John Travolta - Biographie und Filmographie

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Seit seinem spektakulären Comeback in Pulp Fiction (1994) zählt John Travolta zu den gefragtesten und bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Für seine darstellerischen Leistungen wurde er mit zwei Oscar-Nominierungen bedacht, und 1995 erhielt er für seine Rolle als Mafioso mit Hollywood-Ambitionen in Schnappt Shorty (1995, Regie: Barry Sonnenfeld) einen Golden Globe.

1998 wurde er mit dem Lifetime Achievement Award des Chicago Film Festival und dem Britannia Award der British Academy of Film and Television ausgezeichnet. Seine inzwischen über 20-jährige Filmkarriere zeichnete sich durch ein rasantes Auf und Ab aus, das manche Achterbahnfahrt in den Schatten zu stellen vermag.

Travolta wurde am 18. Februar 1954 als jüngstes von sechs Geschwistern in Englewood, New Jersey, geboren. Zwei Leidenschaften prägten seine Kindheit: Flugzeuge und Schauspielerei. Von seiner Mutter Helen bekam er erste Schauspielstunden, außerdem verschaffte sie ihm Rollen in lokalen Theaterproduktionen. Bereits als 16-Jähriger verließ Travolta die Highschool und zog nach New York, um sich dort auf der Bühne zu versuchen, unter anderem in dem Musical Grease, mit dem er auch auf Tournee ging. Außerdem arbeitete er in Nachtclubs und drehte Werbespots fürs Fernsehen. Mitte der 70er Jahre zog er nach Los Angeles, wo ihm innerhalb kürzester Zeit ein erster kometenhafter Aufstieg gelang.

Nach Auftritten in der TV-Serie Welcome Back, Kotter (1975) schaffte Travolta mit Brian de Palmas Kultfilm Carrie 1976 den wirklichen Durchbruch als Schauspieler und wurde mit Saturday Night Fever (1977) zum Idol einer ganzen Teenager-Generation. Es folgte die Musical-Verfilmung Grease (1978), dank der er zusammen mit Partnerin Olivia Newton-John zum Hollywood-Traumpaar avancierte.

Seinen unnachahmlichen Tanzstil konnte Travolta während der 80er Jahre auch im Box Office-Hit Staying Alive (1983) noch einmal unter Beweis stellen – ansonsten aber wollte ihm während dieser Dekade weder in künstlerischer noch in kommerzieller Hinsicht viel gelingen. Einzige Ausnahme: seine zweite Zusammenarbeit mit Brian de Palma bei Blow Out (1981).

1989 folgte sein erstes Comeback: Mit kuck mal, wer da spricht (Regie: Amy Heckerling) landete Travolta einen satten Publikumshit, dem in den folgenden Jahren zwei Sequels folgten. Er handelte sich damit aber gleichzeitig die geballte Verachtung der Kritiker ein. Durch ungeschickte Rollenwahl verspielte Travolta danach die Chance, seine gewachsene Popularität mit Hilfe anspruchsvoller Folgeprojekte zu untermauern, und so vergingen „fünf Jahre auf dem Abstellgleis“, ehe Regie-Shooting-Star Quentin Tarantino in Pulp Fiction – Comeback Nummer Zwei – einen so noch nie gesehenen und doch völlig vertrauten John Travolta präsentierte.

Seither gehört Travolta wieder konstant zur ersten Liga in Hollywood – ein Star, der sich im Action-Genre, so z.B. in Filmen wie Operation: Broken Arrow (1996), Face/Off – Im Körper des Feindes (1997) oder Swordfish (2001) ebenso zu Hause fühlt wie im Charakterfach, u.a. in Mit aller Macht (1997) und Zivilprozess (1998), oder in Komödien wie Michael (1996) und Lucky Numbers (2001). In Be Cool (2005) schlüpfte Travolta unlängst erneut in die Rolle des Ganoven Chili Palmer, als der er 1995 in Schnappt Shorty das Filmbusiness aufgemischt hatte.

Dank seiner schauspielerischen Erfolge kann John Travolta nun auch seine Leidenschaft für Flugzeuge voll ausleben. Er besitzt nicht weniger als fünf Jets. Die größte Maschine ist eine vierstrahlige Boeing 707 mit einer Kapazität von bis zu 147 Passagieren.

Filmographie - John Travolta (Auswahl)

2011
Wild Hogs 2: Bachelor Ride (Regie: Walt Becker)

2010
From Paris with Love (Regie: Pierre Morel)

2009
Old Dogs (Daddy oder Deal, Regie: Walt Becker)
The Taking of Pelham 123 (Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3, Regie: Tony Scott)

2008
Bolt (Bolt - Ein Hund für alle Fälle, Regie: Byron Howard und Chris Williams)

2007
Hairspray (Regie: Adam Shankman)
Wild Hogs (Born to be Wild - Saumäßig unterwegs, Regie: Walt Becker)

2006
Lonely Hearts Killers (Regie: Todd Robinson)

2005
Be Cool (Regie: F. Gary Gray)

2004
Ladder 49 (Im Feuer, Regie: Jay Russell)
The Punisher (Regie: Jonathan Hensleigh)
A Love Song For Bobby Long (Lovesong für Bobby Long, Regie: Shainee Gabel)

2003
Basic (Regie: John McTiernan)

2001
Lucky Numbers (Regie: Nora Ephron)
Password Swordfish (Swordfish, Regie: Dominic Sena)
Domestic Disturbance (Tödliches Vertrauen, Regie: Harold Becker)

1999
The General’s Daughter (Wehrlos – Die Tochter des Generals, Regie: Simon West)

1998
A Civil Action (Zivilprozess, Regie: Steve Zaillian)
The Thin Red Line (Der schmale Grat, Regie: Terrence Malick)

1997
She’s So Lovely (Regie: Nick Cassavetes)
Face / Off (Face / Off – Im Körper des Feindes, Regie: John Woo)
Primary Colors (Mit aller Macht, Regie: Mike Nichols)

1996
Broken Arrow (Operation: Broken Arrow, Regie: John Woo)
Phenomenon (Regie: Jon Turtletaub)
Mad City (Regie: Costa Gavras)
Michael (Regie: Norah Ephron)

1995
Get Shorty (Schnappt Shorty, Regie: Barry Sonnenfeld)

1994
Pulp Fiction (Regie: Quentin Tarantino)

1993
Look Who’s Talking Now (Kuck mal, wer da jetzt spricht, Regie: Tom Ropelewski)

1990
Look Who’s Talking Too (Kuck mal, wer da spricht 2, Regie: Amy Heckerling)

1989
Look Who’s Talking (Kuck mal, wer da spricht, Regie: Amy Heckerling)

1983
Staying Alive (Regie: Sylvester Stallone)

1981
Blow Out (Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren, Regie: Brian de Palma)

1978
Grease (Regie: Randal Kleiser)

1977
Saturday Night Fever (Saturday Night Fever – Nur Samstag Nacht, Regie: John Badham)

1976
Carrie (Carrie, des Satans jüngste Tochter, Regie: Brian de Palma)

Foto © Tobis Filmverleih – John Travolta in Lovesong für Bobby Long
   
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