B-Roll BLOG

17 16/01

Video-Essayisten - Die selbsternannten Erneuerer der Filmkritik

Vor einigen Tagen feierte die Süddeutsche Zeitung Videoessayisten als die Superstars der Filmkritik. Die seit knapp einem Jahrzehnt angehende Bewegung einer cinephilen und akademischen Internetkultur hat es nun also auch ins deutsche Feuilleton geschafft. Bravo, möchte man da rufen, würde der Autor dies nicht so unreflektiert niederschreiben. Dafür aber kann er gar nicht so viel, schließlich übernimmt er nur die mantraartigen Argumentationen der Vertreter und Befürworter dieser Form der Filmvermittlung.


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17 13/01

Ungefiltert - US-Komödien im Sturzflug

Liebhaber amerikanischer Mainstream-Komödien hat das gerade erst zu Ende gegangene Jahr auf eine harte Probe gestellt. Während die Animationsfilme aus Übersee solide bis gute Unterhaltung boten und bei Zuschauerzahlen und Umsatz auf den vorderen Plätzen landeten, sank das Niveau der Realfilme weiter beträchtlich ab. Nach zwei derben Weihnachtsspäßen (Bad Santa 2, Office Christmas Party) zum Abschluss beginnt mit Why Him? auch 2017 wenig verheißungsvoll. Dessen Protagonist könnte glatt synonym für die kreative Krise der Branche stehen. Denn der von James Franco gespielte IT-Milliardär lässt jegliches Taktgefühl vermissen, handelt und plappert ohne jedes Korrektiv, ebenso ungefiltert, wie sein künftiger Präsident twittert.


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17 12/01

Hartl & Behn besprechen: La La Land, Hell or High Water & Die Blumen von gestern

Eine neue Woche, eine Handvoll neuer Kinostarts. Sonja Hartl und Beatrice Behn nehmen Damien Chazelles preisgekrönten La La Land genauer unter die Lupe, Jeff Bridges (und Chris Pine) begeistern in David Mackenzies Hell or High Water und Chris Kraus erreicht mit Die Blumen von gestern genau die richtige Mischung aus Humor und Ernst.

 

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17 11/01

Die Kunst in Zeiten des Verfalls - Die kino-zeit-Kolumne

Kaum waren der Kater der Silvesternacht abgeklungen und die Gläser abgeräumt, waren die Zeitungen reich an Schlagzeilen, von denen man nicht wusste, ob man sie sich wirklich anschauen möchte. In Deutschland wird über Racial Profiling gestritten und auf der Frontseite der FAZ schreibt Frank Lübberding, "Nafri" sei ein Begriff wie jeder andere, man solle nicht durch die Diskussion über den Begriff und das Racial Profiling die herrschenden Verhältnisse verzerren und eine "eigene Wirklichkeit" erzeugen.


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17 09/01

Sind manipulative Filme etwas Schlechtes?

Jedem Medium werden seine Stärken vorgeworfen, also kritisiert man Filme oft dafür, dass sie "manipulativ" seien. Aber gibt es überhaupt etwas am Kino, das nicht Zerrbild ist, wenn der Blick durch die Kamera die Wirklichkeit doch automatisch formt und verändert? "Alles am Film ist Manipulation", wird mit Frederick Wiseman ausgerechnet ein Filmemacher zitiert, der nicht unbedingt als aggressiver Verzerrer und Zuspitzer bekannt ist. Was ist also gemeint, wenn einem Film Manipulation vorgeworfen wird?


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17 05/01

Hartl & Behn besprechen: Passengers, Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki & The Happy Film

Frohes neues Jahr! So, jetzt aber wieder zurück zu den Kinofilmen der Woche. Sonja Hartl & Beatrice Behn stürzen sich diese Woche auf Chris Pratt und Jennifer Lawrence in Passengers, auf den wunderbaren finnischen Film Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki und Stefan Sagmeisters Langzeitdoku und Suche nach dem Glück The Happy Film. Dabei hat sie allerdings nicht alles begeistert.

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17 04/01

Filmfestivals in Deutschland: Wichtiger denn je? - Die kino-zeit-Kolumne

Filmfestivals sind in Deutschland wichtiger denn je. Die Unterscheidung zwischen einem "Festivalfilm" und einem Film für die Kinoauswertung hat sich in der hiesigen Fachbranche längst durchgesetzt. Selbst Preise und Auszeichnungen bei großen A-Festivals wie der Berlinale gelten eher als Killer an der Kasse. Im Jahr 2015 blieben über 60 Prozent der deutschen Filme nach bundesweitem Kinostart unter 20.000 Besuchern - was manche Filme fast schon auf der Festivaltour einspielen. Doch woher rührt diese Entwicklung eigentlich? Und welche Konsequenzen müsste man daraus für Filmfestivals ziehen?

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17 02/01

Shabby Chic - Vom schönen und schäbigen Glanz im Kino

Mit dem Begriff cinéma du look wird (im engeren Sinne) eine Gruppe von französischen Filmen bezeichnet, die zwischen den frühen 1980er Jahren und Mitte der 1990er Jahre entstanden und durch stilisierte Orte und Figuren charakterisiert sind. Zu diesen Werken zählen etwa Diva (1981) und Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen (1986) von Jean-Jacques Beineix, Subway (1985) von Luc Besson oder Die Liebenden von Pont-Neuf (1991) von Leos Carax.


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16 31/12

Die schlechtesten Filme des Jahres 2016

Was schlecht ist und was nicht, das ist ja immer ein wenig Geschmacksache. Allerdings gibt es jedes Jahr wieder Filme, bei denen sich alle einig sind: Das war nichts. Wir haben unsere Autor_innen gebeten, die zehn schlechtesten Filme aus unseren 621 Filmkritiken des Jahres 2016 herauszusuchen. Das Ergebnis war dann doch zum Teil überraschend.

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16 30/12

Die besten Spielfilme 2016

Was für ein Jahr, was für ein Auf und Ab. Und so ist es nun am Ende Zeit für uns, um ausführlich Bilanz zu ziehen, denn 2016 hat uns wieder reichlich Filme beschert. Wir haben unsere AutorInnen gefragt, welche Spielfilme ihnen am besten gefallen haben. Hier ist unsere Auswahl der zehn besten fiktionalen Filme des Jahres  2016 und wo ihr sie noch zu sehen bekommt (auch wenn die meisten davon schon aus dem Kino verschwunden sind). 

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