Im Frühjahr 2003 veröffentlichte die Tageszeitung La Hora im Vorfeld der Weltpremiere von Testamento ein Interview mit Uli Stelzner.
Zu Eurem ersten langen Dokumentarfilm Die Zvilisationsbringer - Deutsche in Guatemala, der hier als einer der bedeutendsten politischen Dokumentarfilme gilt. Wie kam es dazu?
Während der Dreharbeiten unserer früheren Filme entdeckten wir die Bedeutung der deutschen Gemeinde Guatemalas. Sie gelten als Pioniere der Kaffeewirtschaft, welche die Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen Guatemalas völlig umkrempelten. Wichtig war uns das Aufzeigen der Kontinuität der Kolonisierung bis heute, den Rassismus gegenüber der mehrheitlichen inidgena-Bevölkerung. All das zusammen sind Ursachen der Konflikte Guatemalas. Ein Film über Deutsche entsprach aber auch unserem Bedürfnis, unser eigenes Filmschaffen in einen gewissen Kontext zu setzen.
Für die guatemaltekischen Filmemacher bedeuteten die Vorführungen des Films 1998 - die Tournee Geschichte erleben - eine Antwort auf die Notwendigkeit, unabhängige und direkte Formen des Vertriebs zu finden.
In einem Land, in dem es weder Kinotradition noch Abspielorte gibt, muss man konsequenterweise auf das Publikum zugehen. Deshalb die Tour in die Provinzen und Dörfer. Wir wollten die Menschen mit einem teil ihrer Geschichte konfrontieren. Das war für uns und die lokalen Filmemacher einen sehr gute Erfahrung. Filschaffedne und Publikum profitieren gleichzeitig davon.
Wie entstand die Idee zu Testamento?
1992 drehten wir Ojalá über die guatemlatekischen Flüchtlinge in Mexiko. Da lernten wir Alfonso bauer kennen, er war damls Rechtsberater der Flüchtlingen. Wir entdeckten die biografishcen Daten, die uns beeindruckten, genug Stoff für einen langen Film. Wir planten aber schon Die Zivilisationsbringern und das Vorhaben musste einige Jahre warten. Auf dem Filmfestival 1999 in Havanna beschlossen Thomas Stelzner und ich, die Idee wieder aufzunehmen.
Welches waren diese biografischen Daten?
Zu aller erst natürlich siene Beteiligung an der Revolution von 1944, ein entscheidendends Datum für Guatemala. Dann sein Mitwirken an den Revolutionen Lateinamerikas, seine Freundschaft mit Che Guevara, die Exile, die Attentate, alles Dinge, die mehrere Generationen lateinamerikanischer Revolutionäre kennzeichnen.
Vor allem aber war es das Bild eines charismatischen Mannes, der trotz seiner damals schon hohen Alters sehr jung geblieben war und sich für ein einfaches Leben im Dienste der Flüchtlinge entschieden hatte. Und diese quijoteske Sturheit seines Strebens nach Gerechtigkeit, siene Ideale, sein Durchhaltevermögen. Dieser Eindruck mit all seinen Widersprüchen war ausschlaggebend für unsere Entscheidung.
Zu Eurem ersten langen Dokumentarfilm Die Zvilisationsbringer - Deutsche in Guatemala, der hier als einer der bedeutendsten politischen Dokumentarfilme gilt. Wie kam es dazu?
Während der Dreharbeiten unserer früheren Filme entdeckten wir die Bedeutung der deutschen Gemeinde Guatemalas. Sie gelten als Pioniere der Kaffeewirtschaft, welche die Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen Guatemalas völlig umkrempelten. Wichtig war uns das Aufzeigen der Kontinuität der Kolonisierung bis heute, den Rassismus gegenüber der mehrheitlichen inidgena-Bevölkerung. All das zusammen sind Ursachen der Konflikte Guatemalas. Ein Film über Deutsche entsprach aber auch unserem Bedürfnis, unser eigenes Filmschaffen in einen gewissen Kontext zu setzen.
Für die guatemaltekischen Filmemacher bedeuteten die Vorführungen des Films 1998 - die Tournee Geschichte erleben - eine Antwort auf die Notwendigkeit, unabhängige und direkte Formen des Vertriebs zu finden.
In einem Land, in dem es weder Kinotradition noch Abspielorte gibt, muss man konsequenterweise auf das Publikum zugehen. Deshalb die Tour in die Provinzen und Dörfer. Wir wollten die Menschen mit einem teil ihrer Geschichte konfrontieren. Das war für uns und die lokalen Filmemacher einen sehr gute Erfahrung. Filschaffedne und Publikum profitieren gleichzeitig davon.
Wie entstand die Idee zu Testamento?
1992 drehten wir Ojalá über die guatemlatekischen Flüchtlinge in Mexiko. Da lernten wir Alfonso bauer kennen, er war damls Rechtsberater der Flüchtlingen. Wir entdeckten die biografishcen Daten, die uns beeindruckten, genug Stoff für einen langen Film. Wir planten aber schon Die Zivilisationsbringern und das Vorhaben musste einige Jahre warten. Auf dem Filmfestival 1999 in Havanna beschlossen Thomas Stelzner und ich, die Idee wieder aufzunehmen.
Welches waren diese biografischen Daten?
Zu aller erst natürlich siene Beteiligung an der Revolution von 1944, ein entscheidendends Datum für Guatemala. Dann sein Mitwirken an den Revolutionen Lateinamerikas, seine Freundschaft mit Che Guevara, die Exile, die Attentate, alles Dinge, die mehrere Generationen lateinamerikanischer Revolutionäre kennzeichnen.
Vor allem aber war es das Bild eines charismatischen Mannes, der trotz seiner damals schon hohen Alters sehr jung geblieben war und sich für ein einfaches Leben im Dienste der Flüchtlinge entschieden hatte. Und diese quijoteske Sturheit seines Strebens nach Gerechtigkeit, siene Ideale, sein Durchhaltevermögen. Dieser Eindruck mit all seinen Widersprüchen war ausschlaggebend für unsere Entscheidung.
Artikel zum Thema
Testamento




