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Die tägliche TV-Schau: Mittwoch, 12.07.2017

In seinem allerletzten Film Astrée und Céladon verfilmte Éric Rohmer einen Roman von Honoré d'Urfé: ein wichtiges Werk des 17. Jahrhunderts und eine Art Romeo und Julia im Schäfer- und Nymphenmilieu.


(Bild aus Astrée und Céladon; Copyright: dmb)

In Astrée und Céladon geht es um ein wegen zerstrittener Familien geheimes Schäferliebespaar im Gallien des 5. Jahrhunderts. Infolge der Intrige eines Verehrers glaubt Astrée, dass ihr Geliebter Céladon sie betrügt und so nimmt das Unglück seinen Lauf: ein Bann, ein versuchter Selbstmord im Fluss und verführerische Nymphen kommen ins Spiel. Es umspielt eine geradezu schwerelose Sinnlichkeit dieses noch auf echtem Filmmaterial gedrehte Liebesdrama, Blätterrauschen und andere Klänge der Natur drängen auf die Tonspur und durchscheinende Stoffe umschmeicheln die Körper. Im Filmdienst wurde Astrée und Céladon ein „doppelter Historismus" zugeschrieben: der Film zeige antike Kostüme so, wie man sie sich in der Zeit des Barock vorstellte. Das Werk des Nouvelle Vague-Filmemachers Rohmer wurde auf dem Filmfestival in Venedig gezeigt, schaffte es aber nie in die deutschen Kinos.

Astrée und Céladon von Éric Rohmer mit Andy Gillet, Stéphanie Crayencour und Cécile Cassel, 21:35 Uhr auf Arte


Trailer zu Astrée und Céladon

 

Außerdem zu sehen:

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Die Frau in Gold von Simon Curtis, 20:15 Uhr auf ARD

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Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck, 23:15 Uhr im BR

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Flash Gordon von Mike Hodges, 00:00 Uhr im HR

Vertrauter Feind von Alan J. Pakula, 01:45 Uhr auf Kabel eins