B-Roll BLOG

17 18/05

"Ich will Fragen beantworten, die bisher keiner gestellt hat" - Ridley Scott im Gespräch mit Anna Wollner

Ridley Scott ist ein wahrer Altmeister. Er hat Alien gemacht, Blade Runner oder Gladiator. Dabei war er ein richtiger Spätzünder, hat erst mit vierzig von Werbefilmen auf Spielfilme umgesattelt. Dieses Jahr wird er achtzig und lässt keinen Anflug von Altersmüdigkeit erkennen. Mit Alien: Covenant bringt er jetzt die Fortsetzung von Prometheus ins Kino und hat noch mindestens zwei weitere Alien-Filme in der Tasche. Anna Wollner hat mit dem 79-Jährigen in Berlin gesprochen.


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17 18/05

Hartl & Behn besprechen: Alien: Covenant, Jahrhundertfrauen, Nocturama

Es geht hoch her diese Woche, denn bei Ridley Scotts Alien: Covenant werden sich Sonja Hartl und Beatrice Behn nur bei einem Aspekt wirklich einig. Außerdem besprechen sie Bertrand Bonellos Thriller-Drama Nocturama, in dem der französische Regisseur einer Gruppe junger Menschen in Paris folgt, die einen Terroranschlag planen. Und Mike Mills' Coming-of-Age-Film Jahrhundertfrauen, mit der Amerikaner gewissermaßen seine Familienchronik fortsetzt.

 

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17 15/05

Kino und Terrorismus

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gab es immer wieder Versuche, die Angriffe zum Kunstwerk zu verklären. Der Komponist Karlheinz Stockhausen sah in ihnen „das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für den ganzen Kosmos“, Möchtegern-Enfant-terrible Damien Hirst lobte pünktlich zum ersten Jahrestag ihre Bildgewalt und erklärte, gewissermaßen müsse man den Drahtziehern gratulieren; sie hätten „etwas erreicht, dass keiner je für möglich gehalten hätte“. Die Reaktionen waren – wenig überraschend – kritisch bis erbost. Diese Umdeutung war allzu leicht als Mischung aus plumper Provokation, Betteln nach Aufmerksamkeit und fehlgeleiteter Bewältigungsstrategie im Angesicht des Schreckens zu erkennen.


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17 11/05

Hartl & Behn besprechen: King Arthur, Das Ende ist erst der Anfang und Ein Tag wie kein anderer

Frauen, die über Männer reden – so lässt sich diese Folge zusammenfassen. Denn Sonja Hartl & Beatrice Behn sprechen über einen Königssohn, der seinen Väter rächen und die Welt retten will, über zwei Gauner, die in der belgischen Provinz nach einem Handy suchen und über einen Vater, der um seinen Sohn trauert. Kurzum: Über King Arthur, Das Ende ist erst der Anfang und Ein Tag wie kein anderer.

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17 10/05

Echte Körper und Hybride - Die kino-zeit-Kolumne

Vor einer Weile stellte an dieser Stelle Alexander Matzkeit die große Frage des Zeitalters digitaler Filmproduktion: „Was ist noch echt?“ – Und fand darauf eine scheinbar beruhigende Antwort: Zwar übernehmen digitale Effekte in Filmen einen immer größeren Anteil, das habe aber auch sein Gutes und die letzte Bastion der analogen Filmkunst, die uns vor der „Schreckensvision des digitalen Filmzeitalters“ bewahrt, halte stand: der echte Schauspieler kann noch nicht von seinem untoten Digital-Klon ersetzt werden.


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17 08/05

Verkaufen und Entdecken - Kritische Biographien

Kürzlich hat der nimmermüde US-amerikanische Autor Tag Gallagher zweihundert Seiten zu seiner John-Ford-Bibel John Ford: Himself and his movies addiert. Das grandios geschriebene Buch umfasst damit inzwischen mehr als siebenhundert Seiten. Es ist ein Musterbeispiel für ein kritisches biografisches Schreiben, also ein Eintauchen von ein bis zwei Autoren in das Leben und Werk eines Künstlers.


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17 03/05

Hartl & Behn besprechen: Sieben Minuten nach Mitternacht, Trockenschwimmen & Get Out

Existenzkrisen sind wohl das Thema der neuen Kinostarts diese Woche. Sieben Minuten nach Mitternacht stellt einem Jungen, der mit der schweren Krankheit seiner Mutter umgehen muss, ein Baummonster zur Seite. In Trockenschwimmen lernen SeniorInnen schwimmen und erzählen gleichzeitig aus ihrem Leben. Get out zeigt den Horror des alltäglichen, lebensgefährlichen Rassismus in den USA als Psychothriller. Es geht um Leben, Schwimmen und Tod.

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17 03/05

We don’t need co-education - Die kino-zeit-Kolumne

Als Kind bekommt man ja in Literatur und Film etwas unrealistische Vorstellungen davon vermittelt, was das Leben so bringen wird. Das klassische Beispiel ist die Gefahr durch Treibsand: Früher dachte ich, als Erwachsener müsste ich dieser Bedrohung durchaus öfter gewahr werden, aber mein Alltag heute sieht doch etwas anders aus.


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17 01/05

Die kleinen Nerds gehen ins Kino

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie und ein wenig ist es auch eine: Da gibt es eine Kreatur, die vielleicht die Welt beherrscht, sie zumindest aber entscheidend prägt, doch kaum einer vermag sie zu fassen oder auch nur überzeugend zu definieren. Ein Nebelwesen. Ob es wirklich existiert oder reine Einbildung ist, Ergebnis unreflektierter (Selbst)Mythisierung, darüber streitet man noch. 


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17 28/04

Where have you gone, Manic Pixie Dream Girl?

Sam (Natalie Portman) steht in Garden State in einem rosa Sweatshirt vor Zach Braff, einem Schauspieler in der Schaffenskrise. Manchmal macht sie gern komische Geräusche, um sich originell zu fühlen, erklärt sie und zwingt ihren Körper in eine linkische Verrenkung. Claire (Kirsten Dunst) telefoniert in Elizabethtown mit dem depressiven Orlando Bloom die ganze Nacht durch, fährt ihm im Morgengrauen entgegen, um gemeinsam in den Sonnenaufgang zu schauen. Mit diesen beiden Rollen ist der Begriff des Manic Pixie Dream Girl schon ziemlich gut umrissen, den der Kritiker Nathan Rabin 2007 in einer Kritik über Elizabethtown beiläufig fallen ließ und der danach mit ungeahnter Wucht durch die Decke ging. 


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