Anvil: Die Geschichte einer Freundschaft (Taschenbuch)
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Was für ein unterhaltsames und großartiges Buch ist den Autoren und Rockmusikern Lips und Robb Reiner da gelungen... Begleitend zu der jetzt schon legendären Dokumentation Anvil: Die Geschichte einer Freundschaft mit dem selben Titel, werden hier der Werdegang und die Stationen der Bandkarriere noch ausführlicher beleuchtet und kommentiert. Mit einem Vorwort von Gitarrenlegende Slash (Guns 'N Roses) wird chronologisch die Bandgeschichte durchpflügt, Wegbegleiter vorgestellt, an das Tingeln durch versiffte Kellerspelunken unter dem ersten Bandnamen Lips erinnert, der erste Plattenvertrag gefeiert und der anschließende Aufstieg beim japanischen Superrock (neben Bon Jovi, Whitesnake und den Scorpions) 1984 zu beinahe Stars zelebriert. Nach diesen Erfolgen geht es plötzlich steil bergab: Dank Fehlern der Band, Blauäugigkeit und Missmanagement sind Anvil bald wieder weg vom Fenster und verdienen ihr Geld bis heute mit Lieferservice und in der Schlachterei. Daneben bringt man immer wieder Platten heraus und hofft auf genug zahlende Zuschauer, um Konzerte spielen zu können.
Das Alles wird unterhaltsam und im Plauderton geschildert ("Ich versuchte zu schlafen, während unser Roadie im Bett neben mir mit diesem Mädchen vögelte."), ohne zu effekthascherisch zu sein oder zu langweilen. Denn immer wieder kommen die beiden Autoren zu dem Punkt zurück, der ihnen am wichtigsten ist: Die Musik und die Konzerte. Kam die Dokumentation noch hin und wieder gestellt rüber (was unter anderem daran lag, dass die Band in einer Szene ein Shirt von einem Festival trägt, zu dem sie erst noch reisen), ist das Buch herrlich authentisch und kann dank der immer wieder durchschimmernden Bodenständigkeit viele Sympathiepunkte sammeln. Abgerundet wird die erzählte Biografie durch zwei Fotoblöcke mit kultigen Bildern aus allen Etappen dieser wechselhaften und gerade deswegen filmreifen Bandgeschichte. Der bodenständige und humorvolle Ton tut sein Übriges.
(Renatus Töpke)
Das Alles wird unterhaltsam und im Plauderton geschildert ("Ich versuchte zu schlafen, während unser Roadie im Bett neben mir mit diesem Mädchen vögelte."), ohne zu effekthascherisch zu sein oder zu langweilen. Denn immer wieder kommen die beiden Autoren zu dem Punkt zurück, der ihnen am wichtigsten ist: Die Musik und die Konzerte. Kam die Dokumentation noch hin und wieder gestellt rüber (was unter anderem daran lag, dass die Band in einer Szene ein Shirt von einem Festival trägt, zu dem sie erst noch reisen), ist das Buch herrlich authentisch und kann dank der immer wieder durchschimmernden Bodenständigkeit viele Sympathiepunkte sammeln. Abgerundet wird die erzählte Biografie durch zwei Fotoblöcke mit kultigen Bildern aus allen Etappen dieser wechselhaften und gerade deswegen filmreifen Bandgeschichte. Der bodenständige und humorvolle Ton tut sein Übriges.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Anvil: Die Geschichte einer Freundschaft (Taschenbuch)
Autor:
Rob Reiner
Erscheinungsdatum:
2010
Seiten:
368
Verlag:
Heyne Verlag
ISBN:
978-3-453-67598-8
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