B-Roll BLOG

17 30/03

Hartl & Behn besprechen: Auf der anderen Seite der Hoffnung, I am not your Negro & Una und Ray

Harter Tobak diese Woche. Aber Sonja Hartl & Beatrice Behn haben sich für euch durchgearbeitet. Bittersüß geht es in Aki Kaurismäkis Film Auf der anderen Seite der Hoffnung zu. Raoul Pecks I Am Not Your Negro verbindet ein Manuskript des Philosophen James Baldwin mit Bildern der Bürgerrechtsbewegung und kreiert so einen schaurig präzisen Dokumentarfilm für die derzeitige politische Situation in den USA. Una und Ray beleuchtet die Beziehung zwischen der 13-jährigen Una und dem über 30-jährigen Ray und deren Langzeitfolgen.

 

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17 30/03

Diagonale Tagebuch 2017: "Keine Angst!"

Dem Klischee nach neigt der Österreicher an sich (und insbesondere der Wiener) zu einer gewissen Schwermut und Morbidität. Und zumindest auf den ersten Blick kann man diesen Wesenszug – sofern es ihn überhaupt gibt – in den absichtlichen Querverbindungen eines gut kuratierten Festivals und den Zufälligkeiten der eigenen Programmauswahl wiederfinden. Wobei die Wahl des Eröffnungsfilmes sicherlich einen Akzent, eine Grundtonalität gesetzt hat, die nachwirkt: Mit Untitled, dem nicht nur unbetitelt, sondern auch unvollendet gebliebenen Werk des vor fast genau drei Jahre verstorbenen Michael Glawogger gedachte das Festival jenem Mann, der immer noch so schmerzlich fehlt. Seine verstreuten Reiseaufzeichnungen, sein Wagnis einer filmischen Reise um die Welt, wurden von seiner Mitstreiterin und Cutterin Monika Willi in eine Form gebracht und geben nun zumindest eine Ahnung davon, welches opus magnum Glawogger hier der Welt abtrotzen wollte. (Eine ausführliche Kritik zum Film befindet sich hier).


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17 30/03

"Geschichten helfen, Grenzen zu überwinden" - Im Interview mit Amma Asante

Es ist eine Geschichte, die fast zu unglaublich klingt, als dass sie wahr sein könnte. Im London der 1940er Jahre verliebt sich der botswanische Kronprinz Seretse Khama in die bürgerliche Engländerin Ruth Williams und heiratet sie. Gegen den Willen des britischen Empires und der botswanischen Obrigkeit. Mit A United Kingdom erzählt die ghanaisch-britische Regisseurin und Schauspielerin Amma Asante mit David Oyelowo und Rosamunde Pike in den Hauptrollen von dieser damals skandalträchtigen Liebesgeschichte. Anna Wollner hat Amma Asante in Toronto zum Interview getroffen.


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17 29/03

Online-Filmkritik und die Ökonomie der Aufmerksamkeit - Die kino-zeit-Kolumne

In seinem Pamphlet Warum wir Filmkritik brauchen sah Josef Schnelle vor neun Jahren "das informierte und unabhängige Urteil" durch Internet-Blogs in Gefahr gebracht. Anlass war die Entlassung zahlreicher fest angestellter Filmkritiker bei US-amerikanischen Tageszeitungen, deren ehrwürdige Arbeit in den Printmedien durch unehrwürdige Online-Wortmeldungen zerstört worden sei. Nichts schade der traditionellen Filmkritik mehr als die reine Internet-Kritik, lautete Schnelles apokalyptisches Verdikt über den drohenden Paradigmenwechsel. Während die professionelle und demnach gedruckte Kritik "neue Trends und ästhetische Standards" durchsetze, trieben sich im "Netzversteck hauptsächlich Dilettanten und Abschreiber" herum.


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17 27/03

(Based on) A True Story

Das Label "based on a true story" gehört seit jeher zur Historie des bewegten Bildes. In letzter Zeit waren einige Filme im Kino zu sehen, die mal auf reizvolle, mal auf höchst fragwürdige Weise mit den realen Ereignissen und Menschen hinter ihren jeweiligen Geschichten umgingen.


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17 23/03

Hartl & Behn besprechen: Life, (Go, Go) Power Rangers & Der Himmel wird warten

Ein bunter Mix, den Sonja Hartl und Beatrice Behn da diese Woche besprechen. Daniel Espinosa schickt Jake Gyllenhaal in Life ins Weltall, die Power Rangers machen ihr bunt-absurdes Comeback und Der Himmel wird warten geht dem Phänomen nach, warum sich junge Mädchen für den IS rekrutieren lassen.

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17 22/03

Kartographie der Fremde - Die kino-zeit-Kolumne

Zwei Filme kommen diese Woche ins Kino, die Bewegungen auf geografischen und gedanklichen Routen nachzeichnen. Durch einen organisatorischen Zufall kreuzen sich Alles Gut und Der Himmel wird warten auf den von ihnen skizzierten Pfaden. In dieser Begegnung tut sich eine Kartographie auf, auf der man die Wege der Charaktere in entgegengesetzte Richtungen verfolgen kann.


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17 20/03

Klarheit und Ambivalenz

Anfang des Jahres sah sich John Carpenter genötigt, der ganzen Welt seinen eigenen Film zu erklären. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die meisten Künstler kaum etwas so sehr hassen, wie ihre Kunst festnageln zu lassen und ihre eindeutige Intention zu entblößen. Sie können dadurch meist wenig gewinnen: Wer sich zu genau festlegt, macht es für sein Publikum schwerer, einen individuellen Blick auf die eigene Schöpfung zu entwickeln. Kunst lebt immer von Interpretationsspielraum und Grauzonen. Doch manchmal kann die Mehrdeutigkeit der eigenen Kreation unangenehme Auswüchse entwickeln.


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17 17/03

Schöne weiße Welt? - Castingpolitik in der Kritik

Zwei Comicadaptionen lösen bereits vor ihrem Start Kontroversen aus. Die Actionserie Marvel's Iron Fist, die ab 17. März bei Netflix läuft, und der Kinofilm Ghost in the Shell, der am 30. März startet, sehen sich dem Vorwurf des Whitewashing ausgesetzt, also jener Politik, mit der die Film- und Fernsehbranche regelmäßig nicht-weiße Charaktere mit weißen Schauspielern besetzt. Die Debatte ist nicht neu, erreicht nun aber ihren nächsten Höhepunkt – und das, obwohl die Produzenten von Iron Fist im Grunde gar nichts falsch gemacht haben.


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17 16/03

Hartl & Behn besprechen: Die Schöne und das Biest, Zwischen den Jahren & Die rote Schildkröte

Bei Die Schöne und das Biest ist selbst die Redaktion hin und hergerissen. Während die Kritikerin Maria Engler ihn ganz ordentlich fand, sind Sonja Hartl und Beatrice Behn da ganz anderer Meinung. Da hilft auch Emma Watson nicht. Anders ist es bei Zwischen den Jahren, der das deutsche Genrekino einen großen Schritt voran bringt. Und Ghibli hat eine neue, ungewöhnliche Produktion mit Die rote Schildkröte an den Start gebracht. Aber seht selbst.

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