B-Roll BLOG

17 03/04

Klassiker sehen heute

Dass sich Kino- und Filmlandschaft verändern, dürfte niemandem entgangen sein. Vor allem die Branche selbst beobachtet mit einer Mischung aus Sorge (klassische Filmstudios, Kinobetreiber) und Goldgräberstimmung (etwa Streaming-Dienste wie Netflix), wie sich alles unaufhaltbar in Richtung einer ungewissen Zukunft bewegt. Vor „The Reckoning“, also der großen Abrechnung, warnte das Branchenblatt Variety kürzlich in fast biblischem Ton. Im starren Blick nach vorne wird dabei übersehen, wie sehr sich auch die Vergangenheit des Kinos gerade verändert.


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17 02/04

Diagonale Tagebuch: Heimat und Fremde

Die Preise bei der diesjährigen Diagonale sind vergeben, am Sonntag noch werden die letzten Filme so sehen sein, dann werden die Koffer gepackt und die Dekorationen abgebaut; dann ist das 20. Festival des österreichischen Films schon wieder Geschichte. Zeit für eine letzten Spurensuche nach Motiven und Themen des diesährigen Jahrgangs - und Zeit für ein kleines vorläufiges Resümee.


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17 31/03

Ohne Hoffnung gibt es keinen Grund für Pessimismus - Die Getriebenen in Aki Kaurismäkis Filmen

Es sind Außenseiter, Ver- und Getriebene, von denen Aki Kaurismäki erzählt. Sie sind von der Gesellschaft entfremdet und suchen einen Weg für sich. Schon in seinem ersten Film, Crime and Punishment (1983), in dem er alleine Regie geführt hat, steht mit dem Schlachthausarbeiter Rahikainen ein Mann im Mittelpunkt, der sich durch die moralischen und praktischen Konsequenzen eines Mordes an den Rand der Gesellschaft manövriert hat. Diese Tat definiert sein Verhältnis zu seiner Umwelt neu. Hatte er schon vorher Schwierigkeiten, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, hat er sich nun von ihnen noch weiter entfremdet. Einzig die Verbindung zu einer Zeugin seiner Tat und einem Polizisten sind ihm geblieben.


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17 31/03

Diagonale Tagebuch 2017: Salzburg, Linz, Lanzenkirchen - Ortstermine

Die filmische Reise, die die Diagonale unternimmt, macht naturgemäß häufig in Wien Station. Doch es sind gerade die Filme jenseits der Metropole, die in diesem Jahr auffallen und sich aus dem übrigen Angebot abheben. Da ist beispielsweise Adrian Goigingers Die beste aller Welten, der bereits bei der Berlinale in der Reihe Perspektive Deutsches Kino für einigen Wirbel sorgte. Wer sich nun ob der doppelten Reklamation als deutscher und als österreichischer Film (dergleichen erlebte man ja in den vergangenen Jahren häufiger) wundert: Der Film ist eine österreichisch-deutsche Koproduktion; der Filmemacher, auf dessen eigenen Kindheitserlebnissen der Stoff beruht, studiert an der Filmakademie Baden-Württemberg.


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17 30/03

Hartl & Behn besprechen: Auf der anderen Seite der Hoffnung, I am not your Negro & Una und Ray

Harter Tobak diese Woche. Aber Sonja Hartl & Beatrice Behn haben sich für euch durchgearbeitet. Bittersüß geht es in Aki Kaurismäkis Film Auf der anderen Seite der Hoffnung zu. Raoul Pecks I Am Not Your Negro verbindet ein Manuskript des Philosophen James Baldwin mit Bildern der Bürgerrechtsbewegung und kreiert so einen schaurig präzisen Dokumentarfilm für die derzeitige politische Situation in den USA. Una und Ray beleuchtet die Beziehung zwischen der 13-jährigen Una und dem über 30-jährigen Ray und deren Langzeitfolgen.

 

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17 30/03

Diagonale Tagebuch 2017: "Keine Angst!"

Dem Klischee nach neigt der Österreicher an sich (und insbesondere der Wiener) zu einer gewissen Schwermut und Morbidität. Und zumindest auf den ersten Blick kann man diesen Wesenszug – sofern es ihn überhaupt gibt – in den absichtlichen Querverbindungen eines gut kuratierten Festivals und den Zufälligkeiten der eigenen Programmauswahl wiederfinden. Wobei die Wahl des Eröffnungsfilmes sicherlich einen Akzent, eine Grundtonalität gesetzt hat, die nachwirkt: Mit Untitled, dem nicht nur unbetitelt, sondern auch unvollendet gebliebenen Werk des vor fast genau drei Jahre verstorbenen Michael Glawogger gedachte das Festival jenem Mann, der immer noch so schmerzlich fehlt. Seine verstreuten Reiseaufzeichnungen, sein Wagnis einer filmischen Reise um die Welt, wurden von seiner Mitstreiterin und Cutterin Monika Willi in eine Form gebracht und geben nun zumindest eine Ahnung davon, welches opus magnum Glawogger hier der Welt abtrotzen wollte. (Eine ausführliche Kritik zum Film befindet sich hier).


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17 30/03

"Geschichten helfen, Grenzen zu überwinden" - Im Interview mit Amma Asante

Es ist eine Geschichte, die fast zu unglaublich klingt, als dass sie wahr sein könnte. Im London der 1940er Jahre verliebt sich der botswanische Kronprinz Seretse Khama in die bürgerliche Engländerin Ruth Williams und heiratet sie. Gegen den Willen des britischen Empires und der botswanischen Obrigkeit. Mit A United Kingdom erzählt die ghanaisch-britische Regisseurin und Schauspielerin Amma Asante mit David Oyelowo und Rosamunde Pike in den Hauptrollen von dieser damals skandalträchtigen Liebesgeschichte. Anna Wollner hat Amma Asante in Toronto zum Interview getroffen.


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17 29/03

Online-Filmkritik und die Ökonomie der Aufmerksamkeit - Die kino-zeit-Kolumne

In seinem Pamphlet Warum wir Filmkritik brauchen sah Josef Schnelle vor neun Jahren "das informierte und unabhängige Urteil" durch Internet-Blogs in Gefahr gebracht. Anlass war die Entlassung zahlreicher fest angestellter Filmkritiker bei US-amerikanischen Tageszeitungen, deren ehrwürdige Arbeit in den Printmedien durch unehrwürdige Online-Wortmeldungen zerstört worden sei. Nichts schade der traditionellen Filmkritik mehr als die reine Internet-Kritik, lautete Schnelles apokalyptisches Verdikt über den drohenden Paradigmenwechsel. Während die professionelle und demnach gedruckte Kritik "neue Trends und ästhetische Standards" durchsetze, trieben sich im "Netzversteck hauptsächlich Dilettanten und Abschreiber" herum.


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17 27/03

(Based on) A True Story

Das Label "based on a true story" gehört seit jeher zur Historie des bewegten Bildes. In letzter Zeit waren einige Filme im Kino zu sehen, die mal auf reizvolle, mal auf höchst fragwürdige Weise mit den realen Ereignissen und Menschen hinter ihren jeweiligen Geschichten umgingen.


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17 23/03

Hartl & Behn besprechen: Life, (Go, Go) Power Rangers & Der Himmel wird warten

Ein bunter Mix, den Sonja Hartl und Beatrice Behn da diese Woche besprechen. Daniel Espinosa schickt Jake Gyllenhaal in Life ins Weltall, die Power Rangers machen ihr bunt-absurdes Comeback und Der Himmel wird warten geht dem Phänomen nach, warum sich junge Mädchen für den IS rekrutieren lassen.

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