B-Roll BLOG

17 06/03

Schwimmen lernen: Die Filme von Barry Jenkins

In manchen Kinobildern kann man ertrinken. Man lässt sich treiben vom Geschehen oder watet mit dem Regisseur ins tiefe Wasser hinaus, nur um festzustellen, dass man Nichtschwimmer ist. Dieses Gefühl vermittelt auch eine Szene aus Moonlight, dem zweiten Spielfilm des amerikanischen Regisseurs Barry Jenkins. Der Drogendealer Juan (Mahershala Ali) hat sich des jungen Außenseiters Chiron (in dieser Szene: Alex R. Hibbert) angenommen. Es gilt, zwei Dinge zugleich zu lernen: zum einen Schwimmen, zum anderen Vertrauen.


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17 03/03

Das Evangelium nach Martin

Ich bin's, ich sollte büßen, / an Händen und an Füßen / gebunden in der Höll, / die Geißeln und die Banden / und was du ausgestanden, / das hat verdienet meine Seel.

Zu Beginn seines Albums Life of Pablo beschwört Kanye West im Lied Ultralight Beam den Glauben. An was kann man nicht ganz genau sagen. Er macht "faith" als etwas aus, das wir brauchen, Gottes Traum, ein musikalisches Spektakel aus Lichtern, Gebeten, Zweifeln, Schulterzucken und zu viel Selbstvertrauen. In Leonard Cohens The Faith wird das Wort "Glauben" wie ein Versprechen gegen eine Müdigkeit gestellt. Es geht um Aufrichtigkeit, Spiritualität und den Widerspruch zwischen dem Ideal des Glaubens und einer Erschöpfung, die damit einhergeht. Bei beiden sehr unterschiedlichen Künstlern gibt es eine Form von Spiritualität, eine Rückbesinnung, die aus dem Zweifel und der Notwendigkeit in einen Glauben finden will.


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17 02/03

Oscar Films and Where to Find Them

Die Auszeichnungen sind vergeben und viele der Filme, die bei der diesjährigen Oscar-Verleihung gewonnen haben, lassen sich bereits bei Streaming-Anbietern oder auf Blu-ray und DVD finden. Wo und ab wann alle Oscar-Filme in Deutschland verfügbar sind, verrät die Übersicht.


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17 02/03

Hartl & Behn besprechen: Logan- The Wolverine, Certain Women & Little Men

Holt die Taschentücher raus! In Logan - The Wolverine hat Hugh Jackman seinen letzten Auftritt und der ist überraschend gut und emotional. In Kelly Reichardts Certain Women erzählt die Autorenfilmerin von Frauen in Montana und schafft es dabei, aus den kleinsten Nuancen Geschichten zu schaffen. Ira Sachs Little Men erzählt hingegen von einer Jungsfreundschaft, die an den Klassenunterschieden zerbricht.

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17 01/03

Meine Welt für alle - Auf der Suche nach YouTube-Nachrichten - Die kino-zeit-Kolumne

Wenn in der Welt etwas geschieht, erfahre ich davon in der Regel zuerst auf Twitter, kurz danach auf Facebook und – wenn ich dazu komme – irgendwann durch eine gedruckte Zeitung. Wobei gedruckt gar nicht stimmt: Auch die wird mittlerweile digital gelesen. Dass Print-Medien und Fernsehen ihren Weg ins Internet gefunden haben oder ihn manchmal noch stolpernd-tastend erkunden, ist keine neue Erkenntnis. Wenn in der Timeline eine Nachrichtenmeldung von Interesse erscheint, dann ist es völlig natürlich, sich die Bilder dazu schnell bei YouTube anzusehen.


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17 27/02

Dunkel, gefährlich, glücklich? - Konzepte des Begehrens

Der Topos der "gefährlichen Liebe" ist gewiss kein neues Phänomen auf der Kinoleinwand. So begehrte ein Mann eine Frau ohne Gewissen (1944), während ein anderer Eine verhängnisvolle Affäre (1987) anfing und eine Frau sich für 9 1/2 Wochen (1986) auf "Desire. Infatuation. Obsession" (so die tagline zum Film) einließ. All diese und ähnliche Werke – von Die Lady von Shanghai (1947) über Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen (1986) bis hin zu Match Point (2005) – verdienen jeweils ihre eigene Interpretation und weisen ihre ganz eigenen Probleme im Umgang mit Liebes-, Sexualitäts- und Gender-Fragen auf.


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17 24/02

Road to the Oscars – Frauen auf dem Weg zum Mond – "Hidden Figures"

Im vorigen Jahr kursierte der Hashtag #oscarssowhite durch soziale Netzwerke und machte auf das eklatante Fehlen von people of color bei der Verleihung der Academy Awards aufmerksam. Tatsächlich führte die fortgesetzte Kritik an den weit überwiegend weißen Nominierten dazu, dass sich bei der Academy etwas veränderte: bei der Aufnahme neuer Mitglieder wurde bewusst auf Diversität geachtet, so dass sich die Zusammensetzung ein wenig weg von "alten weißen Männern" hin zu mehr Vielfalt bewegte. Die Änderungen und die Kritik scheinen etwas zu verändern: In diesem Sind mit Moonlight, Lion, Fences und Hidden Figures vier Titel unter den neun nominierten Filmen, die keine weißen Protagonisten haben - und mit Arrival und Hidden Figures zudem zwei Filme, die von einer bzw. drei weiblichen Hauptfigur(en) getragen werden. 


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17 24/02

Road to the Oscars: Genreerkundungen – Regisseur Denis Villeneuve

Vier Filme hat Denis Villeneuve in den vergangenen vier Jahren gemacht, ein fünfter befindet sich gerade in Postproduktion. Dabei hat es der Frankokanadier bisher geschafft, mit jedem Film mit Narration und Bildsprache zu überraschen und das jeweilige Genre ein wenig weiterzuentwickeln. 


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17 24/02

Road to the Oscars: Ken Loach für Kinder – "Mein Leben als Zucchini"

Unter den fünf Nominierten für den Academy Award als bester Animationsfilm stellt Claude Barras` Mein Leben als Zucchini gleich in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme dar. Da wäre zum einen die Herkunft des Films: Die schweizerisch-französische Koproduktion nimmt sich gegen die US-amerikanische Konkurrenz wie ein Exot aus und erinnert zugleich an die beachtlichen Verdienste europäischer Trickfilmer von Das große Rennen von Belleville (Regie: Sylvain Chomet, 2004 als bester Animationsfilm nominiert) bis hin zu Nick Park (Wallace & Gromit - Die Jagd nach dem Riesenkaninchen, Academy Award 2006 in der gleichen Kategorie).


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17 23/02

Hartl & Behn besprechen: Lion, Boston & Neruda

Die Berlinale ist vorbei, aber das Kino macht weiter. Hier sind die Filmneustarts der Woche: In Lion sucht Dev Patel seine leibliche Mutter per Google Earth, in Boston rettet Mark Wahlberg mal wieder ein bisschen die Welt und Neruda erlaubt sich, kein übliches, verehrendes Bio-Pic zu sein und zeigt Gael García Bernal mit dem besten Schnauzer des Jahres 2017.

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