Derzeit läuft mit Katze im Sack einer der bemerkenswertesten Debütfilme eines jungen deutschen Regisseurs in den Kinos. Der Film ein stilsicheres Nachtstück über das Suchen und Finden von Glück und Liebe und die Verlorenheit der Akteure, die zwar ganz eigenständige Personen sind, mit denen sich aber jeder Zuschauer sofort verbunden fühlt und mit denen er sich identifizieren kann.
Kino-zeit.de sprach mit dem Regisseur Florian Schwarz über die Entstehung des Films, den eigenen Werdegang und die Zukunft des deutschen Filmes.
Warum spielt Katze im Sack im Osten, gibt es dafür einen konkreten Grund?
Ich war in Leipzig und habe dort viele Gegensätze gesehen, die in meiner Vorstellung die Zerrissenheit der Charaktere wiederspiegelten. Außerdem stimmten die Produktionsbedingungen, wir wurden von vielen Seiten unterstützt. Und während des Drehs haben wir immer wieder überlegt, wie wir das, was wir vorgefunden haben, in unseren Film einbauen können. Das war eine sehr spannende Erfahrung.
Wie lange hatten Sie diesen Film schon im Kopf? Das ist ja gerade beim Debütfilm immer wieder zu sehen, dass das oft Stoffe sind, die schon ganz lange in den Köpfen der Regisseure herumspuken.
Die Idee dazu entstand irgendwann nach meinem Drittjahresfilm an der Filmakademie in Ludwigsburg. Ich hatte eine wage Vorstellung davon, dass ich einen charakterorientierten Film über die Schwierigkeit der Liebe machen wollte. Und ich wusste auch, dass es sich hauptsächlich um drei Personen drehen sollte – eine Frau zwischen zwei Männern. Ich hatte eine Kurzgeschichte über eine wilde Liebe von Alan Silitoe gelesen, die mir unglaublich gut gefallen hatte und wollte unbedingt etwas in der Art machen.
Inwiefern stecken in dem Film persönlichen Erfahrungen von Ihnen drin? Oder konkret: Inwieweit ist der Film autobiographisch?
Natürlich stecken in den Personen eine ganze Menge an Erfahrungen drin, die mein Drehbuchautor und ich gemacht haben. Konkret biographisch war der Film vor allem durch ein Ereignis, dass meinen Drehbuchautoren Michael Proehl betraf – seine Mutter war gestorben und wir haben beschlossen, diese ganz konkrete Erfahrung mit in den Film einfließen zu lassen.
Viele Filmemacher haben irgendwann in ihrer Kindheit eine Art „Urerlebnis“, durch das sie zum Filmemachen kamen. Wie war das denn bei Ihnen?
Bei mir war es mein Vater, durch den diese Liebe zum Filmemachen kam. Der hat mich bereits frühzeitig regelrecht mit Filmen gefüttert, hat mir viel gezeigt und oft mit ins Kino genommen. Und dann gab es tatsächlich ein ganz besonderes Erlebnis, als ich nämlich den Film Aguirre, der Zorn Gottes von Werner Herzog mit Klaus Kinski sah. Dass war ein Film, der mich gepackt hat, weil er so eine unglaubliche Kraft hatte. Dieser Film hat mich nicht mehr losgelassen und seitdem wollte ich unbedingt Filmemacher werden.
Welche Erwartungen haben Sie an den Film? Was wünschen Sie sich?
Zuerst mal ist es toll, dass wir überhaupt einen engagierten Verleih (Jet Film) gefunden haben, die bereit dazu waren, den Film in die Kinos zu bringen. Über eine konkrete Zuschauerzahl habe ich noch gar nicht genau nachgedacht, viel wichtiger ist mir eigentlich, dass der Film die Zuschauer berührt. Wenn wir das erreichen, bin ich schon sehr zufrieden.
Wie beurteilen Sie die Lage des aktuellen deutschen Films?
Ich habe das Gefühl, dass sich doch einiges gewandelt hat. Die Möglichkeiten werden wieder größer auch inhaltlich und formal innovativere Filme zu machen und in die Kinos zu bringen.
Wie sehen Ihre nächsten Projekte aus?
Als nächstes steht ein Geisterfilm fürs Fernsehen auf dem Programm. Und dann arbeite ich derzeit auch an einem Kinofilm, der wohl wie Katze im Sack wieder etwas mit dem Thema Sehnsucht zu tun haben wird.
Vielen Dank für das Gespräch!
Kino-zeit.de sprach mit dem Regisseur Florian Schwarz über die Entstehung des Films, den eigenen Werdegang und die Zukunft des deutschen Filmes.
Warum spielt Katze im Sack im Osten, gibt es dafür einen konkreten Grund?
Ich war in Leipzig und habe dort viele Gegensätze gesehen, die in meiner Vorstellung die Zerrissenheit der Charaktere wiederspiegelten. Außerdem stimmten die Produktionsbedingungen, wir wurden von vielen Seiten unterstützt. Und während des Drehs haben wir immer wieder überlegt, wie wir das, was wir vorgefunden haben, in unseren Film einbauen können. Das war eine sehr spannende Erfahrung.
Wie lange hatten Sie diesen Film schon im Kopf? Das ist ja gerade beim Debütfilm immer wieder zu sehen, dass das oft Stoffe sind, die schon ganz lange in den Köpfen der Regisseure herumspuken.
Die Idee dazu entstand irgendwann nach meinem Drittjahresfilm an der Filmakademie in Ludwigsburg. Ich hatte eine wage Vorstellung davon, dass ich einen charakterorientierten Film über die Schwierigkeit der Liebe machen wollte. Und ich wusste auch, dass es sich hauptsächlich um drei Personen drehen sollte – eine Frau zwischen zwei Männern. Ich hatte eine Kurzgeschichte über eine wilde Liebe von Alan Silitoe gelesen, die mir unglaublich gut gefallen hatte und wollte unbedingt etwas in der Art machen.
Inwiefern stecken in dem Film persönlichen Erfahrungen von Ihnen drin? Oder konkret: Inwieweit ist der Film autobiographisch?
Natürlich stecken in den Personen eine ganze Menge an Erfahrungen drin, die mein Drehbuchautor und ich gemacht haben. Konkret biographisch war der Film vor allem durch ein Ereignis, dass meinen Drehbuchautoren Michael Proehl betraf – seine Mutter war gestorben und wir haben beschlossen, diese ganz konkrete Erfahrung mit in den Film einfließen zu lassen.
Viele Filmemacher haben irgendwann in ihrer Kindheit eine Art „Urerlebnis“, durch das sie zum Filmemachen kamen. Wie war das denn bei Ihnen?
Bei mir war es mein Vater, durch den diese Liebe zum Filmemachen kam. Der hat mich bereits frühzeitig regelrecht mit Filmen gefüttert, hat mir viel gezeigt und oft mit ins Kino genommen. Und dann gab es tatsächlich ein ganz besonderes Erlebnis, als ich nämlich den Film Aguirre, der Zorn Gottes von Werner Herzog mit Klaus Kinski sah. Dass war ein Film, der mich gepackt hat, weil er so eine unglaubliche Kraft hatte. Dieser Film hat mich nicht mehr losgelassen und seitdem wollte ich unbedingt Filmemacher werden.
Welche Erwartungen haben Sie an den Film? Was wünschen Sie sich?
Zuerst mal ist es toll, dass wir überhaupt einen engagierten Verleih (Jet Film) gefunden haben, die bereit dazu waren, den Film in die Kinos zu bringen. Über eine konkrete Zuschauerzahl habe ich noch gar nicht genau nachgedacht, viel wichtiger ist mir eigentlich, dass der Film die Zuschauer berührt. Wenn wir das erreichen, bin ich schon sehr zufrieden.
Wie beurteilen Sie die Lage des aktuellen deutschen Films?
Ich habe das Gefühl, dass sich doch einiges gewandelt hat. Die Möglichkeiten werden wieder größer auch inhaltlich und formal innovativere Filme zu machen und in die Kinos zu bringen.
Wie sehen Ihre nächsten Projekte aus?
Als nächstes steht ein Geisterfilm fürs Fernsehen auf dem Programm. Und dann arbeite ich derzeit auch an einem Kinofilm, der wohl wie Katze im Sack wieder etwas mit dem Thema Sehnsucht zu tun haben wird.
Vielen Dank für das Gespräch!




