B-Roll BLOG

16 27/05

Deutscher Film - Teil 1: Kann der deutsche Film gar nicht besser sein?

"Der deutsche Film kann gar nicht besser sein." So lautete der doppeldeutige Titel des Werkes, das der Münchner Filmkritiker Joe Hembus 1961 verfasste und mit dem er den Neuen Deutschen Film einläutete. Im vergangenen Jahr widmete das Filmfest München dem 1985 verstorbenen Hembus eine Podiumsdiskussion mit Filmemachern dreier Filmemacher-Generationen, in der die Situation des deutschen Filmes über das vergangene halbe Jahrhundert hinweg beleuchtet wurde.


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16 25/05

"George Clooney kann absolut nicht tanzen" - Jodie Foster im Gespräch zu Money Monster

Mit sechs Jahren stand Jodie Foster das erste Mal vor der Kamera, sie war das junge Mädchen in Taxi Driver, bekam für Das Schweigen der Lämmer und Angeklagt einen Oscar und wechselt auch regelmäßig ins Regiefach (Das Wunderkind Tate, Familienfeste und andere Schwierigkeiten, Der Biber, Folgen von House of Cards und Orange is the new Black). Money Monster ist ihre vierte Regiearbeit. Anna Wollner hat Jodie Foster in Berlin getroffen.

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16 25/05

Von Kindern und Monstern - Die kino-zeit-Kolumne

Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern Tanz der Vampire gesehen habe. Wir waren jedenfalls noch nicht alle alt genug, denn der Familiensage nach konnte zumindest eines der Kinder anschließend monatelang nicht allein auf Toilette gehen. Zu eindrücklich waren die Vampire doch gewesen, auch zu bedrohlich - und der Humor dahinter war für unsere Kinderaugen noch nicht so recht zu erkennen

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16 20/05

Die Angst vor dem Weiblichen: Der Horrorfilm "The Witch" von Robert Eggers

Der Nadelwald in Robert Eggers’ Horrorfilm The Witch ist eine dunkle, dichte Grenze. Stimmen eines weiblichen Chores schlagen uns bedrohlich entgegen, schwirrend und wespenhaft verzerrt. Dieser Wald ist definitiv kein romantischer Sehnsuchtsort, sondern Ursprung von Fabeln und Sagen, Grimm’sches Terrain, bevölkert von wilden Tieren und Hexen. Er steht ein für das Unzähmbare und Unzivilisierbare, das Unterbewusste und Verdrängte.


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16 13/05

Über Film noir - Teil 6: Zwischen Genre und Look

Und was ist er nun, der Film noir? Bereits im Jahr 1955 fragten Raymond Borde und Étienne Chaumeton in ihrem einflussreichen Panorama du film américain, ob der Film noir Serie, Genre, Zyklus, Stil, Schule, Stimmung oder filmischer Ausdruck des Zeitgeists sei – und eine auf allgemeine Zustimmung treffende Antwort ist bis heute nicht gefunden worden. Immerhin lässt sich 60 Jahre später die Einordnung des Film noir als Serie, Zyklus, Stimmung oder filmischer Ausdruck des Zeitgeistes relativ einfach widerlegen: Mittlerweile hat sich gezeigt, dass für eine Serie die lineare Anordnung und Abgeschlossenheit fehlt, ein Stil nicht die Vielfalt umfasst und gegen Zyklus, Stimmung und filmischen Ausdrucks des Zeitgeists die Variationen der Themen und das zeitliche Überdauern sprechen. Somit bleiben zwei mögliche Kategorien übrig: Genre und "Schule", unter der man eine Stilrichtung wie bspw. die Nouvelle Vague verstehen könnte.


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16 13/05

Emotion und Nähe, nicht nur in Krisenzeiten - Neue Herausforderungen für den Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm boomt: Oft starten in einer Woche mehrere neue Produktionen in den deutschen Kinos. Selbst auf den großen Filmfestivals muss sich der Dokumentarfilm nicht mehr automatisch hinter den glamourösen Spielfilmen mit ihren Stars anstellen, sondern gewinnt schon mal den Hauptpreis, wie Seefeuer – Fuocoammare auf der diesjährigen Berlinale.


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16 11/05

Das Filmfestival von Cannes: Ein Feind des Kinos

"Das Festival von Cannes ist ... nun ja, Sie wissen, was das Festival von Cannes ist." (François Truffaut beim Abbruch des Festivals 1968)


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16 09/05

Gefühle im Effektgewitter

Kino der Gefühle – so lautet der Titel einer Publikation von Georg Seeßlen über das Film-Melodram. Werke, die sich diesem Genre zuordnen lassen, können sich dem emotionalen Exzess anheimgeben; sie können sich jedoch auch auf subtilere Weise dem Innenleben ihrer Figuren widmen, indem sie Blicke und Gesten, Gesagtes und Ungesagtes visuell erfassen. Filmgenres, in denen verstärkt mit Effekten gearbeitet wird – etwa Action, Science-Fiction, Fantasy oder Horror –, richten sich wiederum eher auf das Äußere: Jagd, Flucht, Kampf, Gebrüll, Geschrei. Zu schauwertträchtigen Spektakeln ohne Seele müssen sie deshalb aber nicht zwangsläufig geraten.


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16 06/05

Über Film noir - Teil 5: Das europäische Kino

Der Mittelpunkt des Film noir liegt zwar in den USA, aber er ist kein rein amerikanisches Phänomen. Vielmehr wurden in vielen Ländern Noirs gedreht, ausgeprägte Parallelbewegungen gab es indes in Frankreich und Großbritannien. Hier zeigte sich schon früh die Entwicklung einer eigenen Tradition zum Film noir.


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16 06/05

Filme, mit denen es Essig ist - Von der versuchten Rettung der apokryphen Filmgeschichte

Ein Kaleidoskop strahlender Farben und wirbelnder Texturen surrt auf das Publikum herab, das sich im Nürnberger KommKino eingefunden hat. Zum dritten Mal steigt dort Anfang April 2016 ein Fest namens Terza Visione - Festival des italienischen Genrefilms. Der Eröffnungsfilm – Dario Argentos Thriller Vier Fliegen auf grauem Samt – ist der für Genre-Laien bekannteste Name im Programm. 

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