B-Roll BLOG

17 05/06

Das Schweigen nach dem Film

Einfach nach Hause gehen. Durch die Nacht nach dem Film. Niemand spricht, außer der Film im Kopf und die sich formenden Träume. Das Gesehene bleibt wie ein Echo im Körper. Man versteckt sich damit in der Erinnerung, lässt sich nach dem Kino weiter berühren. Viele kennen dieses Gefühl eines Nachwirkens, eines Alleinseins mit dem Kino. 

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17 01/06

Hartl & Behn besprechen: Baywatch, In Zeiten des abnehmenden Lichts & Free Speech Fear Free

Auf Baywatch hat zumindest eine von beiden sehnsüchtig gewartet. Ob der Film der trashige Sommerhit ist, besprechen Sonja Hartl & Beatrice Behn zusammen mit zwei weiteren Filmen: Free Speech Fear Free ist ein Dokumentarfilm eines gerade einmal Zwanzigjährigen, der hier wichtige, aber auch kontroverse Denker, Whistleblower etc. nach der Meinungsfreiheit befragt. In Zeiten des abnehmenden Lichts beschäftigt sich wiederum mit dem Ende einer Zeit ohne Meinungsfreiheit- den letzten Tagen der DDR.

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17 31/05

Seid dankbar. Ihr seid doch vertreten. - Die kino-zeit-Kolumne

Also, das Thema mit der schlechten Repräsentation von Frauen, einer Minorität, die so um die 50% der Weltbevölkerung ausmacht, beim Filmfestival in Cannes stimmt ja jetzt nicht so ganz. Ich fahre da seit inzwischen sieben Jahren hin und nicht nur bin ich selbst eine Frau – und damit Teil der ungefähr 20% Frauen in der Filmkritik –, sondern ich sehe auch ganz viele Frauen vor Ort. Schon bei meiner Ankunft reicht mir eine nette Hostess in einem blauen Kleidchen mein Busticket von Nizza nach Cannes. Vor Ort bekomme ich meine Akkreditierung von einer Frau. Im Kinosaal weisen mir freundliche Hostessen, wieder im blauen Kleidchen, den Weg zum Sitz. Mein Kaffee wird von jungen französischen Models gebrüht, die Toiletten putzen auch Frauen. Und selbst im Kino auf der Leinwand gibt es sie überall. Wenn ich mir die 19 Filme im Wettbewerb ansehe, dann sind sie doch überall vertreten. In Loveless als herzlose Mutter. In L’Amant Double als Psychosomatikerin. In Jupiter’s Moon als Opportunistin und Verräterin. In A Gentle Creature und The Killing of a Sacred Deer als passive Ehefrau ...


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17 29/05

Eine Verteidigung des (nervigen) Publikums

Wenn Figuren in einem Film ins Kino gehen, dann ist das Geschehen auf der Leinwand für sie oft eher nebensächlich. Statt der Handlung zu folgen, unterhalten sie sich, Liebespaare kommen einander näher, früher wurde geraucht. Zudem ermutigt der abgedunkelte Raum zu allen Aktivitäten, die von Zwielicht und Verborgenheit profitieren. Auch die Kamera schaut meist in die umgekehrte Richtung, in die eigentlich falsche, von der Leinwand weg ins Publikum hinein. Das hat nichts mit einer Geringschätzung gegenüber dem jeweiligen Film oder gar dem Medium an sich zu tun, im Gegenteil. Manchmal soll die Wirkung des Films gezeigt werden, erfahrbar durch den Glanz in den Augen der Zuschauer, ihr verklärtes Lächeln und ihre Tränen. Oder aber es geht um das Kino als sozialen Raum, als Ort der Begegnung.


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17 25/05

Hartl & Behn besprechen: Berlin Syndrom, Churchill & Rosemari

Drei Kinostarts, zwei Empfehlungen: Sonja Hartl und Beatrice Behn sprechen über Cate Shortlands Thriller Berlin Syndrom, Jonathan Teplitzkys Biopic Churchill und Sara Johnsens Drama Rosemari.

 

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17 18/05

"Ich will Fragen beantworten, die bisher keiner gestellt hat" - Ridley Scott im Gespräch mit Anna Wollner

Ridley Scott ist ein wahrer Altmeister. Er hat Alien gemacht, Blade Runner oder Gladiator. Dabei war er ein richtiger Spätzünder, hat erst mit vierzig von Werbefilmen auf Spielfilme umgesattelt. Dieses Jahr wird er achtzig und lässt keinen Anflug von Altersmüdigkeit erkennen. Mit Alien: Covenant bringt er jetzt die Fortsetzung von Prometheus ins Kino und hat noch mindestens zwei weitere Alien-Filme in der Tasche. Anna Wollner hat mit dem 79-Jährigen in Berlin gesprochen.


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17 18/05

Hartl & Behn besprechen: Alien: Covenant, Jahrhundertfrauen, Nocturama

Es geht hoch her diese Woche, denn bei Ridley Scotts Alien: Covenant werden sich Sonja Hartl und Beatrice Behn nur bei einem Aspekt wirklich einig. Außerdem besprechen sie Bertrand Bonellos Thriller-Drama Nocturama, in dem der französische Regisseur einer Gruppe junger Menschen in Paris folgt, die einen Terroranschlag planen. Und Mike Mills' Coming-of-Age-Film Jahrhundertfrauen, mit der Amerikaner gewissermaßen seine Familienchronik fortsetzt.

 

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17 15/05

Kino und Terrorismus

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gab es immer wieder Versuche, die Angriffe zum Kunstwerk zu verklären. Der Komponist Karlheinz Stockhausen sah in ihnen „das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für den ganzen Kosmos“, Möchtegern-Enfant-terrible Damien Hirst lobte pünktlich zum ersten Jahrestag ihre Bildgewalt und erklärte, gewissermaßen müsse man den Drahtziehern gratulieren; sie hätten „etwas erreicht, dass keiner je für möglich gehalten hätte“. Die Reaktionen waren – wenig überraschend – kritisch bis erbost. Diese Umdeutung war allzu leicht als Mischung aus plumper Provokation, Betteln nach Aufmerksamkeit und fehlgeleiteter Bewältigungsstrategie im Angesicht des Schreckens zu erkennen.


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17 11/05

Hartl & Behn besprechen: King Arthur, Das Ende ist erst der Anfang und Ein Tag wie kein anderer

Frauen, die über Männer reden – so lässt sich diese Folge zusammenfassen. Denn Sonja Hartl & Beatrice Behn sprechen über einen Königssohn, der seinen Väter rächen und die Welt retten will, über zwei Gauner, die in der belgischen Provinz nach einem Handy suchen und über einen Vater, der um seinen Sohn trauert. Kurzum: Über King Arthur, Das Ende ist erst der Anfang und Ein Tag wie kein anderer.

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17 10/05

Echte Körper und Hybride - Die kino-zeit-Kolumne

Vor einer Weile stellte an dieser Stelle Alexander Matzkeit die große Frage des Zeitalters digitaler Filmproduktion: „Was ist noch echt?“ – Und fand darauf eine scheinbar beruhigende Antwort: Zwar übernehmen digitale Effekte in Filmen einen immer größeren Anteil, das habe aber auch sein Gutes und die letzte Bastion der analogen Filmkunst, die uns vor der „Schreckensvision des digitalen Filmzeitalters“ bewahrt, halte stand: der echte Schauspieler kann noch nicht von seinem untoten Digital-Klon ersetzt werden.


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