Das große James-Bond-Lexikon
Kinostart:
11.05.2005
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Bond in Alphabet City
"Dieses Buch soll zu allen Fragen des literarischen und filmischen James Bond ein verlässliches Nachschlagewerk sein, das in prägnanter, aber auch amüsanter Form Informationen liefert." Nach Steven Jay Rubins erstmals 1990 erschienener Complete James Bond Movie Encyclopedia ist Siegfried Tesches Großes James-Bond-Lexikon mindestens der zweite Versuch, die schillernde Welt von 007 von A (wie A View To A Kill) bis Z (wie Z. Z. & De Maskers) zu erfassen. "Sämtliche Unterlagen", beschreibt Tesche im Vorwort sein Vorgehen, "meines umfangreichen Archivs habe ich gesichtet, jeden Roman - bislang immerhin 32: zwölf von Fleming, 14 von Gardner, sechs von Benson - und jede der 14 Kurzgeschichten gelesen, alle Filme, Making-ofs und Dokumentationen nochmals gesehen, alle alten und neuen Bücher durchgearbeitet, die seit den fünfziger Jahren erschienen sind, und alle meine Interviews nochmal gehört, die ich seit Anfang der achtziger Jahre geführt habe."
Das Resultat ist eine zumindest relativ große Bond-Enzyklopädie. Während Tesche die Filme und die Bond-Darsteller erstaunlich kurz abhandelt, findet der Leser Wissenswertes über die Romane und Kurzgeschichten, über die Synchronsprecher, über die Agenten 001 bis 0012 und allerhand überraschende Einträge. Wer hätte gedacht, in einem Bond-Lexikon auf Ernie und Bert, Handballtrainer Heiner Brand, Daniel Brühl, Leander Haußmann, Udo Lindenberg oder Ildikó von Kürthy zu treffen? Tesche erwähnt auch, was schief ging: Schauspieler, die beinahe in Bond-Filmen mitgespielt hätten, oder das österreichische Model Kim Andrea, deren Szenen für The Living Daylights komplett den Schneideraum nicht überstanden. Gert Fröbe hat einen eigenen Eintrag, die von ihm so klassisch gestaltete Figur des Goldfinger nicht. Dafür hat Waffenmeister Q einen Eintrag, sein langjähriger Darsteller Desmond Llewelyn nicht. Dr. No fehlt, sein Darsteller Joseph Wiseman ebenso, Rosa Klebb ist nicht verzeichnet, Lotte Lenya schon, "Der Beißer" Jaws ist zu finden, seine Verkörperung Richard Kiel nicht. Die Autoren haben eigene Einträge, die Regisseure keine. Wo ist da die Regel?
Im Anhang des lexikalischen Teils liefert Siegfried Tesche eine Reihe verdienstvoller "Listings", die Fahrzeuge und Fortbewegungsmittel bei Bond zusammenfassen, Drehorte der Filme und Schauplätze der Romane, Kandidaten für die Rollen des 007, einer Bondine, eines Schurken oder des Regisseurs, Budgets und Einspielergebnisse, James-Bond-Comics und -Computerspiele. Dankenswerterweise verzeichnet Tesche auch Popsongs, die Bezug auf Bond nehmen, von Desmond Dekker, Dschingis Khan und The Ventures, beispielsweise. Hier wäre in der nächsten Auflage zumindest noch Sock it to ‘em J. B. (von Rex Garvin & The Mighty Cravers und von The Specials) zu ergänzen.
(Stefan Otto)
Das Resultat ist eine zumindest relativ große Bond-Enzyklopädie. Während Tesche die Filme und die Bond-Darsteller erstaunlich kurz abhandelt, findet der Leser Wissenswertes über die Romane und Kurzgeschichten, über die Synchronsprecher, über die Agenten 001 bis 0012 und allerhand überraschende Einträge. Wer hätte gedacht, in einem Bond-Lexikon auf Ernie und Bert, Handballtrainer Heiner Brand, Daniel Brühl, Leander Haußmann, Udo Lindenberg oder Ildikó von Kürthy zu treffen? Tesche erwähnt auch, was schief ging: Schauspieler, die beinahe in Bond-Filmen mitgespielt hätten, oder das österreichische Model Kim Andrea, deren Szenen für The Living Daylights komplett den Schneideraum nicht überstanden. Gert Fröbe hat einen eigenen Eintrag, die von ihm so klassisch gestaltete Figur des Goldfinger nicht. Dafür hat Waffenmeister Q einen Eintrag, sein langjähriger Darsteller Desmond Llewelyn nicht. Dr. No fehlt, sein Darsteller Joseph Wiseman ebenso, Rosa Klebb ist nicht verzeichnet, Lotte Lenya schon, "Der Beißer" Jaws ist zu finden, seine Verkörperung Richard Kiel nicht. Die Autoren haben eigene Einträge, die Regisseure keine. Wo ist da die Regel?
Im Anhang des lexikalischen Teils liefert Siegfried Tesche eine Reihe verdienstvoller "Listings", die Fahrzeuge und Fortbewegungsmittel bei Bond zusammenfassen, Drehorte der Filme und Schauplätze der Romane, Kandidaten für die Rollen des 007, einer Bondine, eines Schurken oder des Regisseurs, Budgets und Einspielergebnisse, James-Bond-Comics und -Computerspiele. Dankenswerterweise verzeichnet Tesche auch Popsongs, die Bezug auf Bond nehmen, von Desmond Dekker, Dschingis Khan und The Ventures, beispielsweise. Hier wäre in der nächsten Auflage zumindest noch Sock it to ‘em J. B. (von Rex Garvin & The Mighty Cravers und von The Specials) zu ergänzen.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das große James-Bond-Lexikon
Autor:
Siegfried Tesche
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
240
Verlag:
Henschel
ISBN:
3-89487-493-7
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