Stadtansichten
Cinema ist nicht allein der Name der bekannten Hamburger Filmzeitschrift, sondern auch der eines bewährten Schweizer Periodikums, das einmal im Jahr erscheint. Was sein Format und seinen monothematischen Inhalt angeht, hat dieses Cinema mehr Gemeinsamkeiten mit einem Buch, einem Jahrbuch eben, als mit einer landläufigen Zeitschrift, doch im Untertitel heißt Cinema "unabhängige Schweizer Filmzeitschrift". Neben der "Sélection CINEMA", die immer einen ausführlichen Überblick auf das Schweizer Filmschaffen des vergangenen Jahres bietet, ist jede Edition ganz einem bestimmten Thema verpflichtet. Landschaften, Sport, Musik, Essay und Erotik waren die Themen der letzten Jahre, in dieser Ausgabe nun, der Ausgabe 54 im 54. Jahrgang, geht es um die "Stadt".
Im Blickfeld stehen nicht nur Zentren von Megacities, sondern auch urbane Randzonen wie die Favela in Cidade de Deus / City of God (2002), der Untergrund in Budapest, urbane Brachflächen in den Filmen der Berliner Schule, der Hinterhof in Zürich. In verschiedenen Beiträgen geht es um spezifisch städtische Fortbewegungen, wie das Flanieren durch das San Francisco der Films noirs, den Tanz durch die New Yorker West Side in der West Side Story (1961) oder den Parkour an Häuserfronten empor und über Dachterrassen hinweg.
Erforscht wird auch die Stadt als Raum bestimmter Gefühlswelten, das romantische Venedig, das raffinierte Paris, das melancholische Wien und, in der TV-Serie The Wire, das ernüchternde Baltimore. Eine Stadt wie "eine offene Wunde, die immer weiter schwärt". Virtuelle Städte werden betrachtet: "Tativille" in Jacques Tatis Playtime / Tatis herrliche Zeiten (1967), Stadtansichten aus dem Computer oder die "wunderbar wandelbare Stadt" in Thom Andersens Doku Los Angeles Plays Itself von 2003.
Also, statt cinema mal Cinema: Stadt lesen!
(Stefan Otto)
Im Blickfeld stehen nicht nur Zentren von Megacities, sondern auch urbane Randzonen wie die Favela in Cidade de Deus / City of God (2002), der Untergrund in Budapest, urbane Brachflächen in den Filmen der Berliner Schule, der Hinterhof in Zürich. In verschiedenen Beiträgen geht es um spezifisch städtische Fortbewegungen, wie das Flanieren durch das San Francisco der Films noirs, den Tanz durch die New Yorker West Side in der West Side Story (1961) oder den Parkour an Häuserfronten empor und über Dachterrassen hinweg.
Erforscht wird auch die Stadt als Raum bestimmter Gefühlswelten, das romantische Venedig, das raffinierte Paris, das melancholische Wien und, in der TV-Serie The Wire, das ernüchternde Baltimore. Eine Stadt wie "eine offene Wunde, die immer weiter schwärt". Virtuelle Städte werden betrachtet: "Tativille" in Jacques Tatis Playtime / Tatis herrliche Zeiten (1967), Stadtansichten aus dem Computer oder die "wunderbar wandelbare Stadt" in Thom Andersens Doku Los Angeles Plays Itself von 2003.
Also, statt cinema mal Cinema: Stadt lesen!
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Cinema 54: Stadt
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
209
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-605-8
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