B-Roll BLOG

16 28/04

Lars von Trier wird 60: Ein Bildgedicht

Das Leiden/Die Berührung/Das Licht

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16 27/04

Netflix & Amazon Prime - der Horror mit dem Horror - Die kino-zeit.de-Kolumne

Irgendwie war es früher eben doch besser. Oder zumindest übersichtlicher. Abseits des Kinos begegnete man Filmen in Videotheken, im Fernsehen und auf Filmbörsen. Ende. Ganze ohne Kacheln schieben, einloggen und Empfehlungsalgorithmus. Auf dem Weg in die Horrorabteilung huschten so viele andere Cover vorbei, da konnte man schon mal ausscheren. Abseits des Mainstreams in den B-, C-, Indie- und wtf-Wald abdriften. Mit dem Neugier-Fuß dem Algorithmus ein Bein stellen. Und damit, sofern denn die örtliche Theke nicht von einem ehemaligen Tankwart betrieben wurde, der Filmsozialisierung selbstbestimmte Kanten bescheren.


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16 26/04

Kino erlesen - Eine kleine Filmbuchlektüre, Folge 8

Über Schauspieler: Heike Specht über Curd Jürgens, dem das Frankfurter Filmmuseum außerdem eine virtuelle Ausstellung widmet, Shawn Levy über Robert De Niro, Uschi Buchfellner über sich selbst und Perikles Monioudis über Fred Astaire.


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16 25/04

Claire Denis wird 70 (oder 68) - Der Rhythmus der Nacht

Körper und Kamera treffen sich in einer Bewegung. Sie tanzen zusammen, nicht um etwas zu repräsentieren, sondern durch den Tanz selbst etwas zu erzählen. Es kommt zu einer Berührung zwischen den obsessiven Augen und der Leinwand. Claire Denis hat ihren 70.Geburtstag gefeiert. Vielleicht war es auch ihr 68.Geburtstag. Es gibt zwei unterschiedliche Angaben ihres Geburtsjahres. Es spielt keine Rolle; ihr Kino lebt zwischen den Körpern und so darf sie auf einem Papier auch zwischen den Jahren existieren. Sie ist eine der ganz großen Filmemacherinnen.


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16 22/04

Über Film noir - Teil 3: Überdauernde Vorbilder und narrative Strukturen

"Suddenly it came over me that everything would go wrong. It sounds crazy, Keyes, but it's true, so help me. I couldn't hear my own footsteps. It was the walk of a dead man." (Walter Neff, Double Indemnity)

Müsste man den einflussreichsten Film noir benennen, wäre es Double Indemnity. Regisseur Billy Wilder und Drehbuchautor Raymond Chandler haben mit ihrer Verfilmung von James M. Cains gleichnamigem Roman ein prägendes Beispiel für die Narration, das Thema und den visuellen Stil des Noir geschaffen. Zudem war der Film sowohl bei Kritikern als auch dem Publikum ein Erfolg.


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16 22/04

Auf in die Fremde - Kolonialismus im Film

Die Welt, in der wir leben, ist eng vernetzt, bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet. Freilich war das nicht immer so. Am Anfang der Globalisierung stand eine Reise, die eigentlich nach Indien führen sollte, dann aber in der Karibik endete. Christoph Kolumbus, ein italienischer Seefahrer in Diensten der spanischen Krone, segelte 1492 über den Atlantischen Ozean und stieß dabei eher zufällig auf Amerika. Auch wenn es schon lange vorher überseeische Expansionen gegeben hatte, begann mit seiner Ankunft in der Neuen Welt – ein eurozentrischer Begriff! – das Zeitalter des europäischen Kolonialismus. Ein umfassendes Ausgreifen, das dem Globus in den folgenden Jahrhunderten ein abendländisches Gesicht verpasste.


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16 20/04

Allein im Kino: ein Plädoyer - Die kino-zeit-Kolumne

Es gibt keinen vernünftigen Grund, nicht allein ins Kino zu gehen, allenfalls manch unvernünftigen, es in Begleitung zu tun. Dennoch gilt nicht etwa ein erstes romantisches Treffen, bei dem sich zwei Menschen im Kino nebeneinander sitzend anschweigen statt kennen zu lernen, als unausgesprochen verpönt, sondern das profane Bedürfnis, Filme ganz für sich sehen zu wollen: Wer allein Lichtspielhäuser aufsucht, trägt ein unsichtbares Stigma oder muss fürchten, es angeheftet zu bekommen. Die Blicke anderer suggerieren, man sei bemitleidenswert oder habe keine Freunde. Und wenn sie es nicht tun, wird einem im Zweifelsfall schon beigebracht worden sein, es wenigstens von sich aus zu denken.


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16 19/04

Buch-Besprechung: "Hollywood Justice" - Die Eigenmächtigkeit und -gerechtigkeit US-amerikanischer Filmhelden

Es sind offensichtlich die Rachesuchenden, Rachsüchtigen oder schlicht die Rächer, die zuvorderst spontan mit der Selbstjustiz assoziiert werden, diejenigen also, die sich persönlich dafür engagieren, ein ihnen selbst oder ihnen nahestehenden Menschen geschehenes Unrecht zu vergelten. Dass sich filmische Selbstjustiz, die sich jenseits der herrschenden Gesetze und ihrer ausführenden Gewalten, also illegal durch Privatpersonen ereignet, nicht einfach mit so bezeichneten Racheakten gleichsetzen lässt, wird rasch deutlich.


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16 18/04

It's hip to be square - Über die Sehnsucht nach dem Hollywood-Kino der 1980er Jahre

Gerade in seiner inneren Widersprüchlichkeit war "It's hip to be square" eine ideale Parole für die 1980er Jahre. Nach den gesellschaftlichen Umbrüchen der späten 1960er Jahre, deren unmittelbarer Effekt bis weit in das Folgejahrzehnt nachwirkte, kann die Zeit ab 1980 als eine von Konsolidierung und Restauration betrachtet werden. "I used to be a renegade, I used to fool around / But I couldn't take the punishment and had to settle down", fassen Huey Lewis & the News diese Entwicklung 1986 zusammen.


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16 16/04

Über Film Noir - Teil 2: Die Anfangszeit

"It probably started in poetry; almost everything does." (Raymond Chandler)

In seinem 1946 publizierten Artikel Un nouveau genre ‚policier‘: l’aventure criminelle nannte Nino Frank sieben amerikanische Filme meisterhaft, die aufgrund der Kriegsjahre zeitlich verzögert in die französischen Kinos gekommen sind: Citizen Kane, The Little Foxes, How Green Was My Valley, Double Indemnity, Laura und mit leichten Einschränkungen The Maltese Falcon und Murder, My Sweet. Da es ihm jedoch um typische Hollywood-Produktionen ging, entschied er, nur die letzten vier zu betrachten. 

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