B-Roll BLOG

14 22/07

Seitenwege großer Kinomeister: Michael Bay - Das Produkt als Hauptfigur

Für manche Regisseure stellen Werbeclips und Musikvideos eine ungeliebte Notwendigkeit dar, sie sind Karriersprungbrett oder eine praktische Finanzspritze. Bei Michael Bay ist das anders. Der Filmemacher, der gerade den vierten Teil seines Transformers-Franchise mit dem sprechenden Titel Ära des Untergang in die deutschen Kinos gebracht hat, hat nie wirklich getrennt zwischen Herzensprojekten und ökonomischem Zwang. Regisseur Michael Bay
Regisseur Michael Bay beim Dreh von Transformers; Foto: Sgt. Larry A. Simmons

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14 22/07

Populist ohne Publikum – Uwe Boll im "Flimmertalk"

"Noch besser wäre es, wenn ihr alle ein bisschen näher kämt." Dr. Uwe Boll sucht die Nähe zu seinem Publikum, auch im übertragenen Sinne. Egal ob Cineastisches oder Politisches Inhalt ist, immer wieder dreht sich alles um das demokratische "Wir". Das ist am ehesten im Kontrast zu "denen da oben" zu verstehen. Der Filmemacher findet einfache Worte für komplexe Probleme. Würde man ihn einen Kinopopulisten nennen, er würde sich sicherlich geschmeichelt fühlen.

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14 21/07

Ich glotz TV - Die wöchentliche TV-Schau: Montag, 21.07. bis Sonntag, 27.07.2014

Montag, 21. Juli

Schon die Bangles wussten, dass der Montag ziemlich "manic" (zu Deutsch: durchgeknallt) sein kann. Da liegt es nahe, die Woche mit einem Film zu beginnen, der das Durchknallen in höchster Vollendung präsentiert: In Roman Polanskis Theaterstück-Adaption Der Gott des Gemetzels verlieren vier vermeintlich kultivierte Bürger die Fassung - wodurch nicht nur einige Kunstkataloge und eine Hose sowie ein Mobiltelefon und ein paar Tulpen Schaden nehmen, sondern vor allem die Selbstbilder des neurotischen Quartetts.

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14 18/07

"Widersprüchlich und vielgestaltig" – Interview mit Christoph Bach

Zu Beginn seiner Kino-Karriere ließ der 1975 geborene Schauspieler Christoph Bach ein deutliches Faible für Drifter-Figuren erkennen: In Tom Schreibers Narren (2003) irrte er durch eine surreal anmutende Karnevals-Szenerie, in Detroit (2003) von Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser gab er einen freakigen Reisenden - und auch in Marcus Lenz' dunkler Romanze Close (2004) und in Florian Schwarz' finsterer Großstadtballade Katze im Sack (2005) wiesen sich die von Bach interpretierten Protagonisten zweifelsohne als Außenseiter aus. Doch obgleich all diese Figuren eine gewisse Ziellosigkeit verband, fanden sich in ihrer Zeichnung doch erhebliche Unterschiede, sodass Bach von Anbeginn seiner Leinwand-Laufbahn einen außergewöhnlichen Facettenreichtum demonstrieren konnte.

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14 17/07

Happy Birthday, Mr. Wong!

Heute feiert nicht nur Angela Merkel Geburtstag, sondern auch einer der ganz großen Regisseure des Weltkinos: Wong Kar-Wai wird 56 Jahre alt - und das ist für uns Grund genug, den Meister der melancholischen Eleganz mit einem kleinen Film zu ehren, den die Kollegen von ARTE gestaltet haben.

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14 16/07

"Hast du den schon gesehen?" - Sitzplatzerhöhung: Die Kinderfilm-Kolumne

Es tut mir leid, irgendwann muss es sein, da kommen wir nicht drum herum - wir müssen mal über Marketing reden. Vermutlich sind sich alle Eltern einig, die einen kurzen Moment des Nachdenkens darüber erübrigen können, dass das Marketing für Kinderfilme entweder - je nach Film - quasi nicht vorhanden oder aber von pestilenziöser Aufdringlichkeit ist. Entweder erfährt man kaum, dass ein bestimmter Film überhaupt zu sehen ist, oder seine Existenz wird einem fortwährend um Ohren und Augen gehauen, nicht zuletzt und vor allem in Schnellrestaurants und Spielzeuggeschäften.

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14 15/07

Seitenwege großer Kino-Meister: Jean-Pierre Jeunet - Epik in Kürze

In der sogenannten "Auteur-Theorie" gilt der Regisseur eines Films als dessen zentraler Gestalter: Die künstlerische Handschrift des Auteurs verleihe einem Werk einen gewissen Stil, der sich durch das Œuvre des jeweiligen Filmemachers ziehe. Interessant ist nun vermutlich, wenn sich ein Auteur von seinem Hauptweg - dem Kino - entfernt und einen Seitenweg beschreitet: Gelingt es ihm, seinem auf großer Leinwand etablierten Stil treu zu bleiben, wenn er sich etwa an die Inszenierung eines Werbespots oder eines Musik-Clips wagt? Dieser Frage soll in der neuen kino-zeit-Reihe "Seitenwege großer Kino-Meister" ab sofort nachgegangen werden.

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14 14/07

Ich glotz TV - Die wöchentliche TV-Schau: Montag, 14.07. bis Sonntag, 20.07.2014

Montag, 14. Juli

Es gibt Tage, an denen man das TV-Gerät am besten gar nicht erst einschaltet – und es gibt Tage wie den heutigen, an denen das Fernsehprogramm so gut ist, dass man sich nur schwer für einen Film entscheiden kann. So wird heute etwa eine Crime-Comedy über eine übellaunige, Haschisch vertickende Großmutter geboten; ferner laufen u.a. eine Star-gespickte Gesellschaftssatire, eine herrliche französische Polit-Farce sowie ein Meisterstück von Oliver Stone.

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14 11/07

Hou Hsiao-Hsien Retrospektive im Filmmuseum Wien: Ein Phantom Ride in die Melancholie

Die Kamera nimmt uns mit auf eine Reise: An der Spitze eines Zuges montiert, folgt sie scheinbar unsichtbar schwebend den Gleisen und der Zeit. Im Kino von Hou Hsiao-Hsien finden sich diese sogenannten Phantom Rides wieder. Sie waren eine Attraktion im frühen Kino um 1900 und sie sind es auch heute noch. Es ist als würde man über die Gleise in eine fremde Welt fahren und vor allem in entfernte Zeiten. Melancholie, Sehnsucht und Nostalgie durchdringen die Filme des taiwanesischen Regisseurs.

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14 11/07

"Die Situation ist die Situation, ist die Situation, ist die Situation“ - Interview mit Ulrich Matthes

Der 1959 geborene Schauspieler Ulrich Matthes ist bekannt aus Theater und Filmen wie Der Untergang, Winterchläfer und Der neunte Tag. Anlässlich der Premiere des Tatorts Im Schmerz geboren war er auf dem 10. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen zugegen.

Im Schmerz geboren zeigt einen Rachefeldzug der raffiniertesten Art, der schwungvoll, voller guter Laune und allerlei Anekdoten aus Musik, Lyrik und Kunst betrieben wird. Man kann dem "Bösen" (Ulrich Matthes als Richard Harloff) der Geschichte nicht absprechen, dass er dabei einen Sinn für perfide Dramatik hat - die Begleitung durch das HR-Sinfoniorchesters tut ihr übriges. Harloff spielt ein Spiel mit Kommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) und hat daran zweifelsohne seine Freude. Murot versucht indessen herauszufinden, was der eigentliche Grund für Harloffs Rückkehr ist.

Als die erste Szene mit Ulrich Matthes im Tatort Im Schmerz geboren begann, kam ich nicht umhin zu denken - Mann, was für ein stechender Blick. Da hatte ich fast schon ein wenig Angst, diesen Mann, der so gucken kann, zu treffen. Aber nur fast. Die Sorgen lösten sich schnell in Wohlgefallen auf. Gerade in Ludwigshafen angekommen - um am Abend über den Film zu sprechen - kommt er ein wenig gestresst, aber nett und luftig locker herein und beginnt zu erzählen: Über Schauspiel, über den Film, über seine Figur, prätentiöse Kollegen und über den deutschen Film.
(Lisa Hedler)


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