apropos: Film 2005. Das 6. Jahrbuch der DEFA-Stiftung
Kinostart:
13.02.2006
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Good bye, DEFA-Jahrbuch!
Apropos: Film 2005 - Das 6. Jahrbuch der DEFA-Stiftung gliedert sich in drei größere Themenbereiche. In dem ersten Kapitel "Geschichte und Geschichten" geht es um Personen. Es enthält ein Gespräch mit dem Drehbuchautor und Romancier Angel Wagenstein, Notizen zu Filmen und Prosa von Helga Schütz, Anmerkungen zu Gerhard Klein, einen Beitrag über die DEFA-Filme von Wolfgang Kohlhaase und einen über die Spielfilme von Thomas Brasch. "Deutschlandbilder im Film" behandelt die Darstellung des Nationalsozialismus und Holocaust in aktuellen deutschen Produktionen, die gegenseitige Darstellung von BRD und DDR im Dokumentarfilm der 50er Jahre, DEFA-Filme in Oberhausen, die späten DEFA-Produktionen Stein und Letztes aus der DaDaeR, das Bild der DDR nach ihrem Ende, Bilder der Deutschen im russischen, sowjetischen und postsowjetischen Film und die internationale Karriere von Good bye, Lenin! In "Aus der Geschichte der DEFA" befasst sich der Historiker Detlef Kannapin mit den Nachwirkungen des NS-Films im DEFA-Schaffen, der Regisseur und Autor Günter Jordan mit Alfred Kantorowicz' Projekt eines Films über Carl von Ossietzky, der ehemalige DEFA-Dramaturg Dieter Wolf mit der Gruppe "Solidarität" und der Wissenschaftler Günter Agde mit der Dokumentarfilmregisseurin Eva Fritzsche.
Die apropos: Film-Jahrbücher der DEFA-Stiftung waren sechs Jahre lang informative, sehr wertvolle, liebens- und schätzenswerte Chroniken, an die man sich gerne gewöhnt hat. Nun muss man sich wieder entwöhnen. In meiner Besprechung von apropos: Film 2004 schrieb ich in Unkenntnis einer Entscheidung, die bereits gefallen war: "Das Buch hätte Jahr für Jahr mehr Käufer, mehr Leser verdient. Denn es ist unbedingt wünschenswert, dass es noch lange weitergeht mit apropos: Film." Doch leider hatte der Stiftungsrat da schon den Beschluss gefasst, ab 2006 auf die Herausgabe eines Jahrbuches zu verzichten. Damit ist das sechste auch das letzte Jahrbuch der DEFA-Stiftung. Der Titel "Apropos Film" scheint demnach kein Glück zu bringen. Das gleichnamige TV-Kinomagazin wurde bereits 2002 eingestellt.
(Stefan Otto)
Die apropos: Film-Jahrbücher der DEFA-Stiftung waren sechs Jahre lang informative, sehr wertvolle, liebens- und schätzenswerte Chroniken, an die man sich gerne gewöhnt hat. Nun muss man sich wieder entwöhnen. In meiner Besprechung von apropos: Film 2004 schrieb ich in Unkenntnis einer Entscheidung, die bereits gefallen war: "Das Buch hätte Jahr für Jahr mehr Käufer, mehr Leser verdient. Denn es ist unbedingt wünschenswert, dass es noch lange weitergeht mit apropos: Film." Doch leider hatte der Stiftungsrat da schon den Beschluss gefasst, ab 2006 auf die Herausgabe eines Jahrbuches zu verzichten. Damit ist das sechste auch das letzte Jahrbuch der DEFA-Stiftung. Der Titel "Apropos Film" scheint demnach kein Glück zu bringen. Das gleichnamige TV-Kinomagazin wurde bereits 2002 eingestellt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
apropos: Film 2005. Das 6. Jahrbuch der DEFA-Stiftung
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
328
Verlag:
Bertz und Fischer Verlag
ISBN:
3-86505-165-0
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