Das Drehbuch im Hollywood-Format: Die Konventionen für Stil, Struktur und Layout richtig umsetzen
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Die Grundlagen erfolgreicher Skripte
Das Drehbuch im Hollywood-Format ist eine Richtschnur für alle Autoren die Grundwissen benötigen, auf das sie ihre Hoffnung auf den großen Verkauf nach Übersee bauen können. Anfänger werden von Schabenbeck an die Hand genommen und jeder Darstellungsregel und Tabulatorenstelle ausführlich gegenüber gestellt. Martin Schabenbeck hat damit ein Nachschlagewerk geschaffen, das sich mit dem korrekten Aussehen eines perfekten englischsprachigen Drehbuches für den US-amerikanischen Markt auseinandersetzt und übersichtlich darstellt.
Es mutet zunächst etwas seltsam an, in Deutschland ein Buch zu publizieren, das sich ausschließlich mit den „Schreibnormen“ eines anderen Marktes auseinandersetzt. Beim näheren Hinsehen ist Das Drehbuch im Hollywood-Format jedoch auch geeignet dem hiesigen Drehbuch-Kuddelmuddel ein wenig die Stirn zu bieten und aufzuzeigen, dass Struktur und Konventionen für die Darstellung und das Lesen eines Drehbuches auch hierzulande Sinn machen.
Schabenbeck erklärt von den primären Szenenüberschriften eines Drehbuchs über die Nutzung von Montagen und Inserts bis hin zur brieflichen Kontaktaufnahme mit Produzenten und Agenten alle Do’s und Don’ts der amerikanischen Filmindustrie. Würde man diese auch hier in Deutschland verwenden, griffe eine Vereinheitlichung Raum, die mehr als wünschenswert wäre.
Schabenbecks Buch ist sorgfältig recherchiert, bietet einen ausgewählten Schuss Hintergrundwissen, sowie Adressen, die für angehende Autoren mit Hollywood-Ambition interessant sein dürften – und müssten. Profis allerdings sollten sämtliche dieser wichtigen Äußerlichkeiten bereits samt und sonders in Fleisch und Blut bzw. in die Tastatur übergegangen sein – wobei sie zumeist ein professionelles Drehbuchprogramm "für sich arbeiten lassen". Professionelle Drehbuchprogramme der kommerziellen oder frei herunterladbaren Art (wie das hervorragende Script Smart aus dem BBC writersroom) finden in Schabenbecks Buch leider nur äußerst rudimentäre Erwähnung – dabei würden sie das Erstellen einer internationalen Drehbuchnorm auf dem eigenen PC zum Kinderspiel machen, statt den Computer mit den im Buch empfohlenen Mark ups und Tabulatoren zeitraubend und antiquiert aufrüsten zu müssen.
Da der "normale" Autor auch durchaus Schwierigkeiten haben dürfte, den sprachlichen Umfang des Englischen zu beherrschen, der für ein international einzureichendes Drehbuch notwenig ist, würde man sich für die nächste Auflage außerdem eine Liste von Fachwörterbüchern oder Hinweise auf spezialisierte Übersetzer bzw. Übersetzungsagenturen wünschen.
FAZIT: Das Buch ist sehr gut gegliedert, übersichtlich und anschaulich erklärt. Es ist für jeden Anfänger absolut empfehlenswert und für Interessiert als "Lexikon der Drehbuchnorm" verwendbar. Wo Schabenbeck von den bloßen Layouts absieht und zu weitergehenden Konventionen des Drehbuchschreibens wie Logline oder Anfragebriefe übergeht, ist es für jeden – auch für Autoren, die nicht mehr bei Null anfangen, sondern das Buch als Nachschlagewerk nutzen wollen – durch seine einleuchtende Aufteilung und seine knappen, aber einleuchtenden Beschreibungen uneingeschränkt hilfreich.
(uteml)
Es mutet zunächst etwas seltsam an, in Deutschland ein Buch zu publizieren, das sich ausschließlich mit den „Schreibnormen“ eines anderen Marktes auseinandersetzt. Beim näheren Hinsehen ist Das Drehbuch im Hollywood-Format jedoch auch geeignet dem hiesigen Drehbuch-Kuddelmuddel ein wenig die Stirn zu bieten und aufzuzeigen, dass Struktur und Konventionen für die Darstellung und das Lesen eines Drehbuches auch hierzulande Sinn machen.
Schabenbeck erklärt von den primären Szenenüberschriften eines Drehbuchs über die Nutzung von Montagen und Inserts bis hin zur brieflichen Kontaktaufnahme mit Produzenten und Agenten alle Do’s und Don’ts der amerikanischen Filmindustrie. Würde man diese auch hier in Deutschland verwenden, griffe eine Vereinheitlichung Raum, die mehr als wünschenswert wäre.
Schabenbecks Buch ist sorgfältig recherchiert, bietet einen ausgewählten Schuss Hintergrundwissen, sowie Adressen, die für angehende Autoren mit Hollywood-Ambition interessant sein dürften – und müssten. Profis allerdings sollten sämtliche dieser wichtigen Äußerlichkeiten bereits samt und sonders in Fleisch und Blut bzw. in die Tastatur übergegangen sein – wobei sie zumeist ein professionelles Drehbuchprogramm "für sich arbeiten lassen". Professionelle Drehbuchprogramme der kommerziellen oder frei herunterladbaren Art (wie das hervorragende Script Smart aus dem BBC writersroom) finden in Schabenbecks Buch leider nur äußerst rudimentäre Erwähnung – dabei würden sie das Erstellen einer internationalen Drehbuchnorm auf dem eigenen PC zum Kinderspiel machen, statt den Computer mit den im Buch empfohlenen Mark ups und Tabulatoren zeitraubend und antiquiert aufrüsten zu müssen.
Da der "normale" Autor auch durchaus Schwierigkeiten haben dürfte, den sprachlichen Umfang des Englischen zu beherrschen, der für ein international einzureichendes Drehbuch notwenig ist, würde man sich für die nächste Auflage außerdem eine Liste von Fachwörterbüchern oder Hinweise auf spezialisierte Übersetzer bzw. Übersetzungsagenturen wünschen.
FAZIT: Das Buch ist sehr gut gegliedert, übersichtlich und anschaulich erklärt. Es ist für jeden Anfänger absolut empfehlenswert und für Interessiert als "Lexikon der Drehbuchnorm" verwendbar. Wo Schabenbeck von den bloßen Layouts absieht und zu weitergehenden Konventionen des Drehbuchschreibens wie Logline oder Anfragebriefe übergeht, ist es für jeden – auch für Autoren, die nicht mehr bei Null anfangen, sondern das Buch als Nachschlagewerk nutzen wollen – durch seine einleuchtende Aufteilung und seine knappen, aber einleuchtenden Beschreibungen uneingeschränkt hilfreich.
(uteml)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Drehbuch im Hollywood-Format: Die Konventionen für Stil, Struktur und Layout richtig umsetzen
Autor:
Martin Schabenbeck
Erscheinungsort:
Heidelberg
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
192
Verlag:
Dpunkt.Verlag / mediabook Verlag
ISBN:
978-3-89864-530-0
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