Geschlechtsrepräsentationen von Hollywood-Stars
Was macht Schauspieler zu Stars? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Filmkritikerin und Autorin Susanne Weingarten und geht dem modernen Starkult auf den Grund. Ihr Buch zeigt anhand verschiedener Studien – etwa über Demi Moore, Jane Fonda, Merryl Streep, Robert Redford, Sylvester Stallone und Michael Douglas – wie wir Stars wahrnehmen, warum Stars zu bestimmten Zeiten auftauchen und warum sie überhaupt zu so einer enormen gesellschaftlichen Bedeutung gekommen sind.
Dabei interessiert sich die Autorin besonders für die Geschlechtskonzeptionen, die ihrer Meinung nach entscheidend für den Aufstieg eines Schauspielers zum Star sind. Denn nur wer mit seinem Geschlechtsimage auf eine gesellschaftliche Resonanz stößt – weil er etwa einen Idealtypus verkörpert oder polarisiert – hat das Zeug zum Star. So lässt sich beispielsweise Sylvester Stallones Karriere durchaus als ein Produkt der Reagan-Ära lesen, in der harte Männer und ein neues Konzept von Maskulinität den vergleichsweise „weichen“ Typ Mann der späten sechziger und frühen siebziger Jahre ablösten. Und umgekehrt ist es Merryl Streeps –auch geschlechtliche – Identitätslosigkeit, die in idealer Weise mit dem domestizierten Frauen-Ideal der frühen achtziger Jahre korrespondierte und so ihren Aufstieg zum Star förderte. Dabei wirken die Beeinflussungen zwischen Star und Masse durchaus beidseits und wirken potenziell stabilisierend auf herrschende Geschlechterimages.
„Bodies of evidence“ bietet für Filminteressierte neue und überraschende Ansätze für die Analyse der Mechanismen Hollywoods und des Starwesens, das in einem weitaus größeren Maße ideologisiert und politisiert ist, als der gemeine Kinogänger dies glauben möchte.
Dabei interessiert sich die Autorin besonders für die Geschlechtskonzeptionen, die ihrer Meinung nach entscheidend für den Aufstieg eines Schauspielers zum Star sind. Denn nur wer mit seinem Geschlechtsimage auf eine gesellschaftliche Resonanz stößt – weil er etwa einen Idealtypus verkörpert oder polarisiert – hat das Zeug zum Star. So lässt sich beispielsweise Sylvester Stallones Karriere durchaus als ein Produkt der Reagan-Ära lesen, in der harte Männer und ein neues Konzept von Maskulinität den vergleichsweise „weichen“ Typ Mann der späten sechziger und frühen siebziger Jahre ablösten. Und umgekehrt ist es Merryl Streeps –auch geschlechtliche – Identitätslosigkeit, die in idealer Weise mit dem domestizierten Frauen-Ideal der frühen achtziger Jahre korrespondierte und so ihren Aufstieg zum Star förderte. Dabei wirken die Beeinflussungen zwischen Star und Masse durchaus beidseits und wirken potenziell stabilisierend auf herrschende Geschlechterimages.
„Bodies of evidence“ bietet für Filminteressierte neue und überraschende Ansätze für die Analyse der Mechanismen Hollywoods und des Starwesens, das in einem weitaus größeren Maße ideologisiert und politisiert ist, als der gemeine Kinogänger dies glauben möchte.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Bodies of Evidence
Autor:
Susanne Weingarten
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
320 Seiten
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
3-89472-350-5
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