Berlinale 2016 BLOG

16 21/02

Die Berlinale 2016 bei kino-zeit.de im Überblick

Falls es jemand noch nicht gemerkt hat: die Berlinale 2016 steht vor der Tür. Und wie in den letzten Jahren, so schwärmen wir auch dieses Mal wieder aus, um Dutzende Filme zu sichten und darüber zu schreiben, Videotagebücher und Berlinale Impressionen zu sammeln, jede Menge Fotos zu machen und ein möglichst buntes Bild vom wichtigsten deutschen Filmfestival zu sammeln. Da verliert man schnell mal den Überblick - und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, zur besseren Orientierung über unsere Berichterstattung eine Art Inhaltsverzeichnis zu erstellen, von dem aus man schnell zu allen relevanten Infos und Artikeln kommt.

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16 21/02

"Miles Ahead" von Don Cheadle

Für Don Cheadle war es ein Lebenstraum. Seit Jahren wollte er einen Film über sein großes Vorbild Miles Davis machen. Doch er bekam die Finanzierung einfach nicht zustande. Zu nischig sei der Film. Daran seien doch nur Afroamerikaner interessiert. Wer ist Miles Davis, fragten sie. Bis Ewan McGregor für das Projekt gewonnen werden konnte. Auf einmal flossen die Gelder. Ein Schelm, wer hier an Hautfarben und systemimmanenten Rassismus denkt …

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16 21/02

"Chi-Raq" von Spike Lee

Spike Lee ist stinksauer. Und das zurecht. Vor allem das Jahr 2015 hat wieder deutlich gezeigt, wie sehr das Leben der Afroamerikaner in den USA noch immer von Rassismus, Vorurteilen und der Behandlung als Menschen zweiter Klasse bestimmt ist. Doch bevor Beyoncé mit ihrem neuen Formation Song und dem dazugehörigen Video der Black Lives Matter- Bewegung eine Hymne gegeben hat, war es Spike Lees Chi-Raq, der das Kino wieder zum aktuellen Austragungsort der Bürgerrechtsbewegung gemacht.

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16 21/02

"Verfluchte Liebe deutscher Film" von Dominik Graf

Dominik Graf ist ein verzweifelter Fan des deutschen Kinos. Denn was ist der deutsche Film? Gelacktes Publikumseinseifen und oberlehrerhaftes Herumgethese; aber auch Leidenschaft, Energie, Bewegung, Emotionalität, Ehrlichkeit und Wahrheit. Und danach sucht er in diesem Film, den er auf Anregung und zusammen mit Johannes F. Sievert zusammengestellt hat: Verfluchte Liebe Deutscher Film ist ein Essay über das oft vergessene deutsche Genrekino, über publikumsaffines Kino, das Sensationen und Anspruch vereint. Gutes kommerzielles Kino – eine Spurensuche.

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16 21/02

"Le Fils de Joseph" von Eugène Green

Vincent ist einer der Jugendlichen, die sich als Wandschmuck Caravaggios Opferung Isaacs ins Jugendzimmer hängen. Isaac in Todesangst, Abraham mit dem riesigen, glänzenden Messer über ihm, aus seinem Gesicht spricht die Entschlossenheit, er hat schließlich Gottes Wort gehört. Eugène Greens Le fils de Joseph ist ein Vater-Sohn-Film, der sein Thema auf ganz eigentümliche Weise angeht: Als Geschichte einer Vatersuche, die eigentlich fast schon sehr einfach gehalten ist, – und als philosophisch-theologischer Essay über Herkunft und Weitergang, mit fein eingebauten Anspielungen und Motiven aus Bibelexegese und Kunstgeschichte.

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16 21/02

Berlinale 2016 kino-zeit.de Vlog #10 – "A Dragon Arrives" und Auf Wiedersehen

Hiermit verabschieden sich Beatrice Behn und Joachim Kurz aus Berlin. Sie haben einen letzten Film gesehen: "Ejhdeha Vared Mishavad!" ("A Dragon Arrives!"), den iranischen Wettbewerbsbeitrag von Mani Haghighi. Und sie ziehen ein Fazit der 66. Berlinale. Außerdem freuen sie sich schon auf Cannes. Dort werden wir sie vor der Kamera wiedersehen!

 

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16 20/02

"Ejhdeha Vared Mishavad!" (A Dragon Arrives!) von Mani Haghighi

Es ist auf jeden Fall ein unerwarteter Beitrag, der da aus dem Iran zur Berlinale gekommen ist. Irgendwo zwischen Noir-Detektiv-Geschichte, Abenteuerfilm á la Indiana Jones und Mystery-Thriller im Stile David Lynchs bietet Ejhdeha Vared Mishavad! (A Dragon Arrives!) geisterhafte und dokumentarische (oder mockumentarische?) Anteile und irgendwo auf der dritten Ebene auch Politisches. Was das alles bedeuten soll? Keine Ahnung. 

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16 20/02

Berlinale 2016 kino-zeit.de Vlog #9 – "United States of Love" & "Saint Amour“

Bald ist es geschafft: Am letzten Tag des Wettbewerbs widmen sich Beatrice Behn und Joachim Kurz dem polnischen Bärenkandidaten United States of Love von Tomasz Wasilewski und Saint Amour, dem neuen Werk des Regieduos Benoît Delépine und Gustave Kervern, bei dem unter anderem Gérard Depardieu und Benoît Poelvoorde mitspielen. 

Der kino-zeit.de Berlinale-Vlog Nr.9, präsentiert in Zusammenarbeit mit MasterCard, offizieller Sponsor der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

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16 20/02

"Saint Amour" von Benoît Deléphine und Gustave Kervern

Eine Landwirtschaftsmesse in Paris ist der Ausgangsort des französischen Films Saint Amour. Nachdem die Kamera über die in Reihe stehenden Zuchtbullen gefahren ist, landet sie am Tisch mit vier Männern – und diese Verbindung ist im Vergleich zu dem, was folgt, sogar noch subtil. Am Tisch sitzen Altbauer Jean (Gérard Depardieu) und sein Sohn Bruno (Benoît Poelvoorde) mit zwei Bekannten. Während Jean in diesem Jahr unbedingt den Titel für seinen Zuchtbullen gewinnen will, sucht Bruno Spaß und Entspannung. Schließlich sei es die einzige Woche im Jahr, in der er auch mal frei haben könnte. Ohnehin will er nicht mehr Bauer sein, sondern hat eine Stelle als Verkäufer im Gartencenter in Aussicht. Weniger Arbeit, mehr Ansehen und damit mehr Erfolg bei den Frauen, lautet Brunos simpler Gedankengang. Aber vorerst geht er mit einem Kumpel auf "Weinreise" durch die Halle. Sie hangeln sich von Stand zu Stand durch die verschiedenen französischen Weinregionen, machen blöde Witze und kippen Rotwein in sich hinein, bis sie besoffen in einem Gatter mit Schweinen einschlafen. Ja, auch das ist eine der tierischen Assoziationen des Films. Jean sucht unterdessen seinen Sohn und entdeckt ihn, als Bruno – wieder erwacht – eine zu junge Messehostess erst anspricht und dann beleidigend und übergriffig wird, bis sein Vater eingreift. Er sei nicht schön, heult Bruno ihm daraufhin vor. Und seinen weinenden, unglücklichen Sohn will Jean nicht hinnehmen, also geht er mit ihm tatsächlich auf eine Weinreise durch Frankreich. Gefahren werden sie von dem Taxifahrer Mike (Vincent Lacoste), der noch lieber über Sex spricht als Bruno und das infantile Männertrio komplettiert.



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16 20/02

"Wir sind die Flut" von Sebastian Hilger

Ermüdende Schnitzeljagd

Schon der Titel: "Wir sind das Volk", "Wir sind Weltmeister", "Wir sind Papst" und nun sind wir die Flut. Um wen es sich bei dem ominösen "wir" in Sebastian Hilgers Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg handelt und was es eigentlich bedeutet, dass wir "die Flut" sind, bleibt, wie so vieles, in dem ambitionierten, aber letztlich zwiespältigen Werk vage. 

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