Videmus
"Abschied vom Zelluloid. Chancen und Probleme der Videokamera für den Spielfilm" hieß die Marburger Tagung von 2006, die dieses Buch unter einem leicht abgewandelten Titel dokumentiert. "Wo liegen Potenziale, aber auch Limitierungen der elektronisch-digitalen Videotechnik gegenüber dem althergebrachten, mechanisch-photochemischen Filmbild?" formulieren die Herausgeber eine der zentralen Fragen, um die es in diesem Band geht. Und weiter: "Gibt es eine genuine DV-Ästhetik und wenn ja, wodurch zeichnet sie sich aus? Ist 'Video' gleich 'Video' oder nicht längst ebenfalls ein Medium, das in seiner vermeintlich kurzen Geschichte bereits tief greifende Wandlungen erfahren hat? Welche Strategien entwickeln Kameraleute, Regisseure und andere Filmschaffende im Umgang mit der Videokamera? Und mit welchen Problemen sehen sich die Filmpublizistik und die Medienwissenschaft angesichts der neuen Bildlichkeiten konfrontiert?"
Das ganze Spektrum, das vom verwaschenen, schwachauflösenden, verwackelten Amateurvideo bis zum hyperscharfen, farbgesättigten Illusionsbild reicht, ist der Gegenstand von Abschied vom Zelluloid? Beiträge zur Geschichte und Poetik des Videobildes. Da die Autoren Medienwissenschaftlerinnen (wie Margrit Tröhler und Yvonne Spielmann), Filmjournalisten (wie Hans-Günther Dicks), Kameramänner (wie Rolf Coulanges und Hanno Lentz) und Regisseure (wie Dominik Graf und Niklaus Schilling) sind, entsteht ein Dialog der verschiedenen Perspektiven sowie ein Dialog von Theorie und Praxis. Hier treffen theoretische Überlegungen auf technisch motivierte Untersuchungen und filmwissenschaftliche Analysen auf Erfahrungsberichte von Praktikern. Filmische Traditionslinien, Stil und Ästhetik werden mit den technischen Eigenheiten der Videokameras, ihren Vorteilen und Problemen beim Dreh in Verbindung gesetzt. Auf Rückblenden in die Pionierzeit der neuen Technologie, auf die Beschäftigung mit der historischen Entwicklung der Videotechnik, auf ihre Verwendung in Videokunst und Spielfilm folgt eine Annäherung an die Charakteristika jüngerer und aktueller Videobilder. Neueste Entwicklungen filmischen Erzählens im Zeitalter von Internet und Streaming Video werden gezeigt und Ausblicke in die Zukunft des Kinos gewagt.
(Stefan Otto)
Das ganze Spektrum, das vom verwaschenen, schwachauflösenden, verwackelten Amateurvideo bis zum hyperscharfen, farbgesättigten Illusionsbild reicht, ist der Gegenstand von Abschied vom Zelluloid? Beiträge zur Geschichte und Poetik des Videobildes. Da die Autoren Medienwissenschaftlerinnen (wie Margrit Tröhler und Yvonne Spielmann), Filmjournalisten (wie Hans-Günther Dicks), Kameramänner (wie Rolf Coulanges und Hanno Lentz) und Regisseure (wie Dominik Graf und Niklaus Schilling) sind, entsteht ein Dialog der verschiedenen Perspektiven sowie ein Dialog von Theorie und Praxis. Hier treffen theoretische Überlegungen auf technisch motivierte Untersuchungen und filmwissenschaftliche Analysen auf Erfahrungsberichte von Praktikern. Filmische Traditionslinien, Stil und Ästhetik werden mit den technischen Eigenheiten der Videokameras, ihren Vorteilen und Problemen beim Dreh in Verbindung gesetzt. Auf Rückblenden in die Pionierzeit der neuen Technologie, auf die Beschäftigung mit der historischen Entwicklung der Videotechnik, auf ihre Verwendung in Videokunst und Spielfilm folgt eine Annäherung an die Charakteristika jüngerer und aktueller Videobilder. Neueste Entwicklungen filmischen Erzählens im Zeitalter von Internet und Streaming Video werden gezeigt und Ausblicke in die Zukunft des Kinos gewagt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Abschied vom Zelluloid?
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
200
Verlag:
Schüren
ISBN:
978-3-89472-530-3
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