Comics stripped (down to the bone)
Die Bestandteile sowie verschiedene Effekte von Comics seien in der Vergangenheit wiederholt thematisiert worden, schreibt Jakob F. Dittmar in der Einleitung. Eine einheitliche Methode oder Systematik der Bearbeitung sei dabei jedoch nicht vorgeschlagen oder verwendet worden. "Diese Lücke möchte der vorliegende Text schließen", so der Autor über sein Buch.
Alle Bildergeschichten, egal ob simpel oder komplex, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Stils, ob von klassisch klarer Linie oder von hoher grafischer Hybridität, arbeiten im Prinzip mit denselben konstruktiven Mitteln. In Comic-Analyse isoliert, beschreibt und analysiert Dittmar sie in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, um sie dann in ihrer Zusammenwirkung mit den jeweils anderen Elementen untersuchen zu können. Es geht ihm "um die grundlegenden Gemeinsamkeiten aller Bildergeschichten", Bilderzählungen aller Genres, auch Technikdokumentationen und Montageanleitungen. Er macht die zugrunde liegenden Funktionsweisen von Bildergeschichten deutlich und zeigt Varianten, die einzelne Strips aufweisen können.
Dittmar setzt sich mit den Bilderrahmen auseinander, mit den Rahmeninhalten, deren Aufbau und Komposition, den Texten in den Comics, den Zeichen in der Schrift und in den Bildern, dem Stil der verschiedenen Comics, der Verwendung von Linien im Vergleich zu Flächen, von Farben, mit Erzählzeit und erzählter Zeit, der Konstruktion der Erzählung durch die Abfolge von Bildern und Textteilen, der Montage der Bilder, den Erzählebenen und den Genres. Außerdem untersucht er die Darstellung von Massenmedien in Comics, um darin das Bewusstsein zu erkennen, das Comics von der eigenen Bedeutung im Kanon der Medien besitzen.
Für die kritische Auseinandersetzung mit Comics ist Comic-Analyse sehr brauchbar. Es ist eine Habilitationsschrift und doch ein erfreulich verständlich geschriebenes Buch, das beinahe jeden Aspekt des Mediums Comic berücksichtigt. Jedenfalls jeden, der comicspezifisch ist.
(Stefan Otto)
Alle Bildergeschichten, egal ob simpel oder komplex, gleich welcher Herkunft, gleich welchen Stils, ob von klassisch klarer Linie oder von hoher grafischer Hybridität, arbeiten im Prinzip mit denselben konstruktiven Mitteln. In Comic-Analyse isoliert, beschreibt und analysiert Dittmar sie in ihren verschiedenen Erscheinungsformen, um sie dann in ihrer Zusammenwirkung mit den jeweils anderen Elementen untersuchen zu können. Es geht ihm "um die grundlegenden Gemeinsamkeiten aller Bildergeschichten", Bilderzählungen aller Genres, auch Technikdokumentationen und Montageanleitungen. Er macht die zugrunde liegenden Funktionsweisen von Bildergeschichten deutlich und zeigt Varianten, die einzelne Strips aufweisen können.
Dittmar setzt sich mit den Bilderrahmen auseinander, mit den Rahmeninhalten, deren Aufbau und Komposition, den Texten in den Comics, den Zeichen in der Schrift und in den Bildern, dem Stil der verschiedenen Comics, der Verwendung von Linien im Vergleich zu Flächen, von Farben, mit Erzählzeit und erzählter Zeit, der Konstruktion der Erzählung durch die Abfolge von Bildern und Textteilen, der Montage der Bilder, den Erzählebenen und den Genres. Außerdem untersucht er die Darstellung von Massenmedien in Comics, um darin das Bewusstsein zu erkennen, das Comics von der eigenen Bedeutung im Kanon der Medien besitzen.
Für die kritische Auseinandersetzung mit Comics ist Comic-Analyse sehr brauchbar. Es ist eine Habilitationsschrift und doch ein erfreulich verständlich geschriebenes Buch, das beinahe jeden Aspekt des Mediums Comic berücksichtigt. Jedenfalls jeden, der comicspezifisch ist.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Comic-Analyse
Autor:
Jakob F. Dittmar
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
210
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft mbH
ISBN:
978-3-86764-123-4
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