeschichte. Dabei geraten die Abschnitte, in denen es nicht um Martin Semmelrogge geht, doch nur langweilig und platt.
(Stefan Otto)
Martin Semmelrogge spielte schon als Teenager in Der Kommissar und wurde bald darauf mit Die Powenzbande deutschlandweit bekannt. In Tadellöser & Wolff war er Robert Kempowski, in Das Boot Oberleutnant Schmitz, in Schindler's List Willi Riesenhuber und Schlucke in Bang Boom Bang. In unzähligen Episoden von Krimi- und anderen Fernsehserien war er in Nebenrollen, die er oft herausragend gestaltete, ein frecher, hämisch grinsender, gewaltbereiter Fiesling.
Mit Das Leben ist eine Achterbahn legt er nun seine Autobiografie vor, "erlebt und erzählt von Martin Semmelrogge und aufgeschrieben von Sonja Semmelrogge", seiner Frau. Gemeinsam ziehen sie eine (selbst)kritische Bilanz seines mittlerweile fünfzig Jahre währenden Lebens und schildern das private Auf und Ab, die Titel gebende Achterbahn. Mit Humor, Selbstironie und etlichen Anekdoten geht es um Martins Freundinnen und Frauen, um Autos und Motorräder, um Drogendelikte und Gefängnisaufenthalte. Über seine Fernseh-, Film- und Bühnenrollen erfährt der Leser leider weniger. Sein Vater (Willy Semmelrogge, Tatort-Kommissar Kreutzer) kommt wenig vor, seine Mutter, ebenfalls Schauspielerin, noch weniger. Dafür wird der Versuch unternommen, mehr als eine Lebensgeschichte zu schreiben, nämlich eine Zeitgeschichte. Dabei geraten die Abschnitte, in denen es nicht um Martin Semmelrogge geht, doch nur langweilig und platt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Leben ist eine Achterbahn
Autor:
Martin Semmelrogge
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
243
Verlag:
Langen Müller Verlag
ISBN:
3-7844-3059-7
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