apropos: Film 2004. Das 5. Jahrbuch der DEFA-Stiftung
Kinostart:
30.11.2004
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DEFA u.a.
Die Apropos: Film-Bücher der DEFA-Stiftung gleichen schon ein bisschen einer Zeitschrift. Sie erscheinen regelmäßig, wenn auch nur einmal jährlich. Die Beiträge sind ungleichartig. Dazu gibt es ständige Rubriken wie Literaturtipps, Nachrufe, Hinweise auf neue Videos und DVDs sowie Auszüge aus dem jeweiligen Jahresbericht der Stiftung. Dabei geht es nicht einmal nur um die DEFA, sondern auch um deutsche Filmthemen über die DDR hinaus. Das Allerlei der Beiträge ist jedoch stets zu einem großformatigen Buch gebunden, fast schon bibliophil in der Herstellung, liebevoll und kompetent zusammengestellt und redigiert. Die Jahrbücher der DEFA-Stiftung sind informative, abwechslungsreiche, unterhaltsame, sehr wertvolle, liebens- und schätzenswerte Chroniken.
Apropos: Film 2004 gliedert sich in vier größere Themenbereiche. Das Kapitel Schauspieler und Film enthält einen Essay von dem Autor und Regisseur Egon Günther über die drei Schauspielerinnen Inge Keller, Jutta Hoffmann und Lilli Palmer, ein Porträt von Hilmar Thate, verfasst von der ehemaligen Herausgeberin der Zeitschrift Film und Fernsehen, Erika Richter, Erinnerungen verschiedener ehemaliger Kinderdarsteller der DEFA sowie Interviews mit Armin Mueller-Stahl, Jutta Wachowiak und dem Schauspieler und Schauspiellehrer Dieter Wardetzky. In einem Block zum aktuellen Filmgeschehen geht es um Volker Koepps Dokumentationen (ein Beitrag von Peter W. Jansen) und um die Erfolge türkischstämmiger Regisseure in der deutschen Filmlandschaft. Das Kapitel DEFA Filmgeschichte: Die fünfziger Jahre, handelt vom Politikum Das Beil von Wandsbek (DDR 1951), dem ersten Verbotsfilm der DEFA, und seinem Regisseur Falk Harnack, vom sozialistischen Propagandafilm Das verurteilte Dorf (DDR 1951) (für den zunächst auch Harnack als Regisseur vorgesehen war), von Slatan Dudows Arbeiten für die DEFA und Wolfgang Staudtes Klassiker Der Untertan. Drei Beiträge kreisen um deutsch-russische Filmbeziehungen: Neben Textzeugnissen russischer Filmschaffender über ihre Eindrücke vom Berlin der zwanziger Jahre geht es um das heutige russische Kino wie um die ersten Berliner Aufführungen russischer Revolutionsfilme nach dem 2. Weltkrieg.
Von jeder Ausgabe des Jahrbuches verkaufen sich nur wenige hundert Exemplare. Das ist sehr schade und es wäre erstrebenswert, dass sich das änderte. Das Buch hätte Jahr für Jahr mehr Käufer, mehr Leser verdient. Denn es ist unbedingt wünschenswert, dass es noch lange weitergeht mit apropos: Film.
(Stefan Otto)
Apropos: Film 2004 gliedert sich in vier größere Themenbereiche. Das Kapitel Schauspieler und Film enthält einen Essay von dem Autor und Regisseur Egon Günther über die drei Schauspielerinnen Inge Keller, Jutta Hoffmann und Lilli Palmer, ein Porträt von Hilmar Thate, verfasst von der ehemaligen Herausgeberin der Zeitschrift Film und Fernsehen, Erika Richter, Erinnerungen verschiedener ehemaliger Kinderdarsteller der DEFA sowie Interviews mit Armin Mueller-Stahl, Jutta Wachowiak und dem Schauspieler und Schauspiellehrer Dieter Wardetzky. In einem Block zum aktuellen Filmgeschehen geht es um Volker Koepps Dokumentationen (ein Beitrag von Peter W. Jansen) und um die Erfolge türkischstämmiger Regisseure in der deutschen Filmlandschaft. Das Kapitel DEFA Filmgeschichte: Die fünfziger Jahre, handelt vom Politikum Das Beil von Wandsbek (DDR 1951), dem ersten Verbotsfilm der DEFA, und seinem Regisseur Falk Harnack, vom sozialistischen Propagandafilm Das verurteilte Dorf (DDR 1951) (für den zunächst auch Harnack als Regisseur vorgesehen war), von Slatan Dudows Arbeiten für die DEFA und Wolfgang Staudtes Klassiker Der Untertan. Drei Beiträge kreisen um deutsch-russische Filmbeziehungen: Neben Textzeugnissen russischer Filmschaffender über ihre Eindrücke vom Berlin der zwanziger Jahre geht es um das heutige russische Kino wie um die ersten Berliner Aufführungen russischer Revolutionsfilme nach dem 2. Weltkrieg.
Von jeder Ausgabe des Jahrbuches verkaufen sich nur wenige hundert Exemplare. Das ist sehr schade und es wäre erstrebenswert, dass sich das änderte. Das Buch hätte Jahr für Jahr mehr Käufer, mehr Leser verdient. Denn es ist unbedingt wünschenswert, dass es noch lange weitergeht mit apropos: Film.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
apropos: Film 2004. Das 5. Jahrbuch der DEFA-Stiftung
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
320
Verlag:
Bertz und Fischer Verlag
ISBN:
3-929470-29-2
BEWERTUNG
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