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17 21/11

Zwischen Realismus und Batman – Im Gespräch mit Fatih Akin

In Aus dem Nichts erzählt Fatih Akin von Katja, deren Mann und Sohn bei einem Bombenanschlag sterben – und deren Leben fortan aus Trauer und dem Wunsch nach Gerechtigkeit besteht. Dieser Film brachte Hauptdarstellerin Diane Krueger den Darstellerinnenpreis in Cannes ein und geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Sonja Hartl hat mit Fatih Akin telefoniert.


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17 20/11

Mehr als angemalte Wirklichkeit – Über Rotoskopie-Kino

Pessimisten nennen wir "Schwarzmaler" und stellen uns dabei vor, wie sie die eigentlich schöne, gute Welt mit düsteren Schattierungen überziehen. Unverbesserlichen Optimisten werden "rosarote Brillen" angedichtet, Konzernen und Filmstudios wirft man "Greenwashing" und "Whitewashing" vor. Die verwendete Sprache zeigt: In unserer Vorstellung ist die Realität oft eine Leinwand, die Menschen sich immer wieder ihrem eigenen Belieben nach einfärben. Heute existieren zahllose Möglichkeiten, diese Vorstellung wirklich im Blick auf die Welt abzubilden: Die Filter, mit denen wir Fotos und Videos bearbeiten, etwa durch Apps wie Instagram oder Snapchat. Plötzlich erstrahlt alles im Retrolook oder Fotografierte tragen ein Hundegesicht. Oder in Augmented-Reality-Software, die unseren Blick durch Wearables oder Smartphones um neue Elemente erweitern. Und eben im Kino, sogar schon seit einhundert Jahren – in dem Animationsverfahren Rotoskopie.


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17 17/11

Wie der Fikkefuchs in die Welt kam und warum wir ihn brauchen - Ein Interview mit Jan Henrik Stahlberg

Manchmal stimmt das Timing einfach. Passend zur größten und wichtigsten internationalen Debatte über Sexismus und übergriffige Männer, kommt Jan Henrik Stahlbergs Tragikomödie Fikkefuchs ins Kino, ein herrlich komischer und schmerzlich ehrlicher Film, den man getrost als wichtigen Beitrag zur Debatte werten kann. Fikkefuchs beleuchtet die Verbindung von Sexualität und Maskulinität mit einem dermaßen harten Schlaglicht, dass einem im Kino die Spucke wegbleiben wird. Und das ist gut so! Aber Stahlbergs Brachialwerk der besten Sorte zeigt auch noch etwas anderes: die Feigheit und Gleichmacherei des deutschen Filmfördersystems, das Filme wie diesen niemals zulassen würde.


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17 16/11

Hartl & Behn besprechen: "Justice League", "Fikkefuchs" und "Teheran Tabu"

In dieser Woche haben sich Beatrice Behn und Sonja Hartl das SuperheldInnen-Treffen Justice League angesehen, in dem die beiden vor allem auf Wonder Woman geachtet haben und dabei sowohl Positives als auch Negatives im Umgang mit der Figur entdeckt haben. Ferner besprechen sie die deutsche Komödie Fikkefuchs von Jan Henrik Stahlberg und Ali Soozandehs Erstlingswerk Teheran Tabu, das sich mit Prostitution im Iran befasst.

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17 15/11

Mein Freund der Krieg - Die kino-zeit-Kolumne

Ich bin jetzt mit der Bundeswehr befreundet. Persönlich. Auf Facebook. Und wo steckt heute mehr Freundschaft als im gemeinsamen Teilen witziger und verrückter Erlebnisse, auch über tausende Kilometer hinweg? Ach, der Martin! Haha, hat gerade eine neue Lieferung empfangen, aber versteht die Liste nicht. „Typisch Martin!“, möchte ich direkt im Facebook-Messenger auf das kurze Video von Martin auf einem Flugfeld in Mali antworten. Aber zum Glück muss ich das gar nicht: der nagelneue supercoole Chatbot der Bundeswehr legt mir die kumpelige Antwort in Form eines praktischen Antwort-Buttons direkt in den Mund. Nicht, dass ich noch Zeit hätte, mich ernsthaft zu fragen, ob hier gerade wirklich eine militärische Werbekampagne gleichberechtigt neben meinen Freunden im Messenger steht und mir coolen Shit zuschickt. Nur eben nicht von süßen Hunden, sondern aus einer der gefährlichsten Krisenregionen der Welt.


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17 13/11

Future Politics - Szenarien von gestern, heute und morgen

Future Politics heißt das dritte Studioalbum der kanadischen Synthie-Pop-Band Austra. Ehe im Video zum Titeltrack der Gesang von Katie Stelmanis einsetzt, wird ein Text eingeblendet: Wie finden wir Hoffnung, wenn die Zeiten so düster erscheinen, wird darin gefragt. Die Antwort lautet: "Hope lies in the future." Sie liege im Potenzial einer zukünftigen Welt, die noch nicht existiere. Eine Welt könne nur erschaffen werden, wenn wir sie uns vorstellen können.


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17 09/11

Hartl & Behn besprechen: "Bad Moms 2", "Suburbicon" und "Jetzt. Nicht."

Obwohl wir erst November haben, dürfen sich Beatrice Behn und Sonja Hartl schon mal mit dem Thema "Weihnachten" auseinandersetzen - in der Komödie Bad Moms 2, die leider nicht so emanzipatorisch ist, wie sie gern wäre. Außerdem haben die beiden Suburbicon von George Clooney (nach einem Drehbuch der Coen-Brüder) und den deutschen Film Jetzt. Nicht. von Julia Keller gesehen.

 

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17 08/11

Albernheit wagen - Die kino-zeit-Kolumne

Etwa in der Mitte von Captain Underpants – Der supertolle erste Film gibt es eine kleine Szene, die für den Rest des Films eigentlich keine Rolle spielt, aber dennoch nicht fehlen darf. Die beiden Hauptfiguren Harold und George haben durch einen billigen Plastikring ihren Schuldirektor Mr. Krupp hypnotisiert. Ihre volle Kontrolle über den eigentlich als strenge Spaßbremse bekannten Krupp nutzen sie dazu aus, ein ganz besonderes Schulkonzert auszurichten: Eine Symphonie in Furzgeräuschen.


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17 06/11

Gibt es einen "richtigen" Sitzplatz im Kino?

Im Kino stehen sich zwei Räume gegenüber, einer vor und einer hinter der Leinwand. Jeder spürt, fast instinktiv, dass es wichtig ist, wie die Menschen in den Bildern verteilt sind: Wo sie stehen, wer näher an der Kamera und wer weiter von ihr entfernt platziert wurde. Durch diese Verteilung im Raum erzählen uns Filmemacher oftmals etwas über sie und ihre Beziehungen zueinander. Natürlich ist es auch von Bedeutung, wie die Menschen sich im anderen Raum – dem vor der Leinwand – positionieren. Man könnte, gewiss etwas pathetisch, erklären: Der präferierte Sitzplatz ist Ausdruck der eigenen Haltung zum Kino.


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17 01/11

Hartl & Behn besprechen "Professor Marston & the Wonder Women", "Lady Macbeth" und "Patti Cake$"

In dieser Woche widmen sich Beatrice Behn und Sonja Hartl fantastischen Frauen: Im Biopic Professor Marston & the Wonder Women über die polyamoröse Beziehung zwischen William Moulton Marston, dessen Ehefrau Elizabeth und der Studentin Olive sowie in Lady Macbeth über eine Frau im England des 19. Jahrhunderts und in Patti Cake$ über eine junge Rapperin.

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