A Star is Born – Ruhm im Kino
Kinostart:
01.08.2007
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Wie Ruhm entsteht, wie Ruhm vergeht
"Ruhm ist eine Form der Unsterblichkeit. Wer nach Ruhm strebt, sucht zweierlei: Aufmerksamkeit, Bewunderung durch die Zeitgenossen und einen festen Platz im Gedächtnis der nachfolgenden Generationen", so heißt es im Vorwort zu dem Sammelband A Star is born – Ruhm im Kino. Und weiter steht dort zu lesen: "Heute lebt Ruhm wesentlich von dem Wunsch, die Blicke der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen. Der Traum vom Ruhm ist ein Traum von der Aufmerksamkeit der Medien – erst durch diese konkretisiert er sich." Und nicht nur das, denn ohne die Medien und damit auch das Kino oder das Fernsehen ist Ruhm heute nicht mehr denkbar. Sie sind nicht nur Gradmesser des Ruhms, sondern auch Garant für dessen Dauerhaftigkeit, sie erzeugen Ruhm, lassen Menschen aus der Bedeutungslosigkeit in den Olymp des medialen Ruhms aufsteigen, sie erschaffen Karrieren und vernichten sie wieder.
In der Reihe Arnoldshainer Filmgespräche ist nun unter der bewährten Herausgeberschaft von Margit Fröhlich, Klaus Gronenborn und Karsten Visarius der 24. Band herausgekommen, er versammelt wie stets in dieser Reihe verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autoren, die sich alle mit verschiedenen Aspekten des Ruhms und seiner Darstellung im Kino beschäftigen. Den eher theoretischen, aber teilweise informativen Betrachtungen im ersten Teil des Buches folgen die praktischen Betrachtungen anhand einzelner Filme: So beschäftigt sich Heike Kühn etwa mit Billy Wilders Sunset Boulevard und den (Selbst)Inszenierungen des ehemaligen Stummfilmstars Gloria Swanson, Karsten Visarius erforscht den hedonistischen Rebellen Wolfgang Amadeus Mozart in Milos Formans Amadeus, James Slawney untersucht den sportlichen Ruhm in Oliver Stones On Any Given Sunday, Nikolai Wojtko beschäftigt sich mit Being John Malovich von Spike Jonze und Margit Fröhlich nähert sich gar royalem Geblüt an in Stephen Frears’ Film The Queen, der Anfang dieses Jahres für Furore sorgte.
Bedauerlich ist bei der Vielzahl interessanter Beiträge vor allem eines: Kaum einer der Autoren vermag es, über die Bestandsaufnahme des cineastischen Ruhmes hinweg die Frage zu verfolgen, aus welchen Images sich die Stars von heute speisen und welche Faktoren dafür entscheidend sind, ob ein viel versprechender Schauspieler nun zum Top-Star, zum Sternchen oder zu einer Sternschnuppe wird. Lediglich Heike Kühn trifft in ihrer Analyse von Madonna als Evita Peron in Alan Parkers Film Evita den Nagel auf den Kopf, indem sie Star und Filmimage gegeneinander laufen lässt während sich der Rest der Autoren darauf beschränkt, Inszenierungen von Ruhm zu beschreiben. Das Buch verspricht vollmundig Erkenntnisgewinne, die es letzten Endes – bis auf wenige Ausnahmen – nicht einzuhalten vermag. Und das ist bei so viel geballter Fachkompetenz dann doch ein eher mageres Ergebnis. Nicht gerade ein Ruhmesblatt, in der Schule würde es wohl unter einer Vielzahl der Aufsätze heißen: "Thema verfehlt!"
(Joachim Kurz)
In der Reihe Arnoldshainer Filmgespräche ist nun unter der bewährten Herausgeberschaft von Margit Fröhlich, Klaus Gronenborn und Karsten Visarius der 24. Band herausgekommen, er versammelt wie stets in dieser Reihe verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autoren, die sich alle mit verschiedenen Aspekten des Ruhms und seiner Darstellung im Kino beschäftigen. Den eher theoretischen, aber teilweise informativen Betrachtungen im ersten Teil des Buches folgen die praktischen Betrachtungen anhand einzelner Filme: So beschäftigt sich Heike Kühn etwa mit Billy Wilders Sunset Boulevard und den (Selbst)Inszenierungen des ehemaligen Stummfilmstars Gloria Swanson, Karsten Visarius erforscht den hedonistischen Rebellen Wolfgang Amadeus Mozart in Milos Formans Amadeus, James Slawney untersucht den sportlichen Ruhm in Oliver Stones On Any Given Sunday, Nikolai Wojtko beschäftigt sich mit Being John Malovich von Spike Jonze und Margit Fröhlich nähert sich gar royalem Geblüt an in Stephen Frears’ Film The Queen, der Anfang dieses Jahres für Furore sorgte.
Bedauerlich ist bei der Vielzahl interessanter Beiträge vor allem eines: Kaum einer der Autoren vermag es, über die Bestandsaufnahme des cineastischen Ruhmes hinweg die Frage zu verfolgen, aus welchen Images sich die Stars von heute speisen und welche Faktoren dafür entscheidend sind, ob ein viel versprechender Schauspieler nun zum Top-Star, zum Sternchen oder zu einer Sternschnuppe wird. Lediglich Heike Kühn trifft in ihrer Analyse von Madonna als Evita Peron in Alan Parkers Film Evita den Nagel auf den Kopf, indem sie Star und Filmimage gegeneinander laufen lässt während sich der Rest der Autoren darauf beschränkt, Inszenierungen von Ruhm zu beschreiben. Das Buch verspricht vollmundig Erkenntnisgewinne, die es letzten Endes – bis auf wenige Ausnahmen – nicht einzuhalten vermag. Und das ist bei so viel geballter Fachkompetenz dann doch ein eher mageres Ergebnis. Nicht gerade ein Ruhmesblatt, in der Schule würde es wohl unter einer Vielzahl der Aufsätze heißen: "Thema verfehlt!"
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
A Star is Born – Ruhm im Kino
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2007
Seiten:
176
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-510-5
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