Anita Berber - Göttin der Nacht
Kinostart:
05.03.2007
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Sie tanzte den Zeitgeist
"Man tanzt den Foxtrott, Shimmy, Tango, den altertümlichen Walzer und den schicken Veitstanz. Man tanzt Hunger und Hysterie, Angst und Gier, Panik und Entsetzen. (...) Anita Berber - das Gesicht zur grellen Maske erstarrt unter dem schaurigen Gelock der purpurnen Coiffure - tanzt den Koitus." So Klaus Mann in seiner Autobiografie Der Wendepunkt.
Der Autor Lothar Fischer, der schon 1984 eine Monografie über Anita Berber veröffentlichte, zeichnet das kurze und wilde Leben der exzentrischen Tänzerin nun auch in seinem Buch Anita Berber - Göttin der Nacht nach. Sie wurde 1899 geboren, erfahren die Leser da, war eine der ersten Nackttänzerinnen und ein Film- und Bühnenstar der zwanziger Jahre. Mit 17 Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne, mit 18 arbeitete sie als Modell für Zeitschriften und mit 19 war sie ein Star. Ihre Erscheinung war "überirdisch anmutig und von obszöner Schönheit", ihre Auftritte "neu, kühn und skandalös". Sie lebte fernab der bürgerlichen Normen, war dreimal verheiratet und hatte Affären mit Männern und Frauen. Mit 21 Jahren war sie eine drogenabhängige Alkoholikerin, mit 29 starb sie.
Der Regisseur Richard Oswald entdeckte sie für den Film. Sie gab ihr Debüt 1918 in Oswalds Dreimäderlhaus und spielte auch danach in einigen weiteren seiner Filme (z. B. in Anders als die Andern, Nachtgestalten und Lucrezia Borgia). Darüber hinaus arbeitete sie unter der Regie von Arthur Bergen, Fritz Lang und Reinhold Schünzel.
Lothar Fischer, der mit Zeitzeugen wie Liane Haid, Otto Dix' Witwe Martha, Gret Palucca und Leni Riefenstahl sprechen konnte, schildert Berbers Wurzeln und ihre Kindheit in Leipzig und Dresden, ihre Tanzausbildung, ihre Karriere und ihre Engagements in Berlin, Hamburg, Wien und Prag. In seinem herausragend bebilderten Buch beschreibt er die Erotik und Ästhetik ihrer Tänze und Choreografien und ihr zweites Leben als Puppe, als Porzellanfigur und in der Bildenden Kunst.
Warum ist sie heute nicht mehr so berühmt wie die anderen früh verstorbenen Idole? Wie Marilyn Monroe, Janis Joplin oder Romy Schneider? Anita Berbers Zeit ist wohl schon 'n bisschen zu lang her, wa?
(Stefan Otto)
Der Autor Lothar Fischer, der schon 1984 eine Monografie über Anita Berber veröffentlichte, zeichnet das kurze und wilde Leben der exzentrischen Tänzerin nun auch in seinem Buch Anita Berber - Göttin der Nacht nach. Sie wurde 1899 geboren, erfahren die Leser da, war eine der ersten Nackttänzerinnen und ein Film- und Bühnenstar der zwanziger Jahre. Mit 17 Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne, mit 18 arbeitete sie als Modell für Zeitschriften und mit 19 war sie ein Star. Ihre Erscheinung war "überirdisch anmutig und von obszöner Schönheit", ihre Auftritte "neu, kühn und skandalös". Sie lebte fernab der bürgerlichen Normen, war dreimal verheiratet und hatte Affären mit Männern und Frauen. Mit 21 Jahren war sie eine drogenabhängige Alkoholikerin, mit 29 starb sie.
Der Regisseur Richard Oswald entdeckte sie für den Film. Sie gab ihr Debüt 1918 in Oswalds Dreimäderlhaus und spielte auch danach in einigen weiteren seiner Filme (z. B. in Anders als die Andern, Nachtgestalten und Lucrezia Borgia). Darüber hinaus arbeitete sie unter der Regie von Arthur Bergen, Fritz Lang und Reinhold Schünzel.
Lothar Fischer, der mit Zeitzeugen wie Liane Haid, Otto Dix' Witwe Martha, Gret Palucca und Leni Riefenstahl sprechen konnte, schildert Berbers Wurzeln und ihre Kindheit in Leipzig und Dresden, ihre Tanzausbildung, ihre Karriere und ihre Engagements in Berlin, Hamburg, Wien und Prag. In seinem herausragend bebilderten Buch beschreibt er die Erotik und Ästhetik ihrer Tänze und Choreografien und ihr zweites Leben als Puppe, als Porzellanfigur und in der Bildenden Kunst.
Warum ist sie heute nicht mehr so berühmt wie die anderen früh verstorbenen Idole? Wie Marilyn Monroe, Janis Joplin oder Romy Schneider? Anita Berbers Zeit ist wohl schon 'n bisschen zu lang her, wa?
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Anita Berber - Göttin der Nacht
Autor:
Lothar Fischer
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
208
Verlag:
edition ebersbach
ISBN:
3-938740-23-X
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





