Wenn ein Film in die deutschen Kinos kommt, der einen derart ungeschminkten, treffsicheren und unterhaltsamen Blick auf deutsche Befindlichkeiten wirft, wie Michael Schorr höchst bemerkenswerter Schultze gets the Blues dies tut, so ist das ein guter Anlass, sich den Filmemacher und sein Werk etwas genauer anzuschauen.
Was zunächst auffällt, ist die Genauigkeit und Treffsicherheit von Michael Schorrs Blick, der schon fast ans Dokumentarische grenzt, sein untrügliches Gespür für Milieus und Typen, das nicht ganz von ungefähr kommt. Denn bereits während des Studiums an der HFF Babelsberg entdeckte Michael Schorr sein Faible für den Dokumentarfilm, für echte Geschichte und die Skurrilitäten des alltäglichen Lebens. Während des Studiums entstanden unter anderem eine Dokumentation der Weinernte mit dem schönen Titel Herbsten – eine Reminiszenz an die Pfalz, wo er aufwuchs – und ein Film über das Leben auf einer Galopprennbahn namens Ferner liefen. Kein Wunder also, wenn man auch Schultze gets the Blues deutlich die dokumentarische Komponente anmerkt, was durchaus in der Absicht des Regisseurs liegt.
Verstärkt wird diese Qualität auch durch ein Team, das bislang größtenteils dokumentarisch gearbeitet hatte und durch die Herangehensweise an den Stoff. Die Drehzeit betrug 40 Tage, wobei rund die Hälfte auf die USA entfiel. Bereits vor dem eigentlichen Dreh war Schorr für einige Wochen in Louisiana und war angenehm überrascht, wie unbürokratisch sich die Dreharbeiten auf dem Land gestalteten. Drehgenehmigungen waren nicht nötig, und die meisten Locations wurden durch die Empfehlungen Einheimischer entdeckt, die auch beim Dreh munter mitmischten, so dass im Film Amateure auf gestandene Profis trafen. Übrigens ein Rezept, auf das Schorr auch beim Dreh in Sachsen-Anhalt vertraute, wo ebenfalls die Menschen der Region miteinbezogen wurden. Es geht für den Regisseur auch darum, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion permanent zu überschreiten. Denn: "Schultze gets the blues soll nicht nur ein pures Dokument der Realität, sondern auch eine Phantasie über die Vorstellung von Wirklichkeit sein und darüber, wie ein Mensch, Schultze, sich dem Leben doch noch stellt", so der Regisseur im Presseheft zu seinem Film.
Übrigens trug Michael Schorr den Stoff schon sehr lange mit sich herum, denn seit mehr als zehn Jahre lang beschäftigte sich der Regisseur mit der Geschichte des Herrn Schultze, damals waren allerdings die Locations noch andere. Die eigentliche Produktion vom Drehbuch bis hin zur Postproduktion nahm dann knapp drei Jahre in Anspruch. Doch manchmal müssen die Dinge eben erst reifen.
Schön, dass dieser Film nach dem Umweg über einige Festivals doch noch den Weg in die Kinos schaffte, zumal auf diese Art und Weise. Denn mit UIP fand Schorr einen Verleiher, der Schultze gets the Blues mit 50 Kopien an den Start schickt. Bleibt zu hoffen, dass der Film, der bereits auf etlichen Festivals seine Qualitäten unter Beweis stellte und dort regelmäßig zum Lieblingsfilm des Publikums avancierte, auch in den Kinos seine Zuschauer finden wird.
Was zunächst auffällt, ist die Genauigkeit und Treffsicherheit von Michael Schorrs Blick, der schon fast ans Dokumentarische grenzt, sein untrügliches Gespür für Milieus und Typen, das nicht ganz von ungefähr kommt. Denn bereits während des Studiums an der HFF Babelsberg entdeckte Michael Schorr sein Faible für den Dokumentarfilm, für echte Geschichte und die Skurrilitäten des alltäglichen Lebens. Während des Studiums entstanden unter anderem eine Dokumentation der Weinernte mit dem schönen Titel Herbsten – eine Reminiszenz an die Pfalz, wo er aufwuchs – und ein Film über das Leben auf einer Galopprennbahn namens Ferner liefen. Kein Wunder also, wenn man auch Schultze gets the Blues deutlich die dokumentarische Komponente anmerkt, was durchaus in der Absicht des Regisseurs liegt.
Verstärkt wird diese Qualität auch durch ein Team, das bislang größtenteils dokumentarisch gearbeitet hatte und durch die Herangehensweise an den Stoff. Die Drehzeit betrug 40 Tage, wobei rund die Hälfte auf die USA entfiel. Bereits vor dem eigentlichen Dreh war Schorr für einige Wochen in Louisiana und war angenehm überrascht, wie unbürokratisch sich die Dreharbeiten auf dem Land gestalteten. Drehgenehmigungen waren nicht nötig, und die meisten Locations wurden durch die Empfehlungen Einheimischer entdeckt, die auch beim Dreh munter mitmischten, so dass im Film Amateure auf gestandene Profis trafen. Übrigens ein Rezept, auf das Schorr auch beim Dreh in Sachsen-Anhalt vertraute, wo ebenfalls die Menschen der Region miteinbezogen wurden. Es geht für den Regisseur auch darum, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion permanent zu überschreiten. Denn: "Schultze gets the blues soll nicht nur ein pures Dokument der Realität, sondern auch eine Phantasie über die Vorstellung von Wirklichkeit sein und darüber, wie ein Mensch, Schultze, sich dem Leben doch noch stellt", so der Regisseur im Presseheft zu seinem Film.
Übrigens trug Michael Schorr den Stoff schon sehr lange mit sich herum, denn seit mehr als zehn Jahre lang beschäftigte sich der Regisseur mit der Geschichte des Herrn Schultze, damals waren allerdings die Locations noch andere. Die eigentliche Produktion vom Drehbuch bis hin zur Postproduktion nahm dann knapp drei Jahre in Anspruch. Doch manchmal müssen die Dinge eben erst reifen.
Schön, dass dieser Film nach dem Umweg über einige Festivals doch noch den Weg in die Kinos schaffte, zumal auf diese Art und Weise. Denn mit UIP fand Schorr einen Verleiher, der Schultze gets the Blues mit 50 Kopien an den Start schickt. Bleibt zu hoffen, dass der Film, der bereits auf etlichen Festivals seine Qualitäten unter Beweis stellte und dort regelmäßig zum Lieblingsfilm des Publikums avancierte, auch in den Kinos seine Zuschauer finden wird.




