B-Roll BLOG

14 30/10

DOK 2014 – Sehtagebuch Internationaler Wettbewerb: Ein Kaleidoskop in unruhiger Bewegung

Neben dem bereits zur Genüge erwähnten Citizenfour von Laura Poitras tummeln sich im Internationalen Wettbewerb Geschichten mit Menschen, die mittendrin und zugleich außen vor sind. Sie sind Gestrandete, Geflüchtete, Gefallene, Kranke. Sie alle träumen von einem Leben jenseits verkrusteter Ansichten, ein selbst bestimmtes, zukunftsträchtiges Leben. Das gelingt ihnen aber nur bedingt. Migration und Integration sind zwei der großen Themen in diesem Jahr.

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14 30/10

"Wir leben in einer Zeit, in der die Leute Angst haben" - Die Brüder Dardenne zu "Zwei Tage, eine Nacht"

Mit ihrem neuen Film Zwei Tage, eine Nacht haben die beiden belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne abermals ein Werk hingelegt, das mit scheinbar einfachen Mitteln ein Kino auf die Leinwand zaubert, das ungeheuer politisch ist und voller Liebe und Sympathie für die so genannten einfachen Menschen, die Arbeiter, diejenigen, die Tag für Tag um ihre Existenz kämpfen müssen. Gemeinsam mit ihrer herausragenden Hauptdarstellerin Marion Cotillard ist ihnen dabei ein Film gelungen, der als Parabel auf die schleichende Entsolidarisierung der Gesellschaft angesehen werden muss - gerade in Zeiten wie diesen ein Werk von höchster Eindringlichkeit und Notwendigkeit. Dennis Demmerle traf für kino-zeit.de die beiden Brüder zu einem Gespräch über ihre Arbeit.

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14 29/10

Happy Halloween! - Die kino-zeit.de-Kolumne

Happy Halloween, meine Lieben. Eben noch unterhielt ich mich mit einem Freund darüber. Er meinte, dass es doch furchtbar sei, dass die Amerikaner ihre ganze alberne Kultur zu uns rüber schleppen und an Halloween die kleinen, kackbratzigen Kinder vor der Tür stehen und noch mehr Zucker wollen, der ihr ADHS in neue Höhen treibt. Auf meine Frage, was wir denn so anstatt Halloween zu bieten hätten, sagte er: Na, das Sankt-Martins-Singen! - Aaaahja.

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14 28/10

Dok Leipzig 2014: Programmatische Worte, exklusive Videobotschaften und die ersten Seheindrücke

Am Montag Abend wurde das Festival feierlich eröffnet mit Citizenfour von Laura Poitras, dazu hielt Festivaldirektor Claas Danielsens die einleitende Eröffnungsrede, seine letzte, und wählte mit "Freiheit" eines der Themen des Eröffnungsfilms wie auch des gesamten Festivals.

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14 28/10

Ein Brei aus Lust - Ein Bericht vom Pornfilmfestival Berlin 2014

Die Grenze zwischen Erregung und Überreizung ist eine haarscharfe Linie, entlang derer ich mich fünf Tage lang beim Pornfilmfestival Berlin bewegte. Sich so geballt über längere Zeit mit Pornographie auseinanderzusetzen, ist ein bittersüßes Vergnügen. Einerseits sehr frei, verspielt und anders als die sonst üblichen Filmfestivaleindrücke, andererseits bedeutend anstrengender, denn man erreicht schnell einen Punkt totaler Übersexualisierung durch die schiere Flut an Bildern. Nach dem vierten Film des Tages gibt das Hirn einfach auf. Es verschwimmen die Körperteile, Praktiken, Stellungen, Sessions, Ideen, Geräusche zu einem Brei aus Lust, der sich in ein Objekt verwandelt. Wie heißt es doch so schön: selbst das Süßeste auf Erden wird ekelhaft, wenn man davon zu viel bekommt. In diesem Sinne ist das Pornfilmfestival ein Fest, bei dem ich die Empfehlung aussprechen muss, nicht so viel wie möglich zu sehen.

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14 27/10

Grenzverschiebungen oder: Hybride an die Macht - Ein Vorbericht zum DOK Leipzig 2014

"Für mich ist es ziemlich egal, mit welchen Mitteln ein Film arbeitet, ob er ein Schauspielerfilm ist mit inszenierten Bildern oder ein Dokumentarfilm. In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um die Wirklichkeit", so Sergej Eisenstein im Gespräch mit Dsiga Wertow. Wenn die Frage nach der so genannten "Wirklichkeit" einmal mehr zum viel und leidenschaftlich diskutierten Thema wird, dann steht entweder ein Philosophieseminar an oder aber ein Dokumentarfilmfestival. Nur bei letzterem allerdings ist es möglich allzu hitzig Debattierende zumindest kurzzeitig mit Hilfe des Eingangszitats zu besänftigen.

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14 27/10

Ich glotz TV - Die wöchentliche TV-Schau: Montag, 27.10. bis Sonntag, 02.11.2014

Montag, 27. Oktober
Zu Beginn dieser Woche darf man sich mit ein paar unangenehmen Fragen quälen: Wie gut kennt man eigentlich die Menschen, die man liebt? Und was würde man tun, wenn sich plötzlich das ganze sogenannte "Leben" als riesige Lüge entpuppt? In Über uns das All befasst sich Jan Schomburg mit diesen Fragen - und liefert ein großartiges Psychodrama.

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14 24/10

"Wir waren ziemlich nerdy..." - Interview mit Taika Waititi und Jemaine Clement

Am 30. Oktober startete der neue Film von Taika Waititi und Jemaine Clement 5 Zimmer Küche Sarg in den deutschen Kinos. In der wichtigen Dokumentation aus der neuseeländischen Hauptstadt begleitet ein Filmteam das WG-Leben einer Gruppe von Vampiren. kino-zeit.de führte ein todernstes Gespräch - über Fahrrad-Gangs, sozialhistorische Gemeinsamkeiten von Vampiren und Neuseeländern, über Improvisation und Peter Jackson. Beeinflusst durch einen stark erhöhten Blutzuckerspiegel - eine andere Journalistin hatte ihnen vorher Brownies mitgebracht - war es ein amüsantes Interview mit den gut gelaunten Regisseuren Jemaine Clement und Taika Waititi.


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14 22/10

Der goldene (Film)Herbst - Ein Editorial

Normalerweise widmen wir uns ja immer wieder mittwochs unserer Kolumne. In dieser Woche wollen wir aber mal eine Ausnahme machen. Ganz einfach deshalb, weil es in der nächsten Zeit knüppeldick kommt. Und damit meinen wir nicht nur die Kinostarts jede Woche (allein bis Anfang Dezember drängeln sich sage und schreibe 76 Neustarts in den Kinos), sondern auch die zahlreichen Festivals, die sich in den nächsten Wochen förmlich die Klinke in die Hand geben. Ein Parforce-Ritt durch die deutsche Festivallandschaft mit einem kleinen Abstecher nach Österreich.

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14 22/10

Ein Bericht vom 29. Mannheimer Filmsymposium "Schauspielen im Film"

Schauspiel: Das hat auch viel mit Improvisation zu tun, mit dem freien Spiel innerhalb gesetzter Grenzen, mit dem Einbauen von Zufälligem, von Unvorhergesehenem, was die Präsentation von Vorgegebenem frischer und lebendiger erscheinen lässt. Ähnliches gilt für ein Symposium. Da fällt dann zum Beispiel kurzfristig ein Referent aus, und man muss Ersatz besorgen. Gut, wenn ein Stockwerk höher Klaus Gronenborn über den Texten zum Festivalkatalog des Mannheim-Heidelberger Filmfestivals sitzt; und wenn Rüdiger Suchsland sich mit ihm spontan zu einem Gespräch über Karl Valentin, der vielleicht ein Schauspieler seiner selbst ist, verabredet. Wenn dann noch im heimischen DVD-Schrank der Kurzfilm Ein verhängnisvolles Geigensolo zu finden ist, ist der Tag gerettet...

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