Cannes BLOG

17 26/05

Cannes 2017: "The Merciless“ von Byun Sung-Hyun

Die koreanische Genrewelle bricht nicht ab. Im Gegenteil. Auch dieses Jahr hat das Land wieder ausgezeichnete Filme produziert, mit denen sie hier in Cannes die Midnight Screenings dominieren. Nach The Villainess ist es nun also The Merciless (Bulhandang), der eventuell einen ähnlichen weltweiten Siegeszug antreten könnte wie voriges Jahr Yeon Sang-Hos Train to Busan.

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17 26/05

Cannes 2017: "L’amant double" von François Ozon

Es gibt Filme, die durchaus dazu führen können, dass vertraute Begriffe fortan in einem neuen Kontext erscheinen. François Ozons neues Werk L’amant double ist so ein Fall, denn was der Regisseur zu Beginn seines Films als erstes Bild präsentiert, könnte die Assoziationskette von Filmkritikern bei dem terminus technicus „Opening Shot“ künftig in eine andere Richtung verschieben: Die Kamera zoomt zurück aus einer durch ein gynäkologisches Instrument gespreizten Vagina und wagt dann noch einen kühnen Schnitt auf ein Auge, bevor sich die Geschichte entfaltet.


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17 25/05

Cannes 2017: "Good Time" von Ben und Josh Safdie

Wenn Ben und Josh Safdie für eines gut sind, dann für Filme (Heaven Knows What, The Panic in Needle Park), die die Erwartungen des Publikums konstant unterlaufen und rigoros ihr eigenes Ding durchziehen, komme, was da wolle, und egal, wie das jemand findet. Mit Good Time liefern sie nun ihr bisher reifstes Werk vor, einen Wahnsinnstrip durch die Nacht, und bescheren Robert Pattinson nicht nur eine weitere Rolle in einem Genrefilm, sondern auch seine bisher beste Performance. Aber das allein macht einen guten Film noch nicht aus.


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17 25/05

Cannes 2017: "A Gentle Creature" von Sergei Loznitsa

So ungefähr muss man sich eine Geschichte von Franz Kafka vorstellen, wenn sie im Russland der Gegenwart angesiedelt ist. In A Gentle Creature von Sergei Loznitsa, der aber nicht auf einem Werk Kafkas, sondern einer Geschichte von Fjodor Dostojewski beruht, begibt sich eine Frau auf eine Odyssee ins Ungewisse und wird dabei mit der kaputten und moralisch verlotterten Realität ihres Landes konfrontiert.


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17 25/05

Cannes 2017 – Videotagebuch #7 mit „Happy End“ und „The Villainess“

Harte Kost und leichte Genre-Häppchen – Beatrice Behn und Joachim Kurz sind weiterhin an der Croisette und reden über die Vivisektion einer großbürgerlichen Familie und eine Achterbahnfahrt mit regnerischem Romantik-Turn und zwiespältigem Ergebnis. Oder anders gesagt: Über Happy End von Michael Haneke und The Villainess von Jung Byung-gil.

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17 24/05

Cannes 2017: "Florida Project" von Sean Baker

Sommer in Florida. Eine bleierne Sonne hängt über den Suburbs von Orlando. Hier, unweit des Disneylands, wohnt die sechs Jahre alte Moonee (Brooklynn Prince) in einem billigen Motel-Komplex. Gemeinsam mit ihren Freunden Scooty (Christopher Rivera) und Jancey (Valeria Cotto) streift sie durch die Gegend und heckt allerhand Streiche aus. Sie betteln sich Geld für ein Eis zusammen, legen "im verbotenen Raum" den Hebel für die Stromversorgung des gesamten Blocks lahm und klettern durch leerstehende Häuser. Moonee mit respektloser guter Laune immer allen voran.


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17 24/05

Cannes 2017: "Die Verführten" ("The Beguiled") von Sofia Coppola

Wo sind die Frauen – als Regisseurinnen, als gute Figuren in Filmen, in der gesamten Filmindustrie? Diese Frage wird immer lauter gestellt, vor allem nachdem Studien z.B. gezeigt haben, dass Frauen sieben Prozent in der Regie und weniger als ein Drittel aller sprechenden Charaktere in Filmen ausmachen. Die Internationalen Filmfestspielen von Cannes spiegeln diese Zahlen wider. Es ist ein extrem von Männern dominiertes Festival, bei dem nur eine Frau jemals die Goldene Palme gewann und dessen Wettbewerbsprogramm dieses Jahr nur 13 Prozent Regisseurinnen aufweist. Eine davon ist Sofia Coppola, die mit Die Verführten in mehrfacher Hinsicht die Quote stark nach oben zieht. Einen Frauenfilm hat sie gemacht, hieß es nach der Weltpremiere. Ja, das hat sie. Im mehrfachen, aber nicht immer guten Sinne.


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17 24/05

Cannes 2017 – Videotagebuch #6 mit „The Killing the of a Sacred Deer“ und „An Inconvenient Sequel: Truth to Power“.

Ein toter Hirsch und die Klimakatastrophe beschäftigen Beatrice Behn und Joachim Kurz heute in der „Umwelt-Edition“ ihres Vlogs aus Cannes. Sie schwärmen über The Killing of a Sacred Deer von Yorgos Lanthimos und ärgern sich über An Inconvenient Sequel: Truth to Power von Bonni Cohen und Jon Shenk.

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17 24/05

Cannes 2017: "Rodin“ von Jacques Doillon

Das Filmfestival von Cannes ist nicht nur eine Leistungsschau des Weltkinos, sondern immer auch ein klein wenig Showcase für den französischen Film, vor allem in seiner anspruchsvollen Variante. Jedes Jahr finden sich mindestens vier einheimische Filme im Herzstück des Wettbewerbs. Nimmt man die Qualität dieser Filme zum Maßstab für den Zustand des französischen Kinos, dann muss man ihm in diesem Jahr leider ein schlechtes Zeugnis ausstellen – vor allem dann, wenn man noch den Eröffnungsfilm mit hinzuzieht.

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17 23/05

Cannes 2017: Die schräge Welt der Filmposter - 1.Teil

Wir haben es wieder getan und sind hinabgestiegen in die Untiefen des Marché du Film in Cannes. Dort lauern neben allerhand Ständen und ruhmeshungrigen Gesichtern auch in diesem Jahr Filmplakate, über die man fast nichts sagen sind, so bizarr, schrecklich oder kurios sind sie.

Also lasst uns hineingehen ins Feuer...

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