Cannes BLOG

16 20/05

"The Last Face" von Sean Penn

Sean Penn ist fraglos ein Mann mit einem Anliegen und einer Mission. Immer wieder meldet sich der Schauspieler und Regisseur in verschiedenen politischen Angelegenheiten zu Wort. Nicht immer agiert er dabei besonders glücklich, aber seine Engagements gegen den dritten Golfkrieg und gegen die Bush-Regierung sowie auf Haiti und in anderen Krisenregionen sind unbenommen. Daher ist es kein Wunder, dass auch der neueste Film von Penn, der am vorletzten Tag des Filmfestivals von Cannes im Wettbewerb zu sehen war, eine Botschaft hat.


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16 20/05

"Dog Eat Dog" von Paul Schrader

Die titelgebenden Hunde in Paul Schraders Dog Eat Dog sind keine Haustiere. Das wird schon im Prolog klar. Willem Dafoe schnupft im pinksten Wohnzimmer Amerikas Kokain und schaut dabei eine Talkshow über Waffen, die ganz auf der Linie aktueller republikanischer Präsidentschaftskandidaten argumentiert: Hätte jeder eine Waffe zuhause, würde es weniger Tote geben. Falls das die These zum Film ist, versucht Schrader sie in den nächsten 95 Minuten zu widerlegen.


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16 20/05

"The Neon Demon" von Nicolas Winding Refn

Es ist nicht einfach, über Neon Demon zu schreiben. Der Film ist eine eiskalt kalkulierte Provokation und funktioniert wie Clickbait, der vielleicht mit der Überschrift "Schaut euch diese heißen jungen Mädchen an! Ihr glaubt nicht, welche davon eine sexy Lesbe ist!" agieren würde. Und egal, ob man es dann sexy, lustig, dämlich oder unfassbar beleidigend und widerwärtig findet, man hat geklickt und den Inhalt damit weitergetragen. Genau darauf ist auch Nicolas Winding Refn aus.


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16 20/05

"Gimme Danger" von Jim Jarmusch

Gerade in diesem Jahr, in dem so viele bekannte Musiker sterben, gilt Iggy Pop als einer der großen Überlebenden des Rock'n'Roll-Zirkus. James Osterberg, so sein bürgerlicher Name, wird im nächsten Jahr 70 Jahre alt, hat vieles erlebt und noch mehr überstanden. Er gilt gemeinsam mit seiner Band The Stooges als einer der wichtigsten Wegbereiter des Punk, arbeitete eng mit David Bowie zusammen und verlebte mit ihm gemeinsam wilde Berliner Jahre, ging durch die Drogenhölle der Heroinsucht, erlebte das Auseinanderbrechen seiner Band, den Tod früherer Kollegen und vieles mehr.


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16 19/05

"The Transfiguration" von Michael O’Shea

Milo (Eric Ruffin) ist eigentlich das geborene Opfer. Der stille und zurückgezogen lebende Junge, der ohne Eltern mit seinem älteren und zumeist apathisch auf der Couch herumhängenden Bruder Lewis (Aaron Moten) zusammenwohnt, wird von den anderen Kids an seiner Schule und in seinem Viertel gehänselt und beschimpft. Und deshalb zieht er sich immer mehr in die sichere Obhut seines Zuhauses zurück, wo er manisch alles über Vampire sammelt, sich Filme zu dem Thema anschaut und an einer Philosophie und Handlungsweise für angehende Vampire schreibt.


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16 19/05

"Bacalaureat" ("Graduation") von Cristian Mungiu

Seit Jahren beschreibt Cristian Mungiu (4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage, Jenseits der Hügel) den Zustand seines Heimatlandes Rumänien. Mit Bacalaureat (Graduation) arbeitet er sich abermals an den heimischen Zuständen ab. Alles beginnt mit einem Lichtblick: Eliza (Maria-Victoria Dragus). Das Mädchen mit den langen, blonden Haaren und breiten Lächeln ist des Arztes Romeo (Adrian Titieni) ganzer Stolz.


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16 19/05

Cannes 2016 - Videotagebuch #7 mit "Personal Shopper" & "La Fille Inconnue"

Eine Gemeinsamkeit der beiden heutigen Filme? Frauen, die Tote suchen. Da haben wir Kristen Stewart in Assayas' hochgradig eigenartigem Personal Shopper und La Fille Inconnue der beiden Dardenne-Brüder, die sich irgendwie wiederholen.


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16 19/05

Die besten Filmposter aus Cannes

Nachdem wir vor ein paar Tagen einige besonders schlimme Posterexemplare aus dem Marché du film in Cannes gefischt haben, wollen wir heute ein paar präsentieren, die es uns besonders angetan haben. Es ist nicht leicht für Plakate, in dieser Bilder- und Werbeflut in Cannes aufzufallen. Umso mehr wollen wir diese Exemplare herausstellen.

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16 19/05

"Risk" von Laura Poitras

Hat man zu Julian Assange nicht schon alles gesehen? Man kennt sein Gesicht, seine Geschichte, selbst die Enthüllungen von Wikileaks sind schon endlos oft erzählt worden, es gab all die Zeitungsberichte, die Dokumentarfilme und sogar den Spielfilm Inside Wikileaks. Immer wieder der Versuch, Julian Assange nahe zu kommen, seine Person zu erklären, zu ergründen, warum er das größte Datenleak der Geschichte veröffentlichte. Bei all diesen Versuchen hatte jedoch niemand bisher so guten Zugang zum Wikileaks-Team wie die Journalistin und Dokumentarfilmerin Laura Poitras. Auch sie hat schon mehrere Filme zu der Thematik gedreht, zuletzt Citizenfour über die Enthüllungen Edward Snowdens, der 2015 mit einem Oscar als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Nun also der Blick zurück auf den Mann, mit dem für Poitras alles begann: Wikileaks-Gründer Julian Assange.


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16 19/05

"Goksung" ("The Wailing") von Hong-jin Na

Spätestens seit The Chaser und The Yellow Sea gilt Na Hong-jin als einer der vielversprechendsten Genre-Regisseure aus dem Filmwunderland Südkorea. Und an diesem enormen Ruf wird auch der neueste Streich Goksung (The Wailing) munter weiterstricken. Zumal Na Hong-jin hier vom Serienkiller- über den Zombiethriller bis hin zum Satanisten-Horror zahlreiche Subgenres munter miteinander mischt.


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