Was nützt die Liebe in Gedanken - Ein Potrait über Achim von Borries und seinen neuen Film
Kinostart:
02.01.2004
Der neue Film der Berliner X-Filmer könnte eine der Überraschungen des Kinofrühjahrs 2004 werden, zumindest aus deutscher Sicht. Denn der Film hat eindeutig das Zeug dazu, sowohl das Publikum in die Kinos zu locken UND die Kritik zu begeistern, was sich ja hierzulande meist gegenseitig ausschließt.Der Name des Regisseurs dürften allerdings nur Filmenthusiasten und Kennern der Szene etwas sagen – Achim von Borries, der mit WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN gerade mal seinen zweiten Film vorlegt.
Sein wundervoller Erstling ENGLAND – zugleich sein Abschlussfilm an der dffb – lief äußerst erfolgreich auf verschiedenen Festivals rund um den Globus und heimste zahlreiche nationale und internationale Preise ein, darunter auch zwei Preise der deutschen Fernsehkritik. Für von Borries kein ganz neues Gefühl, denn bereits während des Studiums an der dffb gewann sein Kurzfilm HALBERSTADT den Spezialpreis der Jury und den Studenten-Kamerapreis beim Internationalen Hochschulfilmfest München 1998. Außerdem entwickelte er während seiner Studentenzeit gemeinsam mit dem Regisseur und Autoren Hendrik Handloegten PAUL IS DEAD, LIEGEN LERNEN) eine Fernsehserie und arbeitete mit diesem am Drehbuch von GOODBYE LENIN.
Auch das Drehbuch zu WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN war wieder eine Gemeinschaftsproduktion des Autorengespannes, das – wie es scheint – im kreativen Umfeld der X-Filmer ideale Arbeitsbedingungen vorgefunden hat. Anfangs war von Borries freilich nicht begeistert von der Idee des Produzenten Stefan Arndt, einen historischen Stoff als zweiten Film in Angriff zu nehmen. Erst die Prozessberichte von Paul Krantz überzeugten ihn schließlich davon, sich an den Film heranzuwagen, allerdings unter der Prämisse, sich mehr auf die Geschichte und die Stimmungen als auf die historischen Details zu konzentrieren.
Ein Fokus, durch den eine sehr dichte, oftmals geradezu hypnotische Wirkung entstand, die den Zuschauer förmlich in die Geschichte und in das Gefühlsleben der beiden Hauptfiguren hineinzieht. Und genau das war auch beabsichtigt, denn von Borries ging es vor allem darum, nachvollziehbar zu machen, wie es schließlich zu der Tragödie kam.
So ist ein wundervoller Film über die Radikalität und den Absolutheitsanspruch der Jugend entstanden, der weit über den historischen Fall der „Steglitzer Schülertragödie“ hinausgeht. Und wir sind bereits jetzt neugierig auf den nächsten Film von Achim von Borries.
Sein wundervoller Erstling ENGLAND – zugleich sein Abschlussfilm an der dffb – lief äußerst erfolgreich auf verschiedenen Festivals rund um den Globus und heimste zahlreiche nationale und internationale Preise ein, darunter auch zwei Preise der deutschen Fernsehkritik. Für von Borries kein ganz neues Gefühl, denn bereits während des Studiums an der dffb gewann sein Kurzfilm HALBERSTADT den Spezialpreis der Jury und den Studenten-Kamerapreis beim Internationalen Hochschulfilmfest München 1998. Außerdem entwickelte er während seiner Studentenzeit gemeinsam mit dem Regisseur und Autoren Hendrik Handloegten PAUL IS DEAD, LIEGEN LERNEN) eine Fernsehserie und arbeitete mit diesem am Drehbuch von GOODBYE LENIN.
Auch das Drehbuch zu WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN war wieder eine Gemeinschaftsproduktion des Autorengespannes, das – wie es scheint – im kreativen Umfeld der X-Filmer ideale Arbeitsbedingungen vorgefunden hat. Anfangs war von Borries freilich nicht begeistert von der Idee des Produzenten Stefan Arndt, einen historischen Stoff als zweiten Film in Angriff zu nehmen. Erst die Prozessberichte von Paul Krantz überzeugten ihn schließlich davon, sich an den Film heranzuwagen, allerdings unter der Prämisse, sich mehr auf die Geschichte und die Stimmungen als auf die historischen Details zu konzentrieren.
Ein Fokus, durch den eine sehr dichte, oftmals geradezu hypnotische Wirkung entstand, die den Zuschauer förmlich in die Geschichte und in das Gefühlsleben der beiden Hauptfiguren hineinzieht. Und genau das war auch beabsichtigt, denn von Borries ging es vor allem darum, nachvollziehbar zu machen, wie es schließlich zu der Tragödie kam.
So ist ein wundervoller Film über die Radikalität und den Absolutheitsanspruch der Jugend entstanden, der weit über den historischen Fall der „Steglitzer Schülertragödie“ hinausgeht. Und wir sind bereits jetzt neugierig auf den nächsten Film von Achim von Borries.




